Box-Office Welt – Thor – The Dark Kingdom mit zweitbestem Start des Jahres

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Box-Office Welt - 1.-3.11.2013 Zusammenfassung und Analyse

Quellen: Screendaily, Rentrak

Nicht nur in Deutschland schrieb letztes Wochenende Thor – The Dark Kingdom grandiose Zahlen. Auch in den meisten anderen Ländern der Welt, in denen das Marvel-Sequel eine Woche vor seinem US-Start angelaufen ist, gelang dem Film teilweise eine deutliche Verbesserung gegenüber seinem Vorgänger von 2011, der seinerzeit auf $268,3 Mio außerhalb von Nordamerika kam. Der zweite Film spielte zum Start von 36 Ländern mächtige $109,4 Mio ein. Das repräsentiert etwa 70% seines potenziellen internationalen Marktes. In allen Ländern belegte er zum Start problemlos den ersten Platz der Charts. Nur ein weiterer Film hat dieses Jahr ebenfalls mehr als $100 Mio an seinem internationalen Startwochenende eingespielt – Iron Man 3 mit $198,4 Mio. In seinen acht stärksten Märkten lag Thor 2 im Schnitt etwa 27% über dem Startwochenende des ersten Thor-Streifens.

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Das Highlight bildete der Start in Großbritannien, wo der Film mit $13,8 Mio das viertbeste Startwochenende des Jahres (nach Ich – Einfach unverbesserlich 2, Iron Man 3 und Man of Steel) gelang. Dieses lag stolze 52% über dem Start von Thor. Auch in Frankreich erreichte Thor – The Dak Kingdom mit $9,9 Mio den viertbesten Start von 2013 (hinter Iron Man 3, Fast & Furious 6 und Gravity) und lag 14% über dem Startergebnis des ersten Films. Eine ähnliche Verbesserung gegenüber dem Original wies der Film auch in Mexiko auf, wo er mit $8,25 Mio die Spitze der Charts eroberte. Viel stärker ist die Steigerung in Deutschland ausgefallen, wo Thor – The Dark Kingdom mit $8,3 Mio nicht nur um 45% besser anlief als Teil 1, sondern auch bereits mehr als die Hälfte von dessen Gesamteinspiel verbuchen konnte. In Brasilien lief der Film mit $6,7 Mio an – 27% über Teil 1. Der $7,8-Mio-Start in Russland konnte sich ebenfalls sehen lassen. In Asien schrieb der Film ebenfalls sehr starke Zahlen. Aus Südkorea kamen $7,6 Mio (27% über Teil 1), aus Singapur $2,9 Mio (der zweitbeste Start des Jahres und 61% über Teil 1) und aus den Philippinen $4,7 Mio (mehr als das Gesamteinspiel des ersten Thor). Kommendes Wochenende erreicht der Film auch China, in den Wochen und Monaten darauf folgen noch Argentinien, Indien, Italien und Japan sowie eine Handvoll kleinerer Märkte. Der Streifen wird also mit großer Wahrscheinlichkeit international mindestens $400 Mio einspielen. Sollte er in China über den Erwartungen laufen (so wie es auch Iron Man 3 tat), dann wären sogar $450 Mio im Spiel. Das verblasst natürlich immer noch neben den $806,4 Mio, die Iron Man 3 dieses Jahr außerhalb von USA/Kanada eingespielt hat.

Gravity erreichte letztes Wochenende einen neuen internationalen Meilenstein, indem der Film weitere $27 Mio von 55 Ländern einnahm und international die $200-Mio-Grenze überschritt. Insgesamt steht der Streifen außerhalb von Nordamerika jetzt bei $208 Mio und weltweit bei mehr als $400 Mio. Phänomenal hielt sich der Film angesichts des Starts von Thor – The Dark Kingdom in Frankreich. Trotz dieser mächtigen Konkurrenz gab der Weltraum-Katastrophenfilm mit Sandra Bullock dort an seinem zweiten Wochenende lediglich um 19,6% nach und spielte weitere $8,7 Mio ein. Nach nur zwei Wochen steht Gravity in Frankreich mit $23 Mio Einspiel auf Platz 7 der Jahres-Charts (letztes Wochenende gelang dem Film in dem Markt das drittbeste Startwochenende des Jahres). Filme wie World War Z und Man of Steel hat er bereits hinter sich gelassen. Außerdem konnte Gravity das beste zweite Wochenendergebnis des Jahres in Frankreich vorweisen. Es sieht ganz nach einem unglaublichen Gesamteinspiel von mehr als $35 Mio für Gravity dort aus, vielleicht sogar mehr als $40 Mio. In Südkorea kam der Film nach drei Wochen auf $20,9 Mio und liegt bereits auf Rang 14 der erfolgreichsten Filme von 2013. Aus Australien stammen bisher $15,9 Mio nach fünf Wochen, Russland trug derweil $19,8 Mio bei. In den kommenden Wochen startet der Film noch in China, Japan, Großbritannien und Venezuela, was ihm ein internationales Gesamteinspiel von mehr als $300 Mio auf jeden Fall sichern wird.

