Es ist nicht Jason, aber fast: Trailer zum kreativen Slasher In a Violent Nature

Ghostface schlitzt wieder im Kino, Chucky treibt im Fernsehen sein Unwesen, Laurie Strode hat Michael Myers endlich das Handwerk gelegt, die Deadites haben die Wälder verlassen Leatherface ließ die Kettensäge zuletzt bei Netflix rattern und Pinhead kehrte letztes Jahr in neuer Gestalt zurück. Doch während viele Horror-Franchises in den letzten Jahren einen regelrechten Aufschwung erleben konnten, werden zwei der größten Schlitzer-Ikonen überhaupt von Genrefans weiterhin schmerzlich vermisst. Es sind schon 14 Jahre seit dem misslungenen Remake von Nightmare on Elm Street vergangen und der letzte Amoklauf von Jason Voorhees im passablen Reboot von Freitag der 13. ist schon 15 Jahre her. So lange mussten Horrorfans noch nie auf ein neues Gemetzel der beiden warten.

Es ist sicherlich nicht leicht, sich einen Nightmare-Film ohne Robert Englund vorzustellen, der sich inzwischen aus Altersgründen von der Rolle verabschiedet hat. Hingegen könnte man meinen, dass es wirklich nicht so schwer sein sollte, einen neuen Freitag der 13. zu drehen, zeichnete sich die Reihe doch nie durch komplizierte Plots oder ausgeklügelte Drehbücher heraus, sondern folgte einem sehr simplen Prinzip. Doch die komