Creepshow Serie

© New World Pictures

Quelle: Entertainment Weekly

Seit dem Debüt von "American Horror Story" stehen Horror-Anthologieserien hoch im Kurs. "Slasher", "Channel Zero" und "Lore" sind aus dieser neuen Trendwelle entstanden. Doch natürlich sind Horror-Antologien keineswegs ein neues Konzept. Gerade im Fernsehen haben sie mit Serien wie "Twilight Zone", "Geschichten aus der Gruft" und "Grusel, Grauen, Gänsehaut" (OT: "Are You Afraid of the Dark?") eine lange Tradition.

Im Kino feierten Episoden-Horrorfilme in den letzten Jahren ebenfalls ein Revival mit Streifen wie Southbound, V/H/S und The ABCs of Death. Das große Vorbild dieser Filme ist in der Regel der Klassiker unter Episodenfilmen schlechthin – Creepshow. Der an Horrorcomics der Fünfziger angelehnte Film von George A. Romero, basierend auf einem Drehbuch von Stephen King (der darin zum Teil seine eigenen Kurzgeschichten adaptierte), bleibt auch 36 Jahre nach seiner Veröffentlichung für viele Genrefans das Maß aller Dinge bei episodenhaften Horrorfilmen. Fünf Jahre später wurde Creepshow fortgesetzt, wobei Romero diesmal das Drehbuch schrieb und wieder Kurgeschichten von King adaptierte, jedoch nicht länger Regie führte. Ein weiteres Sequel erschien 2006, hatte nichts mehr mit King oder Romero zu tun haben und ist eigentlich auch nicht der Rede wert.

Weil sowohl Horror-Anthologien als auch Serienadaptionen von Filmen aktuell ganz groß im Trend sind, nimmt der Horror-Streamingdienst Shudder (in Deutschland inzwischen als ein Amazon-Prime-Channel abonnierbar) eine Serienadaption von Creepshow in Angriff. Produziert wird diese von der Maskenbildner-Legende Greg Nicotero, der u. a. für das Zombie-Makeup bei "The Walking Dead" zuständig ist und zahlreiche TWD-Folgen selbst inszenierte. Nicotero wird die "Creepshow"-Serie produzieren, bei mindestens einer Episode Regie führen und für die kreative Gestaltung der Serie verantwortlich sein. Seine Firma KNB EFX Group wird für die Kreaturen und Maskeneffekte der Serie verantwortlich sein.

Tatsächlich hat er eine lange zurückreichende Verbindung zu Creepshow und George A. Romero. Nicotero lernte Romero als 16-Jähriger in Pittsburgh kennen und bekam prompt ein Jobangebot für Creepshow. Allerdings lehnte er damals ab, um die Schule zu beenden. Zwei Jahre später arbeitete er dann erstmals mit Romero an Dawn of the Dead zusammen.

Voller Begeisterung äußerte sich Nicotero über die "Creepshow"-Serie: (aus dem Englischen)

"Creepshow" ist ein Projekt, das mir sehr am Herzen liegt. Es ist einer dieser Titel, der den wahren Geist des Horrors ehrt…Spannung und Grusel zelebriert in einer der wahrhaftigsten Kunstformen, einem zum Leben erweckten Comic! Ich fühle mich geehrt, die Tradition im Geiste meiner Vorgänger fortzuführen.

Craig Engler, Shudders Generalmanager, ergänzte:

"Creepshow" ist eine der beliebtesten und ikonischsten Horror-Anthologien von den zwei Meistern des Genres, George A. Romero und Stephen King. Wir sind begeistert, ihr Erbe mit einem weiteren Horrormeister fortzuführen, Greg Nicotero, indem wir eine neue "Creepshow"-TV-Serie exklusiv für unsere Shudder-Abonnenten produzieren.

Die Idee ist, dass jede "Creepshow"-Episode von einem anderen Regisseur inszeniert und eine komplett unabhängige Geschichte erzählen wird. In dieser Hinsicht wird "Creepshow" vermutlich in direkter Konkurrenz zu Apples Revival von "Unglaubliche Geschichten" stehen.