Quelle: Deadline

Habt Ihr Euch dieses Wochenende bei Lights Out im Kino schön gegruselt und mochtet das simple, gradlinige Konzept des Films? Dann dürft Ihr Euch jetzt auf Nachschlag freuen. New Line Cinema hat nicht viel Zeit verschwendet und bereits kurz nach dem US-Start des Films eine Fortsetzung in Auftrag gegeben. Bei nur $4,9 Mio Budget, spielte der Film nach drei Wochen schon knapp $85 Mio weltweit ein. Was aber auch wichtig ist: die meisten Zuschauer mögen den Film (im Gegensatz zu unserem Rezensenten, der wenig Gefallen daran fand). Dafür sprechen sowohl die überwiegend positiven Rezensionen als auch das ungewöhnlich gute Durchhaltevermögen des Streifens an den US-Kinokassen, während die meisten Horrorfilme nach dem Start sehr schnell in Versenkung verschwinden. Es sieht sogar danach aus, als würde er in den USA zum erfolgreichsten Original-Horrorfilm seit dem ersten Conjuring werden. Das ist auch nicht die einzige Verbindung zwischen den beiden Filmen. James Wan, Regisseur der beiden Conjuring-Teile und Begründer der Saw– und Insidious-Franchises, fungierte bei Lights Out als Produzent und sein Name als Qualitätsgarant hat bei der Vermarktung des Films sicherlich geholfen.

Der Erfolg von Lights Out liest sich fast schon märchenhaft. Der Film beruht auf dem gleichnamigen, dreiminütigen Kurzfilm von David F. Sandberg, den der Schwede mit seiner Ehefrau Lotta Losten in der Hauptrolle (im Kinofilm ist sie in der ersten Szene auch zu sehen) drehte, weil er in seiner Heimat keine Gelder für eine Filmproduktion bekam. Die beiden stellten sich schon darauf ein, vorerst nur günstige Kurzfilme zu produzieren, als Lights Out plötzlich zu einem Internet-Phänomen wurde und Sandbergs Telefon klingelte. Am anderen Ende der Leitung war New Line Cinema, mit der Idee einer Spielfilm-Adaption mit Sandberg als Regisseur. Noch vor dem Release von Lights Out war das Studio mit seiner Arbeit an dem Film offenbar so zufrieden, dass er gleich als Regisseur von Annabelle 2, der nächstes Jahr in unsere Kinos kommen wird, verpflichtet wurde. Auch sein folgendes Projekt scheint nun festzustehen, denn bei Lights Out 2 soll er wieder im Regiestuhl sitzen. Das Drehbuch zum Sequel wird wieder aus der Feder von Eric Heisserer stammen. Ob jemand aus dem Cast des Originalfilms zurückkehren wird, ist unbekannt. Wie auch im Falle des Annabelle-Sequels, kann ich mir gut vorstellen, dass der Nachfolger eine ganz neue Geschichte erzählen wird.

Derweil möchte Sandberg nebenbei weiterhin Kurzfilme mit seiner Ehefrau produzieren, weil sie ihm viel Spaß bereiten. Und wer weiß, hinter welcher Ecke möglicherweise ein neues Erfolgs-Franchise lauert…