Wilford Brimley tot

Wilford Brimley in Das Ding aus einer anderen Welt (1982) © Universal Pictures

Quelle: Deadline

Wilford Brimley, der sich in den Siebzigern und Achtzigern erfolgreich als Charakterdarsteller in einer Reihe von Kinohits und Kultfilmen erfolgreich etabliert hat, ist gestern im Alter von 85 auf der Intensivstation eines Krankenhauses in St. George, Utah gestorben. Er litt an mehreren Vorerkrankungen und war zum Zeitpunkt seines Todes auf Dialyse.

1934 in Salt Lake City geboren, diente Anthony Wilford Brimley als junger Mann drei Jahre lang bei den Marines. Nach dem Ende seiner Dienstzeit übte er unterschiedliche Jobs aus, und war u. a. der Bodyguard des exzentrischen Magnaten und Filmproduzenten Howard Hughes. Auf Rat des gut mit ihm befreundeten Schauspielers Robert Duvall hat er in den späten Sechzigern begonnen, als Statist in Western aufzutreten. Eine seiner ersten größeren Rollen spielte er in der Fernsehserie "Die Waltons" zwischen 1974 und 1977.

Der Filmdurchbruch kam für Brimley im Jahr 1979, als er erst in Das China-Syndrom neben Jack Lemmon und Jane Fonda und später in Der elektrische Reiter (OT: The Electric Horseman) neben Robert Redford und wieder neben Fonda aufgetreten ist. Brimleys Co-Star aus dem Film, John Saxon, ist vor wenigen Tagen verstorben.

Brimleys Karriere setzte sich fort, als John Carpenter ihn in seinem Horror-Meisterwerk Das Ding aus einer anderen Welt (OT: The Thing) in der Rolle des Biologen Blair besetzte. Der Film kam 1982 in die Kinos. Ein Jahr später war Brimley in Comeback der Liebe (OT: Tender Mercies) zu sehen. Zu der Rolle hat ihm Robert Duvall verholfen, der die Hauptrolle in dem Film gespielt hat. Neben Duvall und Robert Redford war Brimley 1984 wieder zu sehen, im Sportdrama Der Unbeugsame (OT: The Natural). In dem Jahr war Brimley in insgesamt fünf Kinofilmen zu sehen.

Eine seiner bekanntesten Rollen spielte er 1985 als Ben Luckett in der Sci-Fi-Tragikomödie Cocoon. Die Rolle verkörperte er 1988 auch in der Fortsetzung Cocoon II – Die Rückkehr. Von 1986 bis 1988 spielte Brimley außerdem die Hauptrolle in der Familien-Dramaserie "Unser Haus" (OT: "Our House"), die nach zwei Staffeln abgesetzt wurde.

Anfang der Neunziger trat Brimley in der John-Grisham-Verfilmung Die Firma (OT: The Firm) neben Tom Cruise auf sowie in John Woos Van-Damme-Actioner Harte Ziele (OT: Hard Target). Außerdem absolvierte er Gastauftritte in den Serien "Homicide", "Seinfeld" und "Walker, Texas Ranger". Seine letzte Rolle spielte Brimley 2017 als Pastor im christlichen Drama I Believe.