Prison Break Revival Fox

Wentworth Miller und Dominic Purcell in "Prison Break" © 2017 FOX Broadcasting

Quelle: Slashfilm, Deadline

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Michael Scofield (Wentworth Miller) und Lincoln Burrows (Dominic Purcell) werden nicht in absehbarer Zeit aus einem weiteren Gefängnis ausbrechen. Obwohl letztes Jahr berichtet wurde, dass FOX aktiv nach einer weiteren Möglichkeit Suche, die Thrillerserie "Prison Break" ein weiteres Mal wiederzubeleben, hat Charlie Collier, der CEO von Fox Entertainment, jetzt klargestellt, dass vorerst generell keine weiteren Revivals geplant sind: (aus dem Englischen)

Es gibt aktuell keine Pläne, "Prison Break" oder irgendwelche unserer anderen Franchises wiederzubeleben, aber wenn den Machern eine Geschichte einfällt und es die richtige Zeit ist, sie zu erzählen, dann sind wir bereit zuzuhören, denn es gibt einige Franchises auf die ich sehr stolz bin und uns glücklich schätze, sie in unserem Katalog zu haben.

Die 5. "Prison Break"-Staffel feierte vor zwei Jahren Premiere, etwa acht Jahre nach dem ursprünglichen Ende der Serie nach vier Staffeln und einem TV-Film. Trotz großen Hypes im Vorfeld erzielte das Revival jedoch bescheidene Einschaltquoten in den USA. Den Zuschauern wurde wohl klar, dass auch eine neue Staffel nicht die Magie der ersten wieder einfangen würde. Dennoch bleibt "Prison Break" natürlich eine weltweit bekannte Marke von Fox, die sich auch gut in andere Länder verkaufen lässt. Wie man Colliers Statement entnehmen kann, ist eine sechste Staffel nicht ausgeschlossen, nur nicht aktuell konkret geplant.

Für mich ist "Prison Break" eine Serie, die ein starkes, aber auch in sich begrenztes Konzept hatte, welches in der ersten Staffel aufgebraucht war. So sehr man es versucht, wird sie es schwer haben (um nicht zu sagen unmöglich), daran jemals wieder anzuschließen.

Obwohl Collier "Prison Break" in seiner Aussage hervorgehoben hat, betrifft sie natürlich auch die Echtzeit-Thrillerserie "24". Dennoch hat sie etwas bessere Chancen auf ein neues Leben. Michael Thorn, der Präsident von Fox Entertainment, gab gegenüber dem Industrie-Portal Deadline zu, dass zumindest Diskussionen über eine neue "24"-Serie laufen:

Es gibt nichts Offizielles; wir führen Gespräche mit 20th Century Fox Television und den Produzenten, um einen Weg für eine neue Inkarnation zu finden. Es besteht ein großer Wunsch, es zu knacken, also reden wir immer noch darüber.

FOX hat versucht, "24" mit "24: Legacy" als eine Mischung als Reboot und Fortsetzung zurückzubringen. Die Zuschauer haben aber nicht angebissen. Zu sehr ist "24" für sie wohl immer noch mit Jack Bauer verknüpft. Daraufhin begann FOX mit der Entwicklung von zwei weiteren "24"-Spin-Offs – einem Gerichtsthriller mit dem selben Echtzeitformat und einer Prequelserie über den jungen Jack Bauer. Keine der beiden Ideen schaffte es jedoch gar zum Piloten. Allerdings berichtet Deadline, dass die Prequelserie weiterhin im Raum steht, ebenso wie eine weitere "24"-Idee. Konkret ist da aber noch lange nichts.

Ich weiß nicht, ob ich es an dieser Stelle wirklich noch ausschreiben muss, aber das, was die Fans wirklich wollen und wofür sie einschalten würden, ist eine weitere "24"-Staffel mit Kiefer Sutherland als Jack Bauer. Erst Recht, nachdem "24: Live Another Day" den Charakter mit einem so wenig befriedigenden Ende zurückgelassen hat. Jack Bauer hat einen besseren Abschluss verdient. Jedoch müsste dazu natürlich Sutherland zu einer Rückkehr überzeugt werden, etwas, wovon er zuletzt nicht sehr angetan war.

Eine weitere Hürde für mehr "Prison Break" oder "24" stellt die vollzogene Fusion von Disney mit Fox dar. Beide Serien werden von 20th Century Fox Television produziert. Die Produktionsfirma ist inzwischen separat vom US-Sender FOX, der weiterhin unabhöngig ist. Zuvor waren "24" und "Prison Break" hauseigene Serien des Senders, nun müsste FOX für sie Lizenzgebühren zahlen und hätte weniger Weiterverwertungsrechte, was die Serien für den Sender weniger lukrativ macht. Es ist aber natürlich auch denkbar, dass 20th Century Fox Television bzw. Disney die Serien einfach woanders unterbringen werden.