Quelle: Universal Pictures

Trotz der Kassenflops mehrerer DC-Verfilmungen war 2023 ein gutes Jahr für Warner Bros. Warners Barbie wurde zu einem kulturellen Phänomen und mit mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar Einspiel auch um erfolgreichsten Film des letzten Jahres und das Feelgood-Musical Wonka beendete das Jahr mit einem Erfolgs-Höhepunkt und zauberte bislang fast $600 Mio in die weltweiten Kinokassen. Als erste Wahl für Familien-Kinobesuche in der Weihnachtszeit avancierte Wonka zu einem Überraschungshit und steht mit fast $588 Mio kurz davor, Mamma Mia! als erfolgreichstes Realfilm-Musical, das nicht auf einem Disney-Zeichentrickfilm basiert, zu überholen.

Wonka hat zwar die meisten Erwartungen übertroffen, dass November und Dezember eine gute Zeit sind, um Musicals im Kino vom Stapel laufen zu lassen, hat sich in Vergangenheit jedoch schon wiederholt bewährt. Viele Kinogänger:innen lassen sich gerne in der (Vor)Weihnachtszeit von Musicals im Kino verzaubern, zumindest wenn sie nicht von gruseligen, anthropomorphen, singenden Katzen handeln. La La Land, Greatest Showman, Les Misérables, Into the Woods und Mary Poppins' Rückkehr sind weitere Beispiele erfolgreicher Musicals aus den letzten Jahren, die gegen Jahresende in die Kinos gekommen sind.

Auch dieses Jahr bringt Universal an Thanksgiving ein großes Musical-Event in die Kinos. Mit Wicked wurde eine der am längsten laufenden und kommerziell erfolgreichsten Broadway-Produktionen aller Zeiten fürs Kino adaptiert. Seit 2003 läuft die revisionistische Geschichte der bösen Hexe des Westens aus L. Frank Baums "Der Zauberer von Oz" ununterbrochen im Gershwin Theatre auf Broadway. Nur "Der König der Löwen", "Das Phantom der Oper" und "Chicago" waren am Broadway länger zu sehen. Außerdem ist "Wicked – Die Hexen von Oz" mit fast 1,6 Milliarden US-Dollar Ticketumsatz das zweiterfolgreichste Broadway-Musical aller Zeiten nach "Der König der Löwen". Der Hype um die Filmadaption ist daher im Vorfeld schon groß und obwohl Wicked erst Ende November in die Kinos kommt, hat Universal um Super Bowl bereits einminütige erste Eindrücke veröffentlicht, die ein opulentes Spektakel mit stimmgewaltigen Hauptdarstellerinnen Cynthia Erivo (Harriet) und Ariana Grande (Don’t Look Up) verspricht:

Deutscher Teaser

Originalteaser

Die frühe Veröffentlichung des Teasers mehr als neun Monate vor Kinostart und die früh getroffene Entscheidung, Wicked als Zweiteiler zu verfilmen, spricht Bände über Universals Zuversicht in die Erfolgschancen des Films. Zwar erlitt das Studio mit Cats vor rund vier Jahren eine Bruchlandung, andererseits zählen Mamma Mia! und Les Misérables zu Universals Musical-Hits.

Woher kommt der ganze Hype um "Wicked"? Das Musical basiert auf dem Roman von Gregory Maguire, der wiederum Baums Originalwerk aus der Sicht der missverstandenen Hexe Elphaba neu interpretierte. Der Zauberer von Oz, die Verfilmung von Baums Roman aus dem Jahr 1939, gilt als Meilenstein des US-amerikanischen Kinos und einer der beliebtesten Familienfilme aller Zeiten.

Jon M. Chu (Crazy Rich) inszenierte die zweiteilige Verfilmung, in der Erivo die grünhäutige Elphaba, Grande ihre beste Freundin Glinda, Jeff Goldblum (Jurassic Park) den Zauberer von Oz und Michelle Yeoh (Everything Everywhere All at Once) Madame Morrible, die Leiterin der Shiz Universität, die Elphaba und Glinda besuchen, verkörpern.

Der erste Wicked-Teil deckt den kompletten ersten Akt des Bühnen-Musicals ab, der Teaser oben zeigt jedoch eindeutig Szenen aus beiden Teilen, einschließlich eines ersten Blicks auf Dorothy Gale und ihre Freunde, die erst im zweiten Akt eine Rolle spielen. Wie der erste Dune und der erste Es wird der erste Teil von Wicked wohl ohne den "Teil 1"-Zusatztitel in die Kinos kommen.

Wicked Teaser Poster