Trolls World Tour

© 2020 Universal Pictures

Quelle: Universal Pictures Germany

Die ganzen überforderten Eltern, die jetzt mit ihren Kindern zu Hause stecken, während die Kitas und Grundschulen landesweit geschlossen bleiben, haben ab morgen eine weitere Option zur Bespaßung ihrer Kleinen. Wenn sie sich an "Paw Patrol" oder Die Eiskönigin II bereits sattgesehen haben, steht ab Donnerstag das Animations-Sequel Trolls World Tour zum Leihen bereit. Amazon Prime Video, Sky Store, Apple TV, Google Play, Videociety und andere Anbieter werden den Film im Angebot führen. Für 17,99 Euro hat der Nutzer nach dem Erwerb 30 Tage Zeit, um den geliehenen Film zu starten, und dann 48 Stunden, um ihn beliebig oft anzusehen.

Ursprünglich sollte Trolls World Tour ab morgen in den Kinos laufen, doch das der Plan aus einer Zeit, in der die Welt noch (halbwegs) in Ordnung war. Im März war Universal das erste große Hollywood-Studio, das angekündigt hat, ihre kurz vor der Corona-Krise angelaufenen Filme direkt in den Stream zu schicken. Zunächst waren das Der Unsichtbare, Emma. und The Hunt (letzterer startet im Mai in Deutschland). Außerdem hat Universal damals schon den regulären US-Kinostart von Trolls World Tour am 10. April in Nordamerika gestrichen, und veröffentlichte den Film an dem Datum ebenfalls digital (sowie in knapp 25 aktiven Autokinos). Universal war damit das erste Studio, das bei einem kommenden Film vom Kinorelease auf eine digitale Auswertung umschwenkte, sehr zum Ärger des Verbandes nordamerikanischer Kinobetreiber, doch natürlich war es nicht das letzte.

Das Experiment ging voll auf. In den USA stellte der Film den neuen Video-On-Demand-Startrekord auf und wurde am ersten Tag der Veröffentlichung etwa zehnmal häufiger ausgeliehen als Universals bisheriger Rekordträger Jurassic World – Das gefallene Königreich. Auch wenn das Studio keine offiziellen Zahlen veröffentlicht hat, wird geschätzt, dass Trolls World Tour alleine am ersten Wochenende nach seiner Veröffentlichung mindestens $40 Mio im Online-Verleih eingenommen hat – vergleichbar mit dem Kino-Startwochenende des ersten Films, das $46,5 Mio in Nordamerika betrug. Trolls World Tour ist ein seltenes Sequel, das weniger kostete als sein Vorgänger ($125 Mio für Teil 1, zwischen $90 Mio und $100 Mio für die Fortsetzung) und Universals Aussichten sind sehr gut, dass die neue Release-Strategie Profit abwerfen wird. Wenn die Krise also vorüber ist, werden möglicherweise mehr Studios auf den Umweg über die Kinos verzichten und die Filme direkt in den Stream schicken. Als leidenschaftlicher Kinogänger fände ich das natürlich schade, doch Geschäft ist Geschäft.

Zwei Wochen nach den USA erreicht Trolls World Tour an seinem ursprünglichen Kinostarttermin nun auch Deutschland. Der erste Trolls-Film (basierend auf den Zaubertroll-Puppen) war ein quitschbunter, leichtfüßiger, poppiger Spaß mit Songs, die zum Mitsingen einladen. Für Justin Timberlakes Song "Can’t Stop the Feeling!" erhielt er auch eine Oscarnominierung. Im Sequel stellen die Trolls rund um Prinzessin Poppy und den einst griesgrämigen Branch fest, dass sie nur einer von sechs Troll-Stämmen sind, die alle von unterschiedlichen Musikrichtungen geprägt sind: Funk, Country, Techno, Klassik, Pop und Rock. Hard-Rock-Königin Barb plant, alle anderen Musikrichtungen zu vernichten und mit Rock die alleinige Herrschaft zu übernehmen, was Poppy und Branch natürlich zu verhindern versuchen.

Lena Meyer-Landrut und Mark Forster sprechen bzw. singen in der deutschen Fassung wieder die Hauptrollen. Im Original ist Anna Kendrick Poppys Stimme und Justin Timberlake spricht Branch. Golden-Globe-Gewinnerin Rachel Bloom, die ihre Gesangskünste schon in der Comedyserie "Crazy Ex-Girlfriend" unter Beweis stellen durfte, ist Barbs Originalstimme, und ihren halbsenilen Vater König Thrash spricht niemand Geringeres als Ozzy Osbourne.

Unten findet Ihr vier Spots, die Euch auf Trolls World Tour einstimmen: