Deutsche Schauspielerin Luna Jordan (†25) unerwartet gestorben

Eine Tragödie erschüttert die deutsche Film- und Fernsehlandschaft: Die aufstrebende Schauspielerin Luna Jordan ist am 13. Mai unerwartet im Alter von 25 Jahren gestorben. Das bestätigte ihre Berliner Agentur Players am Montag im Namen von Jordans Familie. Die genauen Umstände ihres Todes sind noch unbekannt.

Die gebürtige Berlinerin stand seit ihrer Kindheit vor der Kamera. Nach einigen Kurzfilm-Auftritten spielte sie zunächst in mehreren Fernsehserien mit, darunter "SOKO Donau", "Kommissarin Lucas" und "Der Bergdoktor". Ihren Durchbruch feierte sie 2020 mit einer Rolle im österreichischen Drama Fuchs im Bau, für die sie 2021 beim Filmfestival Max Öphuls Preis als beste Nachwuchsdarstellerin nominiert wurde und den Österreichischen Filmpreis als beste Nebendarstellerin gewann. In ihrer Dankesrede sprach Jordan offen über sexuellen Missbrauch, dessen Opfer sie bereits in jungen Jahren an Filmsets und am Theater wurde.

Nach Fuchs im Bau übernahm sie eine Rolle in der MagentaTV-Eigenproduktion "Wild Republic" und spielte eine von Jürgen Vogels Serientöchtern in allen fünf Staffeln der ZDF-Krimiserie "Jenseits der Spree". Außerdem trat sie in unterschiedlichen Rollen in zwei "Polizeiruf 110"-Episoden auf und verkörperte letztes Jahr eine zentrale Rolle in der ersten Staffel von "Euphorie", dem von RTL+ produzierten deutschen Remake der gleichnamigen israelischen Serie, die in den USA bereits erfolgreich als "Euphoria" mit Zendaya und Sydney Sweeney adaptiert wurde. Ihre letzten Film-Hauptrollen spielte Jordan in den gefeierten deutschen Dramen Smalltown Girl und Run Me Wild. Dieses Jahr war sie auch in der NDR-Doku "Kinderschauspieler – Der Preis des Erfolgs" zu sehen, in der sie von den Herausforderungen schwieriger Rollen im jungen Alter erzählte.

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Jordan stand zum Zeitpunkt ihres Todes für die von ZDF und BBC gemeinsam produzierte Serie "Hamburg Days" vor der Kamera. Die Serie, die seit Anfang Mai gedreht wird, spielt in den frühen sechziger Jahren und handelt von den Anfängen der Beatles während ihrer prägenden Zeit in St. Pauli. Jordan verkörperte in der Serie die Fotografin Astrid Kirchherr, von der viele Aufnahmen der jungen Beatles stammen. Die Schauspielerin absolvierte mehrere Drehtage, ihr Part war jedoch noch nicht abgedreht. Die Dreharbeiten wurden nach dem Bekanntwerden von Jordans Tod auf unbestimmte Zeit pausiert. Ein Sprecher der Produktionsfirmen W&B und Turbine Studios erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, dass die Produktion vorerst ausgesetzt sei und die unmittelbare Priorität dem Wohlergehen der Besetzung und der Crew gelte. Wie und wann der Dreh fortgesetzt wird, wird noch entschieden.

Quelle: Spiegel

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