The Guest 2

Dan Stevens in The Guest (2014) © Splendid Film

Quelle: Forbes

Wer den britischen Schauspieler Dan Stevens zunächst nur als vornehmen Gentleman Matthew Crawley aus "Downton Abbey" kannte, hat über seine Verwandlung im Psychothriller The Guest bestimmt nicht schlecht gestaunt. Als durchtrainierter, undurchsichtiger Ex-Soldat David, der bei einem Militärexperiment zum Töten programmiert wurde, legte Stevens mehr als zehn Kilo Muskelmasse zu und spielte die Rolle mit einer Mischung aus lässiger Coolness und schwelender Bedrohlichkeit. Seine Performance ist nur einer von vielen Gründen, weshalb The Guest zu einem meiner Film-Geheimtipps des letzten Jahrzehnts geworden ist, auch wenn er auf unserer eigenen Seite von meinem Kollegen verrissen wurde (er gab später zu, dass er ihn nach einer wiederholten Sichtung deutlich besser bewertet hätte).

Geschrieben von Simon Barrett und inszeniert von Adam Wingard, spielt The Guest mit den Erwartungen der Zuschauer genauso gekonnt wie ihr vorigen Home-Invasion-Film You’re Next. Die stylische Inszenierung, zusammen mit einem eingängigen Synthie-Score von Steve Moore erinnerte an Carpenter-Filme aus den Achtzigern. Sein fulminantes Finale lässt auf jeden Fall eine Tür für eine Fortsetzung offen und es sieht aus, als hätten Stevens und Barrett bereits über The Guest 2 gesprochen: (aus dem Englischen)

Wir haben auf jeden Fall darüber gesprochen. Ich würde sehr gerne mit Adam Wingard, dem Regisseur, und dem Autor Simon Barrett wieder zusammenarbeiten. Adam ist aktuell ziemlich beschäftigt mit Riesenaffen und Monstern in Godzilla vs. Kong. Simon und ich haben über viele Dinge geredet. Das Sequel zu The Guest wurde dabei angesprochen.

Stevens erklärte außerdem, dass von allen seinen bisherigen Filmen The Guest derjenige ist, der mit der Zeit immer mehr entdeckt wird:

Nachdem der Film jetzt wieder zurück bei Netflix ist, erlebt er ein riesiges Revival. Für mich ist das in sich schon ein Erfolg. In der kurzen Karriere, die ich bislang hatte, ist The Guest das langlebigste Werk. Diese Woche erst gab es Leute, die den Film aus irgendeinem Grund entdeckt, mir geschrieben und gesagt haben: "Ich kann es nicht glauben, dass es so lange gedauert hat, bis ich diesen Film entdeckt habe. Er ist großartig." Das ist wirklich befriedigend.

The Guest ist ein Film, der wirklich gut für sich alleine stehen kann und das offene Ende zusammen mit Maika Monroes perfektem letztem Satz ist Teil des Charmes. Doch andererseits wäre ich einer Fortsetzung mit gleichen Beteiligten vor und hinter der Kamera nicht abgeneigt. Nicht nur Stevens, sondern auch Monroe würde ich mir in dem Fall für The Guest 2 wünschen, denn als seine überraschend taffe Widersacherin machte sie in dem Film ebenfalls eine tolle Figur.

In der Zwischenzeit könnt Ihr Dan Stevens aktuell von einer ganz anderen Seite in der Netflix-Komödie Eurovision Song Context: The Story of Fire Saga erleben.

Hierzulande ist The Guest aktuell leider bei keinem der gängigen Streaming-Dienste verfügbar, doch wenn sich für Euch die Gelegenheit ergibt, kann ich den Film sehr ans Herz legen. Für alle, die den Film bereits kennen, gibt es unten einen Reminder an dessen Finale: