Paramount legt Star Trek 4 auf Eis

Chris Pine in Star Trek Beyond (2016) © Paramount Pictures

Quelle: Deadline

So schnell kann es gehen. Noch im Juli war der Stand der Dinge, dass die Dreharbeiten zum insgesamt 14. Star-Trek-Kinofilm bzw. dem vierten in J.J. Abrams' Kelvin-Timeline diesen Januar losgehen sollten. Nur einen Monat später schwebte das Projekt plötzlich in großer Gefahr, als Gehaltsverhandlungen zwischen Paramount und Kirk-Darsteller Chris Pine sowie Chris Hemsworth, der als Kirks Vater George seine Rolle aus Star Trek (2009) wieder verkörpern sollte, in einer Sackgasse endeten. Danach war die Zukunft des Films ungewiss, doch natürlich hofften die Fans, mich eingeschlossen, dass sich beide Seite doch noch an den Tisch setzen und einen Kompromiss finden würden.

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Zum Verdruss der Trekkies (zumindest derjenigen, die keine Aversion gegen die neuen Star-Trek-Filme haben), ist es aber offenbar nicht dazu gekommen. Versteckt in einer Meldung über den Piloten zum "Game of Thrones"-Spin-Off findet sich die Information, dass Paramount das Projekt zunächst einmal ganz auf Eis gelegt hat. Doch was hat "Game of Thrones" mit Star Trek 4 zu tun? Die Verbindung ist die Serien-Regisseurin S.J. Clarkson ("Jessica Jones", "Life on Mars"). Sie wird den "Game of Thrones"-Ableger-Piloten inszenieren. Ursprünglich wurde sie jedoch als Regisseurin für Star Trek 4 angeheuert und hätte damit als erste Frau im Regiestuhl eines Star-Trek-Films Geschichte geschrieben. Erst mit dem Wegfall ihrer Star-Trek-Verpflichtungen hat sie nun Zeit für die Welt von Westeros.

Im Serienbereich läuft es für Star Trek aktuell blendend. Die zweite Staffel von "Star Trek Discovery" startet noch diesen Monat und eine neue Serie mit Patrick Stewart als Jean-Luc Picard ist aktuell in Arbeit. Wie die Zukunft des Franchises jedoch im Kino aussieht, ist offen. Es sieht aktuell leider nicht gut aus für einen weiteren Film mit der Reboot-Crew rund um Pine, Zachary Quinto und Karl Urban. Dabei war die Arbeit an Star Trek 4 bereits fortgeschritten. Das Drehbuch von Patrick McKay und JD Payne stand. Chris Hemsworths Rückkehr wurde noch vor dem Start von Star Trek Beyond angekündigt. "The Walking Dead"-Star Danai Gurira war schon im Gespräch für eine der neuen Hauptrollen.

Es war das liebe Geld, das allem einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Angeblich wollte Paramount die Deals mit Pine und Hemsworth neu verhandeln und ihnen weniger zahlen als ihnen zuvor zugesichert wurde. Die Stars aus dem DC- bzw. Marvel-Kinouniversum sind jedoch inzwischen an höheren Gagen gewohnt und bestanden auf dem, was vorher vereinbart war. Das Problem ist, dass Star Trek Beyond an den Kinokassen enttäuschte und Paramount vermutlich das Budget für Star Trek 4 herunterschrauben wollte. Die Verlierer sind am Ende leider die Zuschauer.

Doch wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich häufig eine andere. Vielleicht befeuert die Situation wieder Quentin Tarantinos Idee für einen Star-Trek-Film, die unabhängig von dem geplanten Star Trek 4 war. Schließlich gibt es vermutlich viele Filmfans, die einen Trek-Film von Tarantino gerne sehen würden.

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  1. Ich wiederspreche, dass die Zuschauer die Verlierer sind. Auch wenn ich die JJ Trek Filme nicht allzu schlecht fand, ist die Qualität ja immer schlechter geworden. In jedem Film wurde die Enterprise zerstört und ständig wollte irgend ein böser Charakter die Föderation stürzen. Das Aus von Star Trek 4 ist eher positiv zu bewerten meiner Ansicht nach, weil das auch bedeutet, dass mit der Kelvin Timeline nun Schluss ist und wir hoffentlich wieder zur Prime Timeline zurückkehren können und "echten" Trek bekommen.

    • Das ist aber nur die Sicht auf dich selbst. Es gibt durchaus viele Zuschauer, die diese Filme mochten und sich einen vierten gewünscht haben, und diese sind die Verlierer.

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