Schocker: Batgirl wird trotz Fertigstellung von Warner nicht veröffentlicht werden

Leslie Grace in Batgirl © 2022 Warner Bros. Pictures

Quellen: New York Post, Variety

Als bei der Comic-Con in San Diego die beiden nächsten DC-Verfilmungen Black Adam und Shazam! Fury of the Gods vom Studio mit neuen Trailern und Panels massiv beworben wurden, über den eigentlich ebenfalls für dieses Jahr geplanten Batgirl-Film aber kein einziges Wort verloren wurde, schien etwas suspekt zu sein. Dennoch hat niemand damit gerechnet, dass das Studio den für die direkte Veröffentlichung bei HBO Max im Stream geplanten Film komplett auf Eis legen würde. Obwohl im April gemunkelt wurde, dass der Film doch noch einen Kinostart bekommen könnte, ist die neuste schockierende Entwicklung, dass Batgirl tatsächlich nirgends mehr erscheinen soll.

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Dass ein Studio einen Film in der Planungsphase, der Vorproduktion oder sogar wenige Wochen nach Drehbeginn absagt, ist nicht präzedenzlos, auch bei größeren Projekten. Batgirl ist jedoch schon seit März 2022 im Kasten und die Post-Production ist nahezu abgeschlossen. Im Januar wurde auch schon das erste offizielle Foto von Leslie Grace (In the Heights) in der Titelrolle veröffentlicht. Michael Keatons Rückkehr in der Batman-Rolle, die er auch im kommenden The-Flash-Film spielen wird, wurde bestätigt. Sollten die Gerüchte über seine Umbesetzung durch Ben Affleck in Aquaman and the Lost Kingdom stimmen, wäre es schon das zweite Mal, dass Keaton-Fans um ein Wiedersehen mit ihm als Batman gebracht werden würden.

Warner soll insgesamt schon rund $90 Mio in den Film versenkt haben. Das ursprüngliche Budget betrug rund $75 Mio, doch Covid-Verzögerungen und entsprechende Sicherheitsprotokolle ließen die Kosten ansteigen. Aus diesem Grund ist es schockierend, dass das Studio offenbar gar nicht erst versuchen will, das investierte Geld durch eine Veröffentlichung ob im Kino, im Stream oder gar auf DVD und Blu-ray wieder reinzuholen. Doch warum?

Laut Variety hat die Entscheidung gar nichts mit der Qualität des Films zu tun, sondern mit Warners neuer strategischer Ausrichtung. Nach der Fusion von Warner mit Discovery Inc. wurde David Zaslav zum CEO des neuen Riesen-Konzerns Warner Discovery ernannt. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Jason Kilar, der stark auf HBO Max setzte und plante, künftig regelmäßig mittelgroße DC-Verfilmungen über den Streamer zu veröffentlichen, möchte Zaslav, dass Warners DC-Filme in die Kinos kommen und sich wie große Blockbuster-Events anfühlen. Offenbar konnte der verhältnismäßig "bescheiden" budgetierte Batgirl dieses Kriterium nicht erfüllen und wird vom Studio stattdessen ganz vergraben.

Eine Rolle könnte dabei auch gespielt haben, dass solange The Flash nicht veröffentlicht ist und Keaton durch die Multiversum-Spielereien des Films nicht zurückgebracht worden ist, jeglicher Auftritt seines Batmans im DC-Filmuniversum wenig Sinn ergeben würde.

In jedem Fall tut es mir für die Darsteller und die Macher sehr leid, ganz besonders für die wunderbare Leslie Grace, für die die Rolle der große Durchbruch hätte werden können. Bad-Boys-for-Life-Macher Adil El Arbi und Bilall Fallah inszenierten den Film und gaben sogar die Regie von Beverly Hills Cop 4 auf, um sich auf die Fertgstellung von Batgirl zu fokussieren. Neben Keaton sollte der Film auch J.K. Simmons in seiner Rolle als Barbaras/Batgirls Vater Commissioner Jim Gordon zurückbringen, nachdem er sie in Justice League verkörpert hat. Brendan Fraser spielt den Bösewicht Firefly in dem Film. Auch auf seine Performance wäre ich neugierig gewesen.

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  1. Warner eben. Die haben DC derart an die Wand gefahren das neue Projekte, kommen sie ins Kino, eher belächelt werden statt wie das MCU voller Erwartung entgegen zu fiebern.

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