Supergirl ist erstaunlich kurz

Werden Filme eigentlich immer länger? Diese Frage wird unter Filmfans in den letzten Jahren heiß diskutiert. Es ist nicht so, dass es früher keine Filme mit ausufernden Laufzeiten gab. Ob Vom Winde verweht, Ben-Hur, Lawrence von Arabien, Schindlers Liste oder Die sieben Samurai – viele gefeierte Filmklassiker überschritten die drei-Stunden-Marke und kaum ein Cineast würde es wagen, diese Filme als zu lang zu bezeichnen. Das Problem heutzutage ist nicht, dass die Filme zu lang sind, das Problem ist, dass sie häufig unnötig lang sind. Muss ein Evil-Dead-Verschnitt wie Lee Cronin’s The Mummy wirklich länger als 130 Minuten sein? Und brauchte James Cameron wirklich über 190 Minuten, um in Avatar: Fire and Ash mehr oder weniger dieselbe Geschichte zu erzählen wie im bereits 192-minütigen Vorgänger? Darüber lässt sich streiten.

Eine mindestens zweistündige Laufzeit gilt inzwischen als Standard für Blockbuster. Kürzere Filmlängen stimmen insbesondere bei großen, effektreichen Produktionen skeptisch. Dass ein großartiger Popcorn-Film wie der erste Men in Black unter 100 Minuten laufen würde, wäre heutzutage undenkbar.

Gelegentlich überraschen Filme aber auch, indem sie sich diesem Trend nicht beugen. So wird Supergirl, der zweite Film aus dem rebooteten DCU von James Gunn, laut seinem Regisseur Craig Gillespie (siehe Interview-Video unten) einschließlich des Abspanns knapp 110 Minuten lang sein. Damit ist er rund 20 Minuten kürzer als der erste DCU-Auftritt von Supergirls Cousin Superman letztes Jahr und kürzer als jeder DCEU-Film mit Ausnahme von Birds of Prey, der 109 Minuten lang war. Supergirl ist auch kürzer als alle MCU-Filme außer The Marvels (105 Minuten). Hoffentlich wird ihn nicht dasselbe Schicksal an den Kinokassen ereilen wie das Captain-Marvel-Sequel, das zu einem der größten Kassenflops aller Zeiten wurde.

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Weder Birds of Prey noch The Marvels war ein besonders guter Film, Gillespie (Cruella) als Regisseur stimmt mich jedoch zuversichtlich. Milly Alcock stahl bereits in ihrem kurzen Gastauftritt in Superman letztes Jahr die Show und ich bin gespannt auf ihr Solo-Abenteuer als Supergirl, aber auch auf Jason Momoas ersten Auftritt als Kopfgeldjäger Lobo. Am 25. Juni fliegt sie in die deutschen Kinos. Hier findet Ihr den neuesten Trailer zum Film.

Quelle: Collider

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