Brightburn 2

© 2019 Sony Pictures

Quelle: James Gunn Instagram

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Enthält leichte Spoiler zum ersten Film!

Was wäre, wenn Superman böse wäre? Mit dieser Frage beschäftigten sich bereits die Comics (“Superman: Red Son”), Videospiele (“Injustice”) und auch Superman IV. Doch wie wäre es, wenn sich Supermans Boshaftigkeit bereits im Kindesalter manifestiert hätte? Dieser Frage ging dieses Jahr der Superschurken-Horrorfilm Brightburn – Son of Darkness im Kino nach. Natürlich hieß die Hauptfigur in dem Film nicht Clark Kent oder Superman, aber die Nähe zur DC-Schöpfung lag dennoch auf der Hand. Ein kinderloses Ehepaar, das auf einer Farm lebt, findet in einer abgestürzten Raumkapsel ein Baby und adoptiert es. Das Kind zeigt später übernatürliche Fähigkeiten: es ist extrem stark, verfügt über einen Hitzeblick, kann fliegen und ist unverletzbar. Seine einzige Schwäche besteht gegen das Material seines Heimatplaneten. Und das Kind trägt sogar ein Cape!

Brightburn ist kein Superheldenfilm, sondern ein schnörkelloser, blutiger Horrorfilm, in dem der junge Brandon Breyer (wunderbar creepy: Jackson A. Dunn) seiner wahren Natur nachgibt, durchdreht und Weltherrschaft anstrebt. Inszeniert wurde Brightburn vom relativen Regie-Newcomer David Yarovesky, doch ein deutlich größerer Name steckt hinter dem Projekt. Produziert wurde der Film nämlich von James Gunn, dem Regisseur der Gardians-of-the-Galaxy-Filme, der bereits mit seiner pechschwarzen Komödie Super – Shut Up Crime! einen Hang zu subversiven Superheldengeschichten zeigte. Gunns Bruder und Couson Brian und Mark Gunn schrieben das Drehbuch zu Brightburn. Der Film war also eine echte Gunn-Familienproduktion.

Produziert für lediglich $6 Mio, spielte er Streifen weltweit bislang $31 Mio ein und ist wie prädestiniert für ein noch erfolgreicheres Leben im Heimkino und bei Streaming-Diensten. Daher ist es auch keine allzu große Überraschung, dass die Diskussionen über ein Sequel bereits laufen. James Gunn wurde von einem Fan auf Instagram auf die Möglichkeit angesprochen, dass er selbst Brightburn 2 inszenieren würde. Gunn erklärte, dass er zwar mit The Suicide Squad und Guardians of the Galaxy Vol. 3 die nächsten Jahre beschäftigt sein werde, über Brightburn 2 jedoch bereits gesprochen werde.

Der erste Film hat die Tür für ein Sequel weit offen gelassen und im Abspann sogar mehrere Teaser hinsichtlich dessen Richtung untergebracht. So wurden böse Aquaman- und Wonder-Woman-Äquivalente von einem Alex-Jones-esken Verschwörungstheoretiker (gespielt von Michael Rooker) darin erwähnt. Außerdem war im Abspann kurz ein Bild von Rainn Wilson als Crimson Bolt aus Super zu sehen. Das bedeutet, dass Brightburn und Super im gleichen Universum spielen. Vielleicht hat der böse Quasi-Superman mit Crimson Bolt ja seinen Batman gefunden. Ein Crossover im nächsten Film fände ich jedenfalls sehr interessant.