Breaking Bad Film

Bryan Cranston und Aaron Paul in "Breaking Bad" © AMC

Quellen: Albuquerque Journal, Variety

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Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, doch es gibt häufig zumindest einen gewissen Konsens. Fragt man Cineasten nach den besten Filmen aller Zeiten, werden Titel wie Der Pate, Die Verurteilten, Der Herr der Ringe, Apocalypse Now und einige andere übliche Verdächtige überzufällig häufig genannt. Auf der entsprechenden Liste der besten TV-Serien findet man neben "Die Sopranos" und "Game of Thrones" häufig "Breaking Bad". Vince Gilligans von der ersten bis zur letzten Staffel perfekt durchkonstruiertes, fesselndes Meisterwerk lief von 2008 bis 2013 und erzählte die Verwandlung eines harmlosen, krebskranken Chemielehrers in einen skrupellosen, kaltblütigen Druglord sowie die Schneise der Verwüstung, die sein Lebenswandel unter seinen Mitmenschen zog. Getragen von toller Inszenierung, intelligenten Drehbüchern und monumentalen Performances der Darsteller verdiente sich "Breaking Bad" einen Platz unter den besten Serien aller Zeiten. Es ist eine Serie, die erst gegen Ende von den Massen entdeckt wurde. So erreichten die finalen acht Episoden im Schnitt jeweils mehr als die doppelten Zuschauerzahlen der vorherigen Episoden.

Sowohl in quotentechnischer als auch in qualitativer Sicht verabschiedete sich "Breaking Bad" auf dem absoluten Höhepunkt. Die Macher haben sich vom Erfolg nicht verführen lassen, die Serie ins Unendliche hinauszuziehen, sondern machten einen klaren Schlussstrich und spendierten stattdessen Bob Odenkirk als Saul Goodman eine Spin-Off-Serie, die inzwischen ähnlich viel Lob (wenn auch weniger Mainstream-Erfolg) wie die Originalserie genießt.

"Better Call Saul" wurde bereits um eine fünfte Staffel verlängert, doch es ist nicht das einzige Projekt aus dem "Breaking Bad"-Universum, das demnächst ansteht. In einer äußerst überraschenden Ankündigung, wurde aus dem Albuquerque Journal bekannt, dass Serienschöpfer Vince Gilligan noch diesen Monat mit den Dreharbeiten zu einem "Breaking Bad"-Film beginnen wird.

Ja, Ihr habt richtig gelesen. "The Walking Dead" ist nicht die einzige AMC-Serie, die um Spielfilme erweitert werden wird. Unter dem Decknamen Greenbrier wird der "Breaking Bad"-Film von Mitte November bis Anfang Februar in Albuquerque, New Mexico entstehen. Vince Gilligan schrieb das Drehbuch, produziert den Film und wird höchstwahrscheinlich auch Regie führen.

Details zum bislang erfolgreich geheim gehalteten Projekt sind sehr knapp. Es ist jedoch bekannt, dass der Film von der Flucht eines zuvor entführten Mannes und seinem Streben nach Freiheit handeln wird. Das klingt natürlich ganz danach, als würde der Film die Geschichte von Jesse Pinkman (Aaron Paul) nach seiner Befreiung im Serie finale erzählen. Ein Wiedersehen mit Walter White bleibt, von möglichen Flashbacks abgesehen, weiterhin unwahrscheinlich.

Einerseits bin ich begeistert, Neues aus der "Breaking Bad"-Welt zu sehen und Vince Gilligan hat mich bislang auch noch nicht enttäuscht. Andererseits war das Ende der Serie so perfekt, das ich auch ein wenig nervös bin bei der Vorstellung, diese Geschichte in irgendeiner Form fortzusetzen.

Es steht noch nicht bekannt, ob der "Breaking Bad"-Film fürs Kino oder nur für eine Fernsehausstrahlung (wie die geplanten "The Walking Dead"-Streifen) gedreht werden wird. Auch wurde noch kein Darsteller für den Film offiziell angekündigt. Aaron Paul wurde kürzlich für den Haupt-Cast der dritten "Westworld"-Staffel engagiert, doch bis diese zeitaufwändige Serie weitergedreht wird, wird es noch etwas dauern.

Was haltet Ihr von einem "Breaking Bad"-Film?