Gennaro Nunziantes Komödie Sole A Catinelle belegte allein dank seinem Start in Italien Platz 3 der internationalen Charts am Wochenende. In seinem Heimatland gelang dem Film mit phänomenalen $25,1 Mio nicht nur das beste Startwochenende aller Zeiten, sonder er wurde prompt auch zum erfolgreichsten Film des Jahres – und das nach lediglich drei Tagen! Ob der Film italienische Box-Office-Geschichte schreiben wird und Avatars $83,5 Mio toppen kann, bleibt noch abzuwarten.

Turbo – Kleine Schnecke, großer Traum entwickelt sich im Übersee zu einem überraschenden Hit, nachdem der DreamWorks-Animationsstreifen in den USA so richtig floppte. Am Wochenende kamen international weitere $12,2 Mio hinzu, sodass der Film jetzt bei $186,3 Mio außerhalb von Nordamerika steht. Mit insgesamt $19,9 Mio nach drei Wochen hat Turbo in Frankreich bereits Animationserfolge wie Die Monster Uni und Ralph reicht’s hinter sich gelassen. Auch Großbritannien kann sich mit $15,6 Mio wirklich sehen lassen. In Deutschland hat der Film bislang solide $9,8 Mio eingenommen. Der Film ist jetzt zwar schon in allen großen Märkten angelaufen, doch er wird dennoch keine Schwierigkeiten haben, international die $200-Mio-Grenze zu überqueren. Turbo sollte bei insgesamt etwa $210 Mio landen.

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 spielte am Wochenende $11,5 Mio von 43 Märkten ein und steht bei $70,5 Mio. In den meisten Ländern schneidet der Film deutlich besser als sein Vorgänger ab, der international auf insgesamt $118,1 Mio kam. Wolkig 2 hat in Großbritannien nach nur 10 Tagen $14,4 Mio eingespielt und damit das Gesamtergebnis von Teil 1 übertroffen. Die $12,7 Mio aus Brasilien (nach fünf Wochen) liegen ebenfalls deutlich über dem Gesamteinspiel des ersten Films in dem Land. Mit $8,5 Mio nach fünf Wochen in Mexiko hat Wolkig 2 dort das Gesamteinspiel seines Vorgängers bereits nahezu verdreifacht! Viele große Märkte wie Frankreich, Australien, Argentinien, Japan und Italien stehen dem Film noch bevor und könnten für ein Gesamteinspiel von mehr als $200 Mio sorgen.

Stalingrad, das russische Kriegsepos, lief in China auf Platz 1 mit tollen $8,3 Mio an. Es war das beste Startergebnis eines russischen Films in China. Insgesamt hat der Film am Wochenende international $10,9 Mio eingespielt und steht bei $57,9 Mio. Allein aus Russland stammen $47,7 Mio davon, was Stalingrad zum erfolgreichsten Film des Jahres in Russland erhebt.

Hotel Transsilvanien lief mehr als ein Jahr nach seinem US-Start endlich auch in China an und erwirtschaftete dort $5,7 Mio zum Start. Insgesamt steht Sonys Animationsfilm jetzt bei $205,6 Mio.

Ich – Einfach unverbesserlich 2 brachte am Wochenende weitere $3,2 Mio in die internationalen Kinokassen ein und steht bei $547,3 Mio. Kürzlich wurde bekannt, dass der Film nächstes Jahr doch noch in China starten darf. Damit bleibt die Hoffnung auf ein internationales Gesamtergebnis von mehr als $600 Mio weiterhin erhalten.

Wolverine – Weg des Kriegers steht nach drei Wochen in China bei $37,1 Mio und hat international bereits $282,6 Mio erreicht. Damit belegt er Platz 9 der international erfolgreichsten Filme des Jahres und hat weltweit nun die $400-Mio-Barriere durchbrochen.

Rush – Alles für den Sieg erhöhte sein internationales Einspiel auf solide $67,1 Mio, wobei vor allem Großbritannien mit $15,9 Mio und Italien mit $8,7 Mio herausstechen. Japan liegt noch vor dem Film und könnte ihm mit etwas Glück ein Gesamtergebnis von $80 Mio außerhalb von Nordamerika ermöglichen.

Runner Runner brachte sein internationales Einspiel auf wenig beeindruckende $43,3 Mio und wird noch vor $50 Mio seinen Lauf beenden. Insidious: Chapter 2 erhöhte währenddessen sein Einspiel außerhalb von USA/Kanada auf $62,1 Mio, was sich für einen Horrorfilm wirklich sehen lassen kann. Allerdings verblasst das dennoch neben dei $179 Mio von Conjuring – Die Heimsuchung. Die Unfassbaren – Now You See Me hat dank insgesamt $23 Mio aus China sein internationales Einspiel auf $234 Mio erhöht und weltweit $350 Mio geknackt.