Olivia Cooke

Olivia Cooke in Ich und Earl und das Mädchen (2015) © Fox Searchlight

Quelle: The Hollywood Reporter

Seit Steven Spielberg mit seinem Geschichtsdrama Lincoln vor drei Jahren einen weiteren großen Publikums- und Kritikererfolg hinlegte und dafür 12 Oscarnominierungen kassierte, ist es um den erfolreichsten und umjubeltsten Regisseur aller Zeiten im Kino ruhig geworden. Doch zum Glück für Spielberg-Fans wie mich, wird sich das bald ändern, denn bis Ende 2017 erwarten uns gleich drei neue Filme des Regisseurs. Diesen Herbst startet mit Bridge of Spies – Der Unterhändler seine neuste Zusammenarbeit mit Tom Hanks, ein Politdrama aus der Zeit des Kalten Kriegs, geschrieben von den Coen-Brüdern. Nächsten Sommer kommt mit BFG – Big Friendly Giant die Adaption von Roald Dahls Märchen-Kinderbuchklassiker "Sophiechen und der Riese" in den Kinos und im Dezember 2017 bringt Spielberg wieder ein großes Science-Fiction-Werk in die Kinos, welches sich nach dem interessantesten seiner nächsten Projekte anhört.

Mit Ready Player One verfilmt er den gleichnamigen, 2011 erschienenen Roman von Ernest Kline, der im Jahre 2044 spielt, in dem die Menschen der tristen und verarmten Welt entfliehen, indem sie in OASIS, einer virtuellen Utopie, ein idyllisches Parallelleben führen. Der junge Außenseiter Wade Watts klinkt sich ebenfalls aus seinem grimmigen Leben aus, indem er sich mit Percival eine neue Identität innerhalb von OASIS erschafft. Kurz vor seinem Tod gibt der exzentrische Milliardär James Donovan Halliday, der Schöpfer von OASIS, eine virtuelle Schatzsuche innerhalb von OASIS bekannt. Der Gewinner soll zum Alleinerben von Halliday werden und neben seinem Vermögen auch Kontrolle über OASIS bekommen. Millionen weltweit begeben sich erfolglos auf diese Ostereiersuche, doch Wade gehört zu den wenigen, die überraschend über die erste Stufe hinauskommen. Damit zieht er unerwünschte Aufmerksamkeit auf sich und bekommt es schnell mit gefährlichen Gegnern zu tun, die vor nichts zurückschrecken.

Das Thema der virtuellen Realität, das gerade in den Neunzigern in Filmen so beliebt war, wurde in letzter Zeit ein wenig vernachlässigt, obwohl es gerade in der Zeit von Facebook, Twitter und Co aktueller ist denn je, wenn auch vielleicht anders, als damals vermutet. Daher ist eine Renaissance der Thematik im Kino durchaus angebracht und die Geschichte von Ready Player One klingt schon recht interessant, besonders unter Spielbergs Regie.

Während das Casting von Wade Watts noch läuft, hat Ready Player One jetzt seine weibliche Hauptrolle besetzt. Shooting Star Olivia Cooke setzte sich gegen Elle Fanning und Lola Kirke durch und ergatterte den Part von Samantha Cook alias  Art3mis, einer Bloggerin und Schatzjägerin innerhalb von OASIS, in die die Hauptfigur sich innerhalb der virtuellen Realität verliebt. Cooke, die erstmals durch "Bates Motel" in Erscheinung getreten ist und kürzlich in mittelprächtigen Horrorfilmen wie The Quiet Ones und Ouija zu sehen war, feierte dieses Jahr einen großen Kritikererfolg mit dem Sundance-Sieger Ich und Earl und das Mädchen, der im Dezember in Deutschland starten wird und anlässlich dessen wir die charmante Schauspielerin auch interviewt haben (mehr dazu später). In dem Film legt sie eine unglaubliche Performance hin, die sicherlich geholfen hat, die Rolle in Ready Player One zu bekommen (an Totalausfall Ouija lag es wohl eher nicht). Ich bin gespannt, welchen männlichen Jungstar Ready Player One verpflichten wird.

In die US-Kinos kommt Ready Player One am 15.12.2017, der deutsche Starttermin ist noch nicht bekannt.