Scream 7: Jenna Ortega ist wegen eines Gehaltsstreits ausgestiegen

Jenna Ortega in Scream VI © 2023 Paramount Pictures

Quelle: The Hollywood Reporter

Horrorikonen sterben nie. Auch wenn die Killer hinter der Ghostface-Maske am Ende eines jeden Scream-Films das Zeitliche segneten, traten andere mörderische Psychopathen in ihre Fußstapfen. Als größte Hürde für Ghostface entpuppte sich nicht Sidney Prescott, sondern der kommerzielle Misserfolg von Scream 4 und der Tod des Franchise-Regisseurs Wes Craven.

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Mehr als zehn Jahre dauerte es, bis man einen Weg fand, wie man die Reihe weitermacht, Cravens Vermächtnis ehrt und dennoch einen frischen Weg in die Zukunft bahnt. Das hat das Regie-Duo Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett mit ihrem Scream Anfang 2022 eindrucksvoll geschafft. Nicht nur kehrte das Original-Trio Sidney, Gale und Dewey in dem Film zurück (und schrumpfte tragischerweise um eine Person), der Film hat auch neue Ghostface-Überlebende gefunden, die eine direkte Verbindung zu Charakteren des Originals hatten und das Franchise selbst tragen konnten. Die größte Feuerprobe hat Scream VI dieses Jahr mit wehenden Fahnen bestanden, als der Film trotz kompletter Abwesenheit von Neve Campbell wegen eines Gehaltsstreits in den USA zum umsatzstärksten Film der Reihe wurde.

Die Aussichten für den siebten Film waren blendend… bis sie vor wenigen Tagen in einem Zeitraum von weniger als 36 Stunden komplett zusammengebrochen sind. Erst wurde Hauptdarstellerin Melissa Barrera von der Produktionsfirma Spyglass wegen ihrer öffentlichen Äußerungen zum Israel-Hamas-Krieg gefeuert, am Tag darauf wurde der Ausstieg ihrer Filmschwester Jenna Ortega bekannt, angeblich wegen zeitlicher Überschneidung mit den Dreharbeiten zur zweiten "Wednesday"-Staffel.

Doch wie bei Ghostface war auch hier nicht alles so, wie es zunächst aussah. Branchenblatt The Hollywood Reporter ging den schockierenden Entwicklungen auf den Grund und fand heraus, dass Barreras Entlassung wegen ihrer Instagram-Kommentare tatsächlich schon vor einem Monat erfolgte und erst kürzlich bekannt wurde. Ihren Vertrag für Scream 7 hatte sie schon. Hingegen hatte Ortega noch keinen Deal für das Sequel und forderte laut The Hollywood Reporter zu viel Geld in den Augen des Studios. Für ihre ersten beiden Scream-Filme erhielt sie eine Gage in sechststelliger Höhe, weil "Wednesday" sie jedoch zum Weltstar gemacht hat und sie auch maßgeblich zum Erfolg von Scream VI beigetragen hat, forderten ihre Manager für Scream 7 eine Gage in hoher siebenstelliger Höhe.

Für Spyglass-Vorsitzenden Gary Barber war das nicht tragbar, da Scream VI ein Gesamtbudget von $33-35 Mio hatte und Ortegas Gehalt alleine schon fast ein Viertel des Budgets von Teil 7 ausgemacht hätte. Außerdem fühlte er sich nach Scream VI in der Annahme bestätigt, dass die Reihe keine Stars für ihren Erfolg braucht, denn schließlich auch Neve Campbell lehnte ihre Rückkehr als Sidney ab, weil sie mit dem Gagenangebot unzufrieden war. In Barbers Augen hat das Scream VI nicht geschadet, sodass er auch bereit war auf Ortega zu verzichten. Zu dem Zeitpunkt dachte er allerdings vermutlich noch, dass Barrera dabei sein würde.

Ohne die beiden steht Scream 7 vor einem großen Problem und letzten Berichten zufolge, liegt der Schwerpunkt der Bemühungen jetzt darauf, Campbell doch noch zur Rückkehr zu bewegen. Ob das gelingt, ist noch offen.

Christopher Landon (Freaky) übernimmt die Regie von Scream 7, während James Vanderbilt, der die letzten beiden Teile mitgeschrieben hat, verfasst wieder das Drehbuch.

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