Quelle: Lurker Productions

Am 19. Juni jährt sich der Tod von Anton Yelchin zum dritten Mal. Er war nur 27 Jahre alt, als er bei einem schrecklichen Unfall sein Leben verloren hat. In seiner eigenen Hauseinfahrt wurde er von seinem zurückrollenden Auto erdrückt. Es war ein wirklich tragischer Verlust eines großen Talents in der Blüte seines Lebens. Fünf Filme mit Yelchin wurden posthum veröffentlicht, unter anderem Star Trek Beyond und das Psychodrama Vollblüter.

Dieses Jahr setzten Antons Eltern Viktor und Irina Yelchin ihrem Sohn ein ganz besonderes Denkmal – einen Dokumentarfilm über sein Leben, seine Karriere und seine Leidenschaften. Es war Yelchins Co-Star Jon Voight aus dem Kurzfilm Court of Conscience, der seiner Mutter einen Dokumentarfilm als Bewältigungsmethode empfohlen hat. Sie sprach daraufhin Yelchins Freund und Filmemacher Drake Doremus (Like Crazy) wegen der Doku an. Doremus fühlte sich Anton jedoch zu nah, um den Film inszenieren zu können, empfahl ihr jedoch stattdessen den Cutter und angehenden Filmemacher Garret Privce. Price erschuf aus Archivmaterial, alten Interviews, Videoaufnahmen von Anton als Kind und brandneuen Interviews mit vielen seiner Wegbegleiter eine Würdigung des Schauspielers und eine Liebeserklärung der Eltern an ihren Sohn.

Unter dem Titel Love, Antosha (Antosha ist die Koseform von Anton im Russischen) feierte die Doku im Januar beim Sundance Filmfestival Premiere und wurde in der Kritik sehr positiv aufgenommen. Jetzt wurde der rührende Trailer zum Film veröffentlicht. Seid gewarnt, in der letzten Szene werden nicht viele Augen trocken bleiben:

Mich erinnert der Trailer schmerzlich daran, dass wir ein echtes Talent verloren haben. Gerade in den letzten Jahren seines Lebens wirkte er in vielen interessanten Projekten mit, darunter Green Room, Porto und Vollblüter.

J.J. Abrams, Jennifer Lawrence, Zoe Saldana, Chris Pine, Jodie Foster und Martin Landau (in dem allerletzten Interview vor seinem Tod) kommen in Love, Antosha zu Wort. Nicolas Cage fungiert als Erzähler des Films und liest Yelchins Texte vor. Die Zuschauer erfahren nicht nur mehr über die Kindheit des Sohnes russischer Einwanderer und seine Karriere, sondern auch seine wenig bekannten Hobbys, seine Leidenschaft für Kunst und seinen langjährigen Kampf gegen Mukoviszidose. Die schwere Erkrankung verschwieg er den meisten seiner Freunde und Kollegen.

Am 2. August wird der Film in Los Angeles anlaufen, eine Woche später in New York, und dann sollen weitere Kinos in den USA ihn zeigen. Leider ist es noch nicht bekannt, wann der Film nach Deutschland kommen wird.

Love Antosha Anton Yelchin Poster