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Once (2006)

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Once (2006) Filmkritik

Once, USA 2006 • 86 Minuten • Regie und Drehbuch: John Carney • Darsteller: Glen Hansard, Markéta Irglová, Hugh Walhs, Gerard Hendrick, Alaistair Foley • Musik: Glen Hansard, Markéta Irglová • FSK: ab 12 Jahren • Kinostart: 17.01.2008

Dieser Film ist wie ein Hundebaby. Er tapst leichtfüßig durch die irgendwie komplizierte Welt, sorgt für schmachtende Ausrufe wie „Süüüüß!“, „Schön!“ oder „Schön süß!“. Das kann man Once durchaus als Makel anhaften, denn so schön und süß das auch sein mag, stolpert die Inszenierung ziemlich oft über – im Vergleich zu anderen Filmen sogar nur klitzekleinen – Momenten. Aber wie Welpen nun mal sind, ist das alles schlicht toll, großartig und unheimlich erwärmend.

Und wahr ist das alles ohnehin, denn in Once, da geht es um das ganz große Thema im Leben eines jeden: Liebe. Hach, da fangen wir doch alle an zu schmachten und zu schmusen, denn die vielleicht stärkste unserer Emotionen musste schon so oft als Vorlage dienen für seichte, viel zu oft auch der Liebe nicht gerecht werdenden Filme. Once nimmt es also mit den ganz großen Vertretern der Cappuccino-Filme auf, die man ganz bequem im Cafè um die Ecke schauen kann, auf seinem Macbook natürlich und währenddessen nach neuen Hornbrillen sucht.

once bild 1So passiert es also: Der Unbekannte trifft auf die Unbekannte. Namenlos schwirren sie durch Dublin und wissen, dass etwas in ihrem Leben fehlt. Bei dem einen ist es seine Freundin, die ihn betrogen hat und nach London zog, bei der anderen fehlt der Vater ihres Kindes. Während er also seine Leidenschaft auslebt in der Innenstadt und Lieder spielt, die seinen Schmerz auf wahnsinnig authentische Weise Ausdruck verleiht, tippelt sie Rosen verkaufend an ihm vorbei, lernen einander kennen, und all das sieht so aus, als passiere es direkt neben uns, jetzt gerade.

Weil jede Szene so herrlich unberührt, so absolut nicht gekünstelt wirkt, und man dem Film eher als wahrhaftige Dokumentation über die Liebe bezeichnen möchte, hat Once mehr zu sagen über Gefühle und insbesondere Musik als viele Filme zuvor. Beileibe wird nicht jede Zeile treffsicher versenkt, über einige Szenen könnte man die Stirn runzeln, wenn vorherig Gesagtes plötzlich vergessen ist. So unbeschreiblich die Liebe nun mal ist, so muss man Once diese Patzer verzeihen.

Schließlich ist Once einfach die ganz unaufgeregte, dezente Geschichte zweier Menschen, die sich treffen, die empfinden, um plötzlich ihren lang ersehnten Weg nach vorn zu beschreiten. Wenn der Junge und das Mädchen also im Musikgeschäft am Klavier sitzen und gemeinsam singen, sie am Klavier, er mit seiner halb-geschredderten Gitarre, und sie singen, einfach so drauf los singen sie, ohne Zurückhaltung oder Zeichen von Anspannung, Ängsten oder Sorgen, dann ist das wahrhaftig pure Liebe – nicht einzig für Menschen, sondern vor allem für die Musik und die Kraft, die in ihr schlummert und die Hoffnung, die sie auslösen kann und die Kraft, die sie schenkt.

once bild 2Beide schöpfen ihre Energie zwar auch voneinander, aber ihr Wille zur Veränderung keimt durch die Musik und sprießt am Ende unendlich. So schlendert das Mädchen nachts durch Dublin und huldigt mit dem Lied „If you want me“ der Aufrichtigkeit in der Liebe – und ich belohne es mit Gänsehaut, wie ich sie lang nicht mehr hatte. Musik wird hier umso wichtiger, je näher die beiden sich kommen; weil sie Gefühle für andere hegen oder zumindest es erneut versuchen wollen, nur nicht mit dem Gegenüber, offenbart Regisseur John Carney gerade mit dem Wille zur Hässlichkeit in vielen Einstellungen und dem bäurischen Drehbuch sein Wissen: Mit Musik erreiche ich mehr als tausend gesprochene Worte. Das ist wahrhaft großartig.

So bedarf es wenig Worte für diesen kleinen Film, der in seinen stärksten Szenen zu groß ist, um ihn zu beschreiben. Once ist eben wie die Liebe: Man muss es erlebt haben, um es zu verstehen.

True Detective – Kritik zur 1. Staffel

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True Detective Season 2 Darsteller

Manchmal möchte man sich ohrfeigen, weil man so ein dummer Drecksack ist. Weil man sich nicht wiederfindet in den ewig gleichen Moralvorstellungen der Dümmeren; lieben sollst du, feiern und arbeiten, abnicken und frohlocken. Wer genauer hinsieht, erblickt die totale Herrschaft der gesellschaftlich veralteten Konvention des Lebens. Wer auszubrechen versucht, gilt als Störenfried, als Bestätigung des Andersseins, das viele Menschen über Jahrzehnte selbstliebend und für ihre Moral wohltuend definierten. Diesen Stereotypen des Lebens werden die Charaktere aus True Detective nicht gerecht – selbst die Serie als Gesamtes hebt sich über jede formale Alleinstellung der gar nicht so neuen Merkmale der Qualitätsserien, denn so etwas hat es noch nie gegeben. True Detective schrammt knapp vorbei an der Art von Lobhudelei, bei der ich das Gesehene am liebsten mit nacktem Oberkörper und wildem Geschrei zelebrieren möchte.

