Squid Game Netflix

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Quelle: Netflix

Ob auf der Arbeit, von den Freunden oder in den Medien – falls Ihr "Squid Game" selbst noch nicht gesehen habt, habt Ihr doch vermutlich davon gehört. Die südkoreanische Serie ist seit Wochen in aller Munde und belegt seit ihrer Veröffentlichung am 17. September unangefochten den ersten Platz der Netflix-Charts in Deutschland. Es ist ein Erfolg, der sich selbst antreibt. Ohne eine bekannte Vorlage, namhafte Stars oder ein Marketing-Blitzgewitter im Vorfeld hat sich "Squid Game" durch reine Mundpropaganda in kürzester Zeit zu Netflix' größtem Serienphänomen entwickelt. Das ist nicht nur ein subjektiver Eindruck, das belegen inzwischen auch die Zahlen. Schnell hat sich abgezeichnet, dass "Squid Game" "Haus des Geldes" als weltweit erfolgreichste nicht-englischsprachige Serie von Netflix ablösen würde. Doch niemand hätte ahnen können, dass sie auch alle anderen Netflix-Eigenproduktionen weit hinter sich lassen würde.

Laut Netflix' eigenen Angaben wurde "Squid Game" in den ersten vier Wochen nach Veröffentlichung von rund 111 Millionen Haushalten weltweit gesehen (als "gesehen" gilt bei Netflix, wenn mindestens zwei Minuten von ihr gestreamt wurden). Das macht sie mit Abstand zum größten Film- oder Serienhit, den Netflix je produziert hat, und zur ersten Netflix-Produktion, die mehr als 100 Millionen Haushalte in den ersten vier Wochen erreicht hat. An der Serienfront pulverisiert "Squid Game" den letzten Dezember aufgestellten Rekord von "Bridgerton" (82 Millionen Haushalte). Bei Filmen gehört der Rekord Tyler Rake: Extraction mit 99 Millionen Haushalten. Netflix' Investition, die Serie in mehr als 30 Sprachen zu synchronisieren, hat sich eindeutig bezahlt gemacht. In 90 Ländern erreichte "Squid Game" Platz 1 der täglich aktualisierten Netflix-Charts – ein unvergleichlicher Erfolg für eine Serie, die nicht aus den USA oder aus Großbritannien stammt.

"Squid Game" ist ein weiterer Meilenstein für die blühende Film- und Serienindustrie aus Südkorea, die in den letzten Jahren viel weltweite Anerkennung erhalten hat, angetrieben vom Cannes- und Oscarsieg des brillanten Genremix Parasite.

In der Serie nehmen 456 stark verschuldete Menschen die Einladung an, in einem Wettbewerb aus sechs Kinderspielen um ein Preisgeld von 45,6 Milliarden Won (rund 33 Millionen Euro) miteinander zu konkurrieren – mit tödlichen Folgen für die Verlierer. Es klingt ein wenig nach Battle Royale und Die Tribute von Panem, ist jedoch viel mehr mit den menschlichen und psychologischen Aspekten der Teilnehmer beschäftigt als mit einem Blutbad.

Auch mich erreichte "Squid Game" erst durch die Berichte über den präzedenzlosen Erfolg der Serie. Als sie erstmals in den Netflix-Charts aufgetaucht ist, hatte ich keine Ahnung, was es überhaupt war und habe vorher noch nie von ihr gehört. Noch hatte ich nicht die Zeit, selbst in die Serie reinzuschauen, doch ich werde es mir nicht entgehen lassen, selbst herauszufinden, was es mit dem Hype auf sich hat.

Habt Ihr die Serie bereits gesehen?