Tom Hanks bezeichnet The Da Vinci Code und Sequels als "zynisch" und "albernen Quatsch"

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The Da Vinci Code Tom Hanks

Tom Hanks in The Da Vinci Code – Sakrileg (2006) © Sony Pictures

Quelle: The New York Times

Für seinen bizarren Auftritt in Elvis wurde Tom Hanks dieses Jahr zwar mit zwei Goldenen Himbeeren ausgezeichnet – eine ungewöhnliche Schmach für einen der erfolgreichsten und beliebtesten Hollywood-Schauspieler der letzten drei Jahrzehnte. Mit Filmen wie Schlaflos in Seattle, Philadelphia, Forrest Gump, Apollo 13, Der Soldat James Ryan und Cast Away – Verschollen hat Hanks leichtermaßen Kritiker wie Kinogänger begeistert.

Seit dem Beginn der Pandemie sind gleich mehrere Hanks-Filme ohne Umweg über die Kinos direkt im Stream gelandet. Einer davon war der Kriegsfilm Greyhound – Schlacht im Atlantik, dessen Drehbuch Hanks selbst verfasst hat. Der Film war bei Apple TV+ offenbar so erfolgreich, dass letztes Jahr eine Fortsetzung angekündigt wurde. Ungewöhnlich war daran, dass Hanks bekanntlich sehr Sequel-scheu ist. Er hat auch ohne viele Franchises geschafft, einer der größten Kassengarante Hollywoods zu sein. Abgesehen von seiner Rolle als Woodys Originalsprecher in der Toy-Story-Animationsreihe von Pixar sind die Dan-Brown-Verfilmungen The Da Vinci Code – Sakrileg, Illuminati und Inferno von Regisseur Ron Howard die einzigen Filme, in denen Hanks denselben Charakter verkörpert hat, Robert Langdon.

Obwohl alle drei Filme in der Kritik verrissen wurden, spielten sie zusammengerechnet knapp 1,5 Milliarden US-Dollar an den Kinokassen ein. Als der Inferno sieben Jahre nach Illuminati in die Kinos kam, zeigten sich jedoch deutliche Ermüdungserscheinungen beim Publikum. Der Streifen spielte weltweit nicht einmal halb so viel ein wie sein Vorgänger, kostete aber immerhin auch nur halb so viel. Nichtsdestotrotz war das Franchise damit im Kino endgültig begraben. Streaming-Dienst Peacock versuchte es kürzlich mit einer Serienadaption von "Das verlorene Symbol" und einem neuen, deutlich jüngeren Langdon, die Serie wurde jedoch auch nach einer Staffel eingestampft.

Hanks selbst macht sich keine Illusionen darüber, welchen Platz die Robert-Langdon-Filme in seiner vielseitigen Filmografie einnehmen. In einem Interview mit der New York Times bezeichnete er die Reihe als "zynisch", "albern" und "reine Kommerz": (aus dem Englischen)

Oh Gott, das war eine kommerzielle Unternehmung. Ja, die Robert-Langdon-Sequels sind alberner Quatsch. The Da Vinci Code war alberner Quatsch. Ich meine, Dan Brown, Gott segne ihn, sagt. "Hier ist eine Skulptur an einem Ort in Paris! Nein, sie ist dort. Seht ihr, wie sich ein Kreuz auf der Karte bildet? Na ja, es ist eine Art Kreuz." Diese entzückenden Schnitzeljagden sind historisch genauso akkurat wie James-Bond-Filme im Hinblick auf die Welt der Spionage. Aber sie sind so zynisch wie ein Kreuzworträtsel. Alles, was wir versprechen, ist Ablenkung. Es ist nichts verkehrt an Kommerz, vorausgesetzt es ist wirtschaftlich gut. Als wir den dritten gemacht haben, haben wir gezeigt, dass es wirtschaftlich nicht mehr so gut ist.

Bereut Hanks, diese Filme gemacht zu haben? Keineswegs, denn im selben Interview erzählte er auch, wie aufregend es war, The Da Vinci Code im Louvre zu drehen und auch seinen Geburtstag in dem ikonischen Museumspalast zu feiern.

Wie fandet Ihr Hanks' Robert-Langdon-Filmreihe?

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