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Würde jeder inneren Befriedigung ein Klatschen folgen, so hätte ich nach allen acht Folgen von True Detective zwei gebrochene Hände. Mit so viel Geschwurbel, so viel Stil und so viel Philosophie erzählte man noch nie. Gleichwohl mag man meinen, ach, das ist doch nur eine Krimiserie von HBO, die dem klassischen „Wer-hat-es-denn-nun-getan“-Muster folgt; herunter gebrochen auf eine formale Inhaltsangabe mag das stimmen, aber diese morbide Perfektion erreicht True Detective eben erst durch seine beiden Ermittler und deren Ansichten einer Welt, die frei eines Sinns in die Dunkelheit driftet, deswegen aber so ungehemmt fasziniert. Rust (Matthew McConaughey) und Marty (Woody Harrelson) heißen sie, die beiden Zerstörer ihrer Welten, die beiden wahren Detektive, die Antihelden einer neuen Generation. Wenn Fernsehen das Deprimierende derart kratzig wie betäubend einfängt wie True Detective, darf es dann gerne noch düsterer werden, solange, bis die Zuschauer beginnen sich zu ritzen ob der tiefenschwarzen Abgründe.

So obliegt es also Rust und Marty in den 90ern diesen einen Fall zu lösen: Ein junges Mädchen festgebunden an einem Baum, tot, mit einem Geweih auf dem Kopf, umgeben von mysteriösen Stockwerken und mit einem merkwürdigen Zeichen auf dem Rücken liegt sie so da in der schwülen Sonne, umrahmt von Blättern und Ästen, die Leben darstellen sollten, aber inmitten dieser grau-braunen Felder doch eher nach Tod schreien. Ritualmörder, Psycho oder dann doch Hinterwäldler, die am ehesten noch infrage kämen in diesem schauerlichen Bundestaat Louisiana – wer es denn nun getan hat, diese Frage stellt sich schon bald nicht mehr, längst hält Regisseur Fukunaga den Zuschauer gefangen in seiner unmittelbar wirkenden Alptraumwelt mitten in Amerika.

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Am Ende sehen die Zuschauer drei Zeitebenen, umrahmt von dem ewig währenden, in jedem Bild eingefangenen Pessimismus dieses elenden Louisiana. 2012 werden Marty und Rust dann von Polizisten vernommen, offenbar, um bei einem aktuellen Fall beizustehen, aber schon 1995 und 2002 geschieht genug, dass man weiß: Die einzigen, die Beistand so dringend brauchen, sind Marty und Rust. Ausgerechnet diese beiden Monumente an die Herrlichkeit des Scheißeseins sollen brillante Ermittler sein, sollen Menschen helfen und Morde aufklären; am Ende dieser ersten Staffel lernt man als Zuschauer dann allerdings auf einprägsame Art, wie dieses „True Detective“ gemeint ist und wie sehr mit dieser Bezeichnung, nein, wie viel mit dieser Berufung, dieser Bestimmung einher geht.

Dieser Mythos rund um diese Serie ist ein berechtigter – die euphorische Liebesbekundungen ebenso. Durch Serien wie The Wire, Six Feet Under, Twin Peaks oder Sopranos ist das sogenannte Qualitätsfernsehen längst ein alter Hut, durch die mediale Steigerung für den Austausch der Zuschauer nimmt man diesen Begriff „Qualitätsfernsehen“ aber erst jetzt viel zu oft in den Mund, posaunt ihn heraus im Angesicht von Breaking Bad, Dexter, Game of Thrones oder The Walking Dead. Sie alle mögen toll sein und manchmal sogar herausragend, ja wirklich, aber True Detective ist das Monstrum, das diesem Begriff die Definition stiehlt, weil sie zu plump, zu abschätzig wäre für HBOs neues Meisterwerk. Verdammt, True Detective ist das beste, was man bislang als Serie sehen durfte.

true detective bild 3Das liegt an so vielen kleinen und großen Dingen. Das große Ding hier, das ist die Komplexität, nicht allein wegen dem Mord an der Frau. Tatsächlich steckt weniger dahinter, als man anfangs vielleicht noch dachte, nach immer neuen Details lechzt man dennoch wie ein durstiger Köter in der Wüste. Man bekommt sie, die Spuren, die von hier nach da führen, von den greisen Feldern zu den maroden Sümpfen, von unten nach oben in der Gesellschaft. Neu oder irgendwie innovativ ist das aber sicher nicht, zumindest nicht das bloße Aufdröseln des Kriminalfalls. In True Detective stecken die vielen Teile des Ungelösten in dem Gesagten der beiden Ermittler. Der anfangs schlaksig wirkende Rust watschelt die Menschheit ab in bitterbösen Monologen über unsere klägliche Programmierung, die ermüdende Bedeutung der Wertevorstellungen und die lebensverneinende Wirkung auf seine Mitmenschen.

Die Zeit rennt, während Rust immer mehr seiner Ansichten hinaus schleudert mit einer Unmenschlichkeit, die man selten zuvor in so einer Konsequenz sah. Wenn er fordert, die Menschheit solle Hand in Hand in den Untergang gehen, wenn er so darüber redet, dass wir alle ein riesengroßer Fehler seien und hier nicht hingehören, dass das Leben wie ein Traum mit einem Monster endet, dann gerinnt Sympathie für diesen Vollzeit-Pessimisten zu einer unerklärlichen Abfolge von abnicken und kopfschütteln. In seiner für ihn sträflichen Existenz schimmert auch immer der dunkle, aber nicht zu übersehende Wunsch nach einer finalen Erfüllung seiner Träume; wer die Welt sieht wie er, verstrickt sich zunehmend in immer krudere Hasstiraden gegen all das, was er mit seinen Erlebnissen nicht in Einklang bringen kann, verliert dabei doch Stück für Stück sein inneres Verlangen von Sehnsucht nach Friede, weil er nicht weiß, was den Schmerz in ihn auslöst – seine auf Tod aufbauende Philosophie oder die Tatsache, dass der Tod ihn seit ehedem begleitete und ihn zu diesen Gefühlen leitete? Ein gefallener Engel, verwandt mit dem Teufel, unverkennbar, aber brillant in seinem Tun und manchmal gerecht zu denen, die es verdienen.

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Dass diese geradezu undurchdringlichen Gedankenwege den durchschnittlichen CSI-Zuschauer schinden, ist egal und in erster Linie auch nicht wichtig. Schafft es aber tatsächlich ein Matthew McConaughey, diesem Elend aus Selbstbetrug und nihilistischem Kampf mit sich und der Welt ein tatsächlich menschliches Gesicht zu schenken, diesem Rust seine nicht zu leugnende Eleganz in all seinen Wortgefechten, Bewegungen und Schlägen zu verleihen, so bleibt am Ende der ersten Staffel ein Schauspieler, der eindringlicher, unverbesserlicher, ach fuck, ich sag’s jetzt, der besser nicht spielen kann. Olymp, öffne dich!, ein neuer Gott betritt dein Reich, er muss reich belohnt werden, denn genau so überhöht und fernab des Weltlichen erschafft er hier die vielleicht komplexeste Figur in einer derartigen Serie.

Reichlich trocken dagegen mutet die konservative Stocksteif-Denke an, die Marty diesem pechschwarzen Gedankengut entgegenbringt. Er entspricht so vielem, was Rust der Welt ankreidet, diese eingebildete Moral, mit der er sich über andere hebt und sein missratenes Dasein als Ehemann, dass dem Begriff Liebe abschätzig wird. Wenn die beiden als Ermittler-Duo warm werden, dann doch nur, weil der eine den anderen schrecklich abgefucked findet. Ihre Beziehung zueinander verläuft sich in Mitleidsbekundungen und Aufopferung in jeweils ganz eigenen Lebensweisen. Ein Sympathieträger findet sich hier nicht. Erlösung, nun ja, vermutlich auch nicht.

true detective bild 4Ausgerechnet Freidreher Woody Harrelson sorgt hier wie sein Kollege für die Leistung seines Lebens. Ist das denn möglich, fragt man sich, der hat doch so verrückten Kram gemacht wie Natural Born Killers oder Larry Flynt, zuletzt dann in unverkennbaren Nebenrollen in eher so mittelmäßigen Filmen (7 Psychos, Tribute von Panem) brilliert. Hier aber, das ist die finale Antwort, da duelliert er sich mit McConaughey in einem derart gegenteilig-intellektuellen Schlagabtausch – und ringt ihn mehr als einmal zu Boden in seiner kaum zu ertragenden Bosheit, wenn sein Lügenleben zerbricht und seine Augen mehr Schmerz verbreiten als ein guter, altmodischer Baseball-Schläger. Es ist also schon mehr als erstaunlich und gleichfalls so utopisch, dass Regisseur Fukunaga und Drehbuchautor Nic Pizzolatto diesen beiden Riesen dem Destruktiven so viel Glaubwürdigkeit und Schmerz schenken lassen.

Und so lotet True Detective aus, was der Zuschauer bereit ist, zu ertragen. Er sieht das Böse nicht, und wenn, dann nur in den beiden Polizisten, in kleinen Nuancen eben, doch das wahre Grauen bleibt solange verborgen, schimmert immer nur ein bisschen durch, während der Mörder mordet und die Ermittler ermitteln und ein Krieg wütet, der alle Beteiligten körperlich wie seelisch erdrückt.

Mit der fünften Folge ändert sich dann auch das Verhältnis zur Spannung. Schon am Ende der vierten Folge inszeniert Fukunaga eine brillante Hetzjagd, in der das Filmhandwerk perfektioniert scheint, doch die Definition von Gut und Böse dann noch einmal definiert werden muss. Ab diesem Zeitpunkt ändert sich alles; zuvor in leisen Tönen den Grundtenor der Denkweisen von Rust und Marty vorstellend, reißt sich das Unnahbare los und gibt dem Bösen ein Gesicht. Und auch die Polizisten verwerfen ihre Prinzipien für ein Stück Gerechtigkeit. Drei Episoden folgen noch. Das Herz pocht pro Minute in Zahlen, die nicht mehr messbar sind.

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Über das weltliche Sein reden Marty und Rust genug. Wer genau hinhört und vor allem hinschaut, der wundert sich, wie überhöht und mystisch die letzten Stunden den eigentlich durchschaubaren Fall ins Hinterzimmer des Übernatürlichen schieben. Wer biegt und bricht, kann hier am Schluss alles erklären; wer seine Seele offen hält für Verschwörungen, wird frohlocken angesichts vieler kleiner Anspielungen. Sie alle zu finden, bedarf Zeit. Aber wie die ewig währende Suche nach dem Mörder die Leben von Rust und Marty verzehrten, so muss auch der Zuschauer sich einlassen auf diese perfide Perfektion.

Es mag anstrengend sein. True Detective raubt Kräfte, zertrümmert Konventionen, straft Erwartungen ab, erzählt mit simplem Handlungsaufbau mehr als jede andere Krimiserie. Aber dann, am Ende, wenn man alles sichtete und verstand und überdachte, wird man reich belohnt. Das ist wohl die Essenz von True Detective: Schließlich gewinnt das Licht, egal wie viel Dunkelheit herrscht. Man muss es nur erkennen.

Der Film-Weltmeister 2014 heißt: Pulp Fiction!

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Unsere Jungs in Rio haben es gepackt! Und auch unsere Filme-Weltmeisterschaft geht nach einem Monat zu Ende: Im Finale konnte sich Quentin Tarantinos "Pulp Fiction", das alle Spiele im Turnier gewann, relativ souverän gegen David Finchers Kultfilm "Fight Club" mit 44:37 durchsetzen und darf sich der beste Film auf der Welt schimpfen! Im Spiel um Platz 3 schlug "Sieben" Christopher Nolans "The Dark Knight", damit konnte David Fincher immerhin zwei seiner Filme aufs Podium katapultieren, wenn auch der ganz große Wurf am Ende ausblieb.

Das sind die ersten vier:

1. Pulp Fiction

 

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2. Fight Club

 

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3. Sieben

 

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4. The Dark Knight

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Turnierbaum (zum Vergrößern bitte anklicken)
Film-WM-ende

Ergebnisse der Gruppenphase

Wir danken allen Teilnehmern an unserer Filme-WM und hoffen ihr hattet ebenso viel Spaß wie wir. Vielleicht werden wir das Turnier in einer ähnlichen Form zu passender Gelegenheit wiederholen – vielleicht mit TV-Serien anstatt mit Filmen? oder nur mit europäischen Filmen? Wenn Ihr Ideen habt, wie die nächste Filme-WM/EM/Champions League aussehen könnte, haben wir für euch immer ein offenes Ohr. Adiós!

Das Finale der Filme-WM 2014: Pulp Fiction oder Fight Club?

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Die Abstimmung für das Finale hat begonnen, bis Sonntag um 20 Uhr, eine Stunde vor dem Deutschland-Spiel, habt ihr noch die Gelegenheit, für eure Favoriten abzustimmen. Abgestimmt wird diesmal für das Finale und das Spiel um Platz 3.

Hier geht’s zur Abstimmung.

Der Film mit den meisten Stimmen in dem jeweiligen Duell geht als Gewinner vom Feld. Bei einem Unentschieden in der regulären Spielzeit wird die Abstimmung um einen Tag verlängert. Sollte es dann noch immer nicht zu einer Entscheidung gekommen sein, werden alle Logs gelöscht und alle bisherigen Voter dürfen ein zweites mal abstimmen, wobei nur die ersten neun Abstimmungen gezählt werden.

Filme-WM 2014: Halbfinal-Abstimmung hat begonnen

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Die Abstimmung für das Halbfinale hat begonnen, bis Donnerstag um 15:59 Uhr habt ihr noch die Gelegenheit, für eure Favoriten abzustimmen.

Hier geht’s zur Abstimmung.

Der Film mit den meisten Stimmen in dem jeweiligen Duell zieht ins Finale ein, die Verlierer spielen den dritten Platz aus. Bei einem Unentschieden in der regulären Spielzeit wird die Abstimmung um einen Tag verlängert. Sollte es dann noch immer nicht zu einer Entscheidung gekommen sein, werden alle Logs gelöscht und alle bisherigen Voter dürfen ein zweites mal abstimmen, wobei nur die ersten neun Abstimmungen gezählt werden.

Cuban Fury – Echte Männer tanzen (2014)

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Handlung

Bruce Garret hat wenig Selbstbewusstsein, ist blass und auch etwas übergewichtig. Nicht gerade der klassische Salsa Tänzer. Um sein monotones Leben wieder etwas aufregender zu gestalten beschließt er, Tanzstunden bei seinem alten Mentor zu nehmen. Sein Ziel: Die Frau seiner Träume mit der unwiderstehlichen Macht des Salsa zu erobern.

Kritik

Nick Frost, der in dieser Komödie die Hauptrolle spielt, dürfte vielen Zuschauern noch aus “Shaun of the Dead” oder auch der Polizeikomödie “Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis” bekannt sein. Durch seine unbeholfene Tollpatschigkeit und seiner sympathischen, individuellen Art zu spielen, hat er als Sidekick bereits so manchen Film aufgewertet und vor dem Mittelmaß bewahrt.

In diesem Film übernimmt er die Hauptrolle und gibt sein Bestes, damit “Cuban Fury” nicht in der Masse der großen und kleinen Komödien untergeht. Wenn sein Charakter Bruce Garret die Tanzfläche betritt und seine Salsa-Magie den Zuschauer im Kinosaal genauso unerwartet trifft wie die Akteure des Films, ist das gleichzeitig amüsant und auch faszinierend. Man sieht es ihm auf den ersten Blick nicht an, aber Bruce Garret kann tanzen. Und wie! Alle anderen Aspekte dieser Komödie sind jedoch völlig austauschbar, langweilig und mutlos, so dass sich schon ab der Hälfte der Laufzeit gepflegte Langeweile im Kinosaal breitmacht. Das liegt vor allem daran, dass es viel zu wenig wirklich witzige Szenen gibt. Das ist nun mal das Hauptaugenmerk einer Komödie. Die Geschichte muss nicht besonders komplex, die Charaktere nicht komplett ausgearbeitet sein. Der Humor zählt. In diesem Punkt versagt der Film auf fast ganzer Linie. Die einzige Pointe die dieser Film bietet, lautet: Dicklicher, tollpatschiger Mann tanzt Salsa.

