Quelle: ABC

Nächsten Herbst wird ABC an das Grey Sloan Memorial zurückkehren. Der Sender hat offiziell grünes Licht an eine 14. Staffel der Krankenhausserie „Grey’s Anatomy“ erteilt, eine Entscheidung, die niemanden überraschen sollte. Auch wenn die Serie in den USA nicht mehr über 20 Millionen Zuschauer pro Folge vor die Fernseher lockt, wie in ihrem zweiten oder dritten Jahr, gehört sie dennoch weiterhin zu den quotenstärksten Serien des Senders. Nur „Modern Family“ erzielt für ABC gelegentlich höhere Werte.

Mit 14 Staffeln wird „Grey’s Anatomy“ nicht nur weiter auf der Liste der am längsten ausgestrahlten US-Primettime-Serien vorrücken, sondern zudem kurz davorstehen, den Rekord von „Emergency Room“ als am längsten ausgestrahlte Krakenhausserie (15 Staffeln) einzustellen.

Obwohl „Grey’s Anatomy“ während der „goldenen Zeit“ des Network-Fernsehens nur wenige Monate nach den Hitserien „Desperate Housewives“ und „Dr. House“ gestartet ist und alle drei anfangs ähnlich erfolgreich waren, hat „Grey’s Anatomy“ die beiden längst überlebt und könnte auf lange Sicht womöglich mehr Staffeln erreichen, als „Desperate Housewives“ und „Dr. House“ zusammengenommen. Dazu müsste sie lediglich drei weitere Male verlängert werden, was angesichts des sehr beständigen Erfolgs der Serie nicht auszuschließen ist. Genau genommen bin ich mir recht sicher, dass ABC die Serie so lange im Programm behalten wird, so lange Hauptdarstellerin Ellen Pompeo Interesse hat, denn obwohl „Grey’s Anatomy“ bereits viele Hauptdarsteller im Laufe der Zeit verloren hat, könnte die Serie ohne Pompeos Meredith vermutlich nicht funktionieren. Darin liegt vielleicht auch das Geheimrezept für die Langlebigkeit der Serie. Hits wie „CSI“ oder „Emergency Room“ verloren irgendwann alle bzw. nahezu alle ihre Darsteller aus der ersten Staffel und hatten komplett neue Ensembles. „Grey’s Anatomy“ hat mit Pompeo, Chandra Wilson, Justin Chambers und James Pickens Jr. aktuell immerhin vier Stars der ersten Stunde an Bord und es ist davon auszugehen, dass sie auch für die 14. Season zurückkehren werden. Dafür müssen allerdings zunächst die Verträge mit den Darstellern neu ausgehandelt werden, denn aktuell haben die vier nur bis einschließlich Staffel 13 unterschrieben. Lediglich Jessica Capshaw steht für Staffel 14 bereits unter Vertrag. Ich bin sicher, dass die Einigung zwischen ABC und den Stars der Serie schnell erfolgen wird.

Eine mehrjährige Hauptdarstellerin wird „Grey’s Anatomy“ dennoch am Ende der 13. Staffel verlieren. Jerrika Hinton, die seit der neunten Staffel als Stephanie Edwards in der Serie zu sehen ist, wurde in Alan Balls neuer HBO-Serie besetzt und verlässt aus diesem Grund „Grey’s Anatomy“. Wie der Ausstieg ihres Charakters gehandhabt und ob die Tür für eine potenzielle Rückkehr offengelassen werden wird, ist noch unbekannt.

Wann Staffel 13 bei ProSieben losgehen wird, ist leider ebenfalls unbekannt. Die 12. Season wurde zwischen April und Dezember vergangenen Jahres ausgestrahlt, sodass die hiesigen Fans auf ein ähnliches Zeitfenster hoffen dürfen. In der neuen Staffel erwartet die Zuschauer alles, woran sie bei der Serie gewöhnt sind: Affären, Dramen, Schicksalsschläge und harte Fälle. Erstmals hat Ellen Pompeo bei einer Folge der Serie Regie geführt und tritt damit in die Fußstapfen ihrer Co-Stars Chandra Wilson und Kevin McKidd, die seit geraumer Zeit mehrere Folgen pro Season inszenieren. Wie schon die letzte Staffel, enthält auch Staffel 13 eine ganze Episode, die sich ausschließlich Jackson (Jesse Williams) und April (Sarah Drew) widmet. In den USA wird diese in März ausgestrahlt werden. Außerdem soll in den letzten vier Folgen ein großer neuer Antagonist eingeführt werden, ein charmanter, aber hinterlistiger und manipulativer neuer Arzt am Grey Sloan, dessen Rolle in der 14. Staffel noch größer werden soll. Noch wurde die Figur jedoch nicht besetzt.

Freut Ihr Euch, dass „Grey’s Anatomy“ weitergehen wird?