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Quelle: Deadline

Eine der erfolgreichsten Sitcoms der 2000er steht möglicherweise kurz vor ihrer Rückkehr. Wie das Industrie-Portal Deadline berichtet, laufen erste Verhandlungen zum Revival von „Will & Grace“. Mittlerweile dürften die Zuschauer an die Rückkehr von einstigen Serienhits gewohnt sein. Alleine dieses Jahr erweckte Netflix „Full House“ als „Fuller House“ zum neuen Leben, FOX ließ Mulder und Scully in einem Revival von „Akte X“ neue unheimliche Fälle des FBI lösen und die „Gilmore Girls“ schauen bald mit vier spielfilmlangen Episoden bei Netflix vorbei. Das Timing des „Will & Grace“-Revivals ist auch kein Zufall. Vor fast genau einem Monat wurde ein brandneues zehnminütiges Special veröffentlicht, für das alle vier Hauptdarsteller der Serie – Debra Messing, Eric McCormack, Megan Mullally und Sean Hayes – ihre Rollen aus der Sitcom verkörperten. Produziert wurde die Szene im Rahmen der diesjährigen Präsidentschaftswahlen in den USA. Darin überzeugen Will (McCormack) und Grace (Messing) Jack (Hayes) Hilary Clinton zu wählen, während Karen (Mullally) Trump unterstützt. In Wahrheit unterstützen wohl alle vier Darsteller Clintons Kampagne und kamen gestern für einen ihrer Fundraiser wieder zusammen.

Der Clip wurde insgeheim produziert, kam für die meisten als Überraschung und schlug auf Anhieb ein wie eine Bombe. Mehr als 6 Millionen Aufrufe zählt das Video, das Ihr unten sehen könnt, bislang. Möglicherweise brachte dieser Erfolg die Produktionsfirma Universal TV auf die Idee, die Sitcom noch einmal im größeren Stil zurückzubringen.

Noch befinden sich die Verhandlungen in einem frühen Stadium. Geplant ist wohl eine in sich abgeschlossene zehnteilige Staffel. Es ist auch nicht sicher, dass sie vom Ursprungssender NBC ausgestrahlt werden würde. Viel eher werden wohl Video-On-Demand-Anbieter wie Netflix für das Revival in Betracht gezogen. Damit das Revival zustandekommt, müssen natürlich erst alle vier Darsteller sowie die Showrunner Max Mutchnick und David Kohan unter Vertrag gebracht werden. Nach der Absetzung von „Detective Laura Diamond“ und „The Millers“ haben Messing und Hayes auf jeden Fall die nötige Zeit. Lediglich McCormack spielt aktuell die Hauptrolle in einer Serie („Travelers“, die von Netflix co-produziert wird). Interessant wäre es natürlich auch, James Burrows als Regisseur zurückzubringen, denn schließlich inszenierte er jede einzelne der 194 Episoden der Originalserie. Das gibt es heutzutage eigentlich kaum.

Angesicht der Reisenerfolge, die „Fuller House“ bei Netlix feierte, ist es keine Überraschung, dass das Interesse an einem Revival von „Will & Grace“ groß ist. Als erste US-Serie, die von Anfang an offen homosexuelle Protagonisten hatte, war „Will & Grace“ ein Meilenstein und ein großer Quotenhit, der am Höhepunkt seines Erfolgs locker mehr als 20 Millionen Zuschauer Woche um Woche vor die Bildschirme lockte. Über ihre acht Staffeln hinweg gewann „Will & Grace“ insgesamt 16 Emmys, darunter einmal als „Beste Comedyserie“, jeweils einen für McCormack, Messing und Hayes sowie zwei für Mullally. Das Serienfinale machte einen Sprung um 20 Jahre in die Zukunft, sodass wir die Schicksale der Hauptcharaktere bereits kennen. Bei einem Revival müssen die Macher also darauf aufpassen, dass die Kontinuität eingehalten wird.

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