Mal ehrlich, dass ist viel zu wenig. So lässt uns auch das Finale völlig kalt, wenn Bruce Garret, ihr ahnt es schon, zum x-ten Mal eine heisse Tanznummer auf dem Parkett hinlegt, die genauso abläuft wie die vielen Male davor. Die Nebendarsteller verblassen fast alle und tragen kaum etwas zur Geschichte oder des Humors dieses Filmes bei. Im Grunde handelt es sich hierbei gar nicht um richtige Charaktere, sondern vielmehr besteht das Umfeld des Helden aus einer Ansammlung von Klischees, welche von den Schauspielern dargestellt werden. Der Gegenspieler Garrets ist einfach nur böse und lässt keine Gelegenheit aus, dem Zuschauer zu zeigen wie böse er tatsächlich ist, auf eine erstaunlich unlustige Art und Weise. Die Frau seiner Träume verhält sich extrem unlogisch und manchmal auch schlichtweg dumm, damit bestimmte dramaturgische Spannungen aufgebaut werden, die diesem Film nicht gut tun, sondern ihn stattdessen in die Länge ziehen. Diese Dame würde im echten Leben keinen Mann länger als 5 Minuten faszinieren können. Natürlich gibt es auch den homosexuellen Charakter, der ganz lustig und schrill ist und so abgefahren dargestellt wird, dass er fast schon wieder spießig ist. Auch die Geschichte kann nicht überzeugen. Nach etwa 5 Minuten weiß jeder Zuschauer ganz genau, wie dieser Film enden wird. Es gibt nicht eine einzige Überraschung. Jeder Charakter verhält sich exakt so, wie wir es als Zuschauer von ihm erwarten würden. Von der ersten bis zur letzten Minute. Eine extrem langweilige Angelegenheit. Das wäre alles halb so wild, wenn der Humor passen und uns entsprechend von den weniger guten Aspekten dieses Filmes ablenken würde. So jedoch wird er weder Fans von Komödien, noch von Liebesfilmen oder gar Tanzfilmen begeistern können, da er viel zu wenig von allem bietet und sich nicht für einen Schwerpunkt entscheiden kann.

Fazit

Nick Frost macht die Sache richtig gut. Wenn er als Bruce Garret sein Tanzfieber auf uns loslässt ist dies in den ersten Minuten einfach nur faszinierend. Leider nutzen sich diese Szenen mit fortschreitender Spieldauer ziemlich schnell ab. Dies liegt vor allem daran, dass der Film nicht mehr zu bieten hat. Viel zu brav, viel zu ideenlos ist der Rest gestaltet worden. Immer wieder werden die Tanzeinlagen als humoristischer und dramaturgischer Höhepunkt eingesetzt und langweilen damit spätestens ab dem letzten Drittel. Der Film wirkt auf mich so, als hätte sich der Regisseur viel zu sehr auf Nick Frost als Hauptdarsteller verlassen und dabei die anderen Zutaten die eine gute Komödie ausmachen, größtenteils ignoriert. Übrig bleiben zwei wirklich gelungene Tanzeinlagen und der ein oder andere gute Salsa-Song. Für einen erfüllten Kinoabend zu wenig.

Von Michail Grammatikakis

Lese-Tipp für Gamer: Wenn Verbrecher Spiele synchronisieren und aus Opium Bananen werden!

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Ein Buch? Wirklich? In Zeiten von Online-Magazinen, die rund um die Uhr jeden noch so kleinen Informationsschnipsel auf PC und Smartphone bringen, empfehlen wir antiquiertes Papier?

uwfg_coverDefinitv, wenn es sich um ein witziges und gut recherchiertes Kleinod, wie dem Band „Unnützes Wissen für Gamer“ von Björn Rohwer handelt. Der Autor hat 555 witzige, originelle und teilweise absurde Fakten aus der Geschichte des Videospiels zusammengetragen und bietet die kurzweilige Lektüre zum moderaten Preis von 6,60 über den Versandhändler Amazon und seiner eigenen Internetseite (http://unnuetzeswissen.bjoernrohwer.de/) an. Möchte man gerne unbedingt etwas bemängeln, dann vielleicht die Tatsache, dass sich ein guter Teil der Kurzinformationen auf Nintendo-Spiele beziehen und Zelda, Mario und Luigi übermäßig vertreten sind. Schmälert das den Unterhaltungswert? Auf keinen Fall! Als Kostprobe hier unsere ganz persönlichen Top 5:

1. In Hitman 2: Silent Assassin befindet sich ein Pizzakarton der fiktiven Firma Fleck Pizza, auf der in Dänisch der Satz „Echte Pizza mit Scheiße drauf“ steht.

2. Nintendos strenge Jugendschutzrichtlinien sorgten dafür, dass eine Bande von Opiumschmugglern aus dem GameBoy-Titel Final Fantasy Legend II zu einer Bananenschmugglerbande wurde.

3. Luigi trägt grüne Kleidung, da der Speicherplatz bei Mario Bros. stark limitiert war und man ihm durch diesen Sparzwang eine bereits verfügbare Farbe geben musste. Man entschied sich für die Farbe des grünen Koopapanzers.

4. Rockstar hat für die Synchronisation in Grand Theft Auto V für mehr Authentizität echte Kriminelle und Bandenmitglieder engagiert. Einer der Synchronsprecher wurde erst am Tag vor seiner Aufnahme aus dem Gefängnis entlassen.

5. Nintendo hält die Rechte an zwei Pornofilmen, Super Hornio Brothers und Super Hornio Brothers 2, die Elemente aus der Super Mario-Spielen aufgreifen. Die Rechte wurden gekauft, damit die Filme nie veröffentlicht werden.

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Von Ulrich Wimmeroth

Mark Wahlberg im Interview: "Ich mache keine Filme wegen Kritikern."

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Am 17. Juli startet "Transformers 4: Ära des Untergangs" in den deutschen Kinos – zu diesem Anlass hatten wir Gelegenheit, mit dem Hauptdarsteller Mark Wahlberg zu sprechen. Wahlberg gewährt Einblicke in sein Innenleben und spricht mit uns über seinen Umgang mit der harten Kritik an dem neuen Transformers-Film, seine Ambitionen in der Musikbranche, seinen nachgeholten High-School-Abschluß und was er über Deutschland denkt.


FILMFUTTER: Ihre Hand ist bandagiert. Haben Sie sich verletzt?

Mark Wahlberg: Das ist gar nichts. Eine alte Sportverletzung, die sich jetzt wieder gemeldet hat. Es ist nichts gebrochen, sondern die alte Wunde macht einfach wieder ein bisschen Ärger. Das Boxen hat mir das damals eingebracht. Kein Grund zur Sorge.

Wie gefällt Ihnen Ihr heutiger Aufenthalt in Berlin?

Ich liebe Berlin. Leider habe ich es bisher nur aus dem Hotelfenster und dem fahrenden Auto gesehen. Immer wenn ich hier bin ist mein Terminplan so voll, dass ich mir nichts ansehen kann. Auch dieses Mal: Ich war zwar gestern gut essen und werde heute nochmal gehen, aber abends muss ich abreisen, weil meine Frau nächsten Dienstag Geburtstag hat. Ich sehe also wieder kaum etwas von Deutschland. Ich würde theoretisch auch mal auf Urlaub hierher kommen, aber meine Frau sucht unsere Reiseziele aus und weil sie aus Florida kommt, mag sie eher karibisches Klima. Ich überhaupt nicht. Ich bin kein großer Strand-Typ. Wenn die Kinder ein bisschen älter sind, packe ich sie vielleicht ein und mache Urlaub hier.

Im "Transformers 4" sind Sie ein Vater, der seine Tochter beschützt – vor allem vor Jungs. Wie gehen Sie in dieser Hinsicht mit Ihren Töchtern um?

Ich bin in dieser Hinsicht verrückt. Noch schlimmer verrückt als meine Figur in "Transformers". Ich habe mit meinen Kindern viel Spaß, aber wenn es um meine Tochter und einen Jungen geht, dann hört für mich der Spaß auf (lacht). Ich habe da einen enormen Beschützerinstinkt. Ich meine: Jungs sind echte Idioten. Wenn es nach mir geht, dann sollten meine Töchter erst mit Jungs ausgehen, wenn ich unter der Erde liege.

Was macht einen guten Vater aus?

Für mich ist ein guter Vater in jeden Lebensbereich seiner Kinder involviert. Ich hatte einen Vater, der mich sehr geliebt hat, aber als meine Eltern sich getrennt haben, habe ich mit ihm nicht so viel Zeit verbringen können wie ich mir gewünscht hätte. Er hat enorm hart gearbeitet, um Essen auf den Tisch zu stellen. Er hat für mich und meine Geschwister gesorgt, aber mit involviert meine ich nicht finanzielle Versorgung. Ein guter Vater kümmert sich meiner Meinung nach vor allem auf emotionaler Basis. Er ist jemand, dem die Kinder vertrauen können, dem man alles anvertrauen und auf den man immer zählen kann.

Hat Ihr Vater Ihnen Männlichkeit vermittelt?

Ich war von genügend Männlichkeit umgeben. Ich hatte sechs Jungs um mich, meinen Vater und dann auch noch unseren Block. Dafür hat mein Vater mir etwas anderes vermittelt: Meine Liebe zum Kino. Wir haben damals oft Filme gesehen und er hat seine Leidenschaft dafür an mich weitergegeben.

Was lieben Sie so sehr am Film?

Grundsätzlich liebe ich das Geschichtenerzählen. Ich mag es, wie ein Film dich aus deinem Leben in eine andere Welt mitreißen kann. Man lernt dazu und wird mit anderen Kulturen, anderen Orten und Sitten vertraut gemacht. Das ist für mich die höchste Form von Kunst und Entertainment.

Zu welcher Art Filme hat Ihr Vater Sie mitgenommen?

Er hat mich zu Filmen mitgenommen, die für Kinder meines Alters absolut unangemessen waren. Keine Pornos, aber "Hard Times" war zum Beispiel der erste Film, den ich je gesehen habe. Ich war damals noch winzig. Die Kampfszenen haben sich damals tief in meinen Kopf eingebrannt.

Haben Sie Ihre Kinder zu "unangemessenen Filmen" wie "Transformers" mitgenommen?

Ja. Meine Kinder waren noch nie so stolz auf meinen Beruf. Ich finde aber nicht, dass "Transformers 4" in dieser Hinsicht unangemessen oder bedenklich ist. Es ist klar, dass die Leinwandgeschehnisse völlig irreal sind. Meine Kinder haben das sofort verstanden.

Wie ist es plötzlich von der Ein-Mann-Armee zum Vater gecastet zu werden?

Ich mag es, heute diese Art von Rollen spielen zu dürfen und ich habe kein Problem damit älter zu werden. Wo ich herkomme hat die Vaterrolle aber gar nichts mit dem Alter zu tun. Die Jungs sind da mit 35 schon Großväter. Was ich an meiner Rolle in "Transformers" am meisten nachvollziehen kann, ist übrigens sein Wunsch, die Tochter vor dem Fehler zu bewahren, den er selbst gemacht hat – in der High School ein Kind bekommen. Er will, dass sie die Schule beendet und studieren kann, bevor sie sich mit Jungs trifft.

Apropos Schule – Sie haben gerade die High School beendet, richtig?

Ja, ich habe vergangenen Juni meinen Abschluss gemacht. Die Schule abgebrochen zu haben war die Sache, die ich in meinem Leben mit am meisten bereut habe. Ich will nicht, dass meine Kinder zu mir kommen und mich fragen, warum sie die Schule zuende machen sollen, wenn ich es doch auch nicht getan habe. Ich musste aber nicht die Schulbank drücken, um den Abschluß nachzuholen. Während ich herum gereist bin, konnte ich die Kurse online machen und mir von einem Tudor helfen lassen. Die ganze Sache war gar nicht so leicht. Manche Dinge waren leichter als andere und manche waren als würde ich Chinesisch lernen. Aber jetzt habe ich zumindest die Option studieren zu gehen, wenn ich das gerne möchte. Vielleicht nehme ich ein paar Kurse am College oder studiere Filmwissenschaften.

Haben Sie Ambitionen, in die Regie zu gehen?

Absolut. Vor allem jetzt, wo ich zweimal mit Michael Bay zusammenarbeiten durfte. Wenn ich sehe, wie er sich auf dem Set bewegt, dann bekomme ich noch mehr Lust auf die Regie. Ich habe niemals jemanden getroffen, der mehr über jeden einzelnen Aspekt des filmischen Prozesses weiß als Michael. Ich habe mit tollen Regie-Talenten gearbeitet und von ihnen allen etwas gelernt, aber Michael ist ein Visionär. Es ist unglaublich, was er zum Leben erweckt. Dass diese Welten in seinem Kopf existieren und dann herausschießen, ist enorm.

Wie haben Sie auf das Rollenangebot für "Transformers" reagiert?

Michael hat mich persönlich gefragt, als wir "Pain&Gain" miteinander angesehen haben. Er fragte, ob ich Lust auf eine zweite Zusammenarbeit habe und ich habe ihm sofort zugesagt. Er hat mir erst später verraten, um was es geht. Ich habe mir dann das Pro und Contra überlegt und Pro hat eindeutig überwogen. Wir hatten eine tolle Zusammenarbeit hinter uns – er wusste, worauf er sich mit mir einlässt und ich habe ihm die Art von Charakter gegeben, die er nach "Pain&Gain" von mir erwartet hat.

"Transformers" hat auch eine kritische Seite. Wie sehen Sie selbst den technischen Fortschritt?

Ich kann den kritischen Aspekt nur bestärken. Wir haben heute großartige und sinnvolle Fortschritte zu verzeichnen, aber großartige Technik in den falschen Händen kann unglaublich gefährlich werden.

Sind Sie technisch versiert? Wie ist es zum Beispiel mit Autoreparaturen?

Ich bin eine Zeit lang einen alten Truck gefahren und habe oft in der Garage gearbeitet. Ich bin also ziemlich geschickt, was diese Art von Technik betrifft.

Im Film ist Ihre Figur Erfinder. Haben Sie je etwas erfunden?

Ich habe meine Karriere "erfunden". Meine ganze Zeit ist dafür drauf gegangen, das muss also reichen. Obwohl es Millionen von Dingen gibt, die ich gerne erfunden hätte. Das I-Phone zum Beispiel – dann wäre ich jetzt nicht hier (lacht). Eigentlich alles, das uns das Leben erleichtert.

In der Debatte Technik gegen Glaube – auf welcher Seite stehen Sie da?

Mein Glaube und meine Familie sind die wichtigsten Dinge in meinem Leben. Jemand hat mich heute schon gefragt, ob ich an Aliens glaube. Ich habe geantwortet: "Nein, ich glaube an Jesus." So einfach ist es für mich.

Auch im Film überragt die Menschlichkeit kritisches und technisches Moment…

Das menschliche Moment ist alles, worauf wir uns beim Geschichtenerzählen konzentrieren können, oder nicht? Das hat Michael mit "Transformers 4" wirklich gut gemacht, denn er hat einen Vater, der außergewöhnliche Dinge tut, um seiner Tochter das Leben zu retten. Der Ausgang soll Hoffnung geben.

Was sagen Sie zu der harten Kritik am Film?

Ich mache keine Filme wegen Kritikern. Ich mache jede Art von Film und bin mit jedem Genre einverstanden, aber obwohl ich immer hoffe, dass ein Film den Leuten gefallen wird, ist es nie das letzte Ziel. Manchmal mögen die Leute den Film, manchmal nicht und manchmal kommt etwas anderes dabei heraus als man sich erhofft hat, aber darum alleine sollte es einem Schauspieler nicht gehen. Man versucht das Bestmögliche daraus zu machen.

Sind Sie zu diesem Zeitpunkt Ihrer Karriere noch an Art-House interessiert?

Ja. Nach "Transformers" habe ich einen sehr kleinen Film gemacht. Das Projekt heißt "The Gambler" und ich spiele einen Literaturwissenschaftsprofessor, der mit ernstzunehmenden Suchtproblemen kämpft. Der Film könnte sich kaum mehr von "Transformers" unterscheiden: Es ist ein winziges, charaktergesteuertes Stück. Die Rolle hat mich als Schauspieler sehr herausgefordert. Hier sieht mich das Publikum von einer Seite, die man nicht von mir kennt. Ich habe den Film mitproduziert und stehe wirklich hinter dem Projekt, weil es eine großartige Geschichte erzählt. Ich habe selbst eine dramatische Vergangenheit, daher hat mir die Geschichte umso mehr gefallen.

Gibt es für Sie als Schauspieler einen Unterschied zwischen Art-House und Blockbuster-Projekt?

Schauspielerisch gehe ich alle Filme grundsätzlich auf die gleiche Weise an, aber natürlich ergeben sich auch mal Unterschiede. Mit "Transformers 4" hatte ich den großen Vorteil, dass Michael mich improvisieren lassen hat. Ich durfte den Chrakter zu meinem machen und ihn interessanter werden lassen. Trotzdem ist "Transformers" Michaels Vision, ich war nur für die Figur zuständig. "The Gambler" ist da aber etwas völlig anderes, weil ich hier in jeden Aspekt des Filmes eingebunden war.

Neben Ihren Filmprojekten sollen Sie gemeinsam mit Ihrem Bruder an einen Burgerladen in Berlin denken. Ist das wahr?

Absolut! Wir haben mit "Wahlburgers" ein aufsteigendes Unternehmen und wollen expandieren. Wir werden an vielen verschiedenen Orten eröffnen, nicht nur in Berlin. Wo wir auch eröffnen: Es wird ein Erfolg sein. Ich kenne meinen Bruder und das Projekt, daher bin ich sicher, dass das gar nicht schief gehen kann.

Apropos Bruder – Ihr Bruder Donnie würde Sie sicher noch immer gerne in die Musik entführen. Ist Ihre Musikvergangenheit für Sie wirklich endgültige Vergangenheit?

Ich habe mir gerade erst 2 Alben downgeloadet: Eins davon von Adele, das andere von Kanye West. Ich höre beide ununterbrochen an. Das eine am Tag und am Abend setze ich Kopfhörer auf und lasse mich von Adele in den Schlaf singen. Das ist das Äußerste, was ich heute mit Musik zu tun habe (lacht).

 

von Sima Moussavian

Jack und das Kuckucksuhrherz – Gewinspiel zum Kinostart des Märchens

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Jack und das Kuckucksuhrherz Gewinnspiel

Liebe Filmfutter-Fans

Ab morgen startet der zauberhafte Animationsfilm für Jung und Alt, Jack und das Kuckucksuhrherz, in den deutschen Kinos. Der franko-belgische Film ist vor allen Dingen ein Baby des Autors/Sängers Mathias Malzieu. Er hat als Co-Regisseur seine eigene Romanvorlage adaptiert, am Drehbuch mitgeschrieben, lieh im Original dem Hauptcharakter seine Stimme und steuerte mit seiner Band Dionysos Musikeinlagen zum Film bei. Das ist doch mal en Multitalent! Nachdem Jack und das Kuckucksuhrherz bereits bei der Berlinale die Zuschauer für sich begeisterte und in Frankreich mehr als eine halbe Million Besucher in die Kinos lockte, wird das schräge, fantasievolle und absolut romantische Animationsabenteuer auch die deutschen Kinogänger begeistern. Neugierig? Mit freundlicher Unterstützung von Universum Film verlosen wir zum Kinostart zweimal den Roman "Die Mechanik des Herzens", der als Vorlage für den Film diente.

Jack und das Kuckucksuhrherz Gewinnspiel

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, beantwortet einfach nachstehende Frage und hinterlegt bitte zwecks Zusendung der Gewinne eure Kontaktdaten. Eure Daten werden selbstverständlich streng vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Viel Glück!

Welches Land war an der Produktion von Jack und das Kuckucksuhrherz nicht beteiligt?

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Einsendeschluss ist am Montag, den 14. Juli 2014.

Teilnahmeberechtigt sind nur volljährige Personen mit Wohnsitz in Deutschland. Es ist nur eine Teilnahme pro Person möglich. Unvollständige Bewerbungen können leider nicht berücksichtigt werden. Die Mitarbeiter von FILMFUTTER sind von der Verlosung ausgeschlossen.

Viel Glück!

Filminhalt:

“Am kältesten Tag, den Schottland je sah, kommt der kleine Jack mit gefrorenem Herzen zur Welt. Seine Hebamme Madeleine ersetzt den Eisklumpen kurzentschlossen durch eine Kuckucksuhr und ticktack, bummbumm: Jack kann leben. Drei wichtige Regeln gilt es jedoch fortan für Jack zu beherzigen: niemals an den Zeigern drehen, niemals in Rage geraten und sich niemals verlieben, denn sonst spielt das Uhrwerk verrückt und das kann den Tod für Jack bedeuten. Doch wie schafft man es, sich niemals zu verlieben? Und so kommt es wie es kommen muss: Jack trifft auf die bezaubernde Sängerin Acacia, singt mir ihr ein Liebeslied und bumm: sein Kuckucksuhrherz dreht durch. Kurz darauf kommt er wieder zu sich, aber die Schönheit ist verschwunden. Die Suche nach seiner Angebeteten führt den Jungen zusammen mit dem faszinierenden George Méliès durch ganz Europa, bis er sie schließlich auf einem Rummelplatz bei Sevilla findet. Dort setzt Jack alles dran, das Herz seiner Geliebten für sich zu gewinnen. "

Bildmaterial © 2014 Universum Film

Manipulation bei der Filme-WM 2014

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Liebe Filmfutter-Leser,

mit großem Bedauern müssen wir euch mitteilen, dass unsere Filme-Weltmeisterschaft an den ersten beiden Spieltagen einer massiven Manipulation zum Opfer gefallen ist. Vorweg erstmal die positive Nachricht: der Übeltäter, der pro Spiel fast 30(!) mal abgestimmt hat, wurde anhand der IP-Adresse ausgemacht und von sämtlichen weiteren Abstimmungen gesperrt. Außerdem wurden alle seine bisherigen Abstimungen an den ersten beiden Spieltagen gestrichen.

Nachdem wir diese Maßnahme getroffen, die Ergebnisse korrigiert und in den Tabellen ordentlich durchgefegt haben , ergaben sind in den jeweiligen Gruppen aber massive Verschiebungen – besonders alte Klassiker wie "Psycho", "Zwei glorreiche Halunken" oder "Es war einmal in Amerika" rutschten dadurch stark ab. Unser kleiner Schieber hatte wohl einen recht gediegenen Filmgeschmack – umso erstaunlicher, dass er offenbar doch recht hohl in der Birne war. An dieser Stelle, falls du dies hier trotz IP-Sperre doch noch lesen solltest, nochmal ein herzliches Dankeschön für den Mehraufwand, den du mir damit bereitet hast!

Wir möchten uns bei allen ehrlichen Votern entschuldigen für unsere Nachlässigkeit.  Trotz IP- und Cookie-Blockade, die verhindern sollen, dass unsere Leser mehr als einmal abstimmen können, gibt es Mittel und Wege, diese Schranke zu umgehen, wir waren einfach zu naiv zu glauben, dass die technischen Hürden reichen. In Zukunft werden wir aber genauer hinschauen, damit so etwas nicht noch einmal passiert!

Wir lassen uns von so einem Scheiß aber nicht entmutigen. Alle Tabellen sind jetzt sauber, jetzt geht’s weiter mit dem 3. Spieltag – bis Freitag habt ihr noch Zeit, eure Favoriten ins Achtelfinale zu voten. Viel Spaß!

Hier geht’s zur Abstimmung des 3. Spieltags

Die aktuelle, "bereinigte" Tabelle nach 2 Spieltagen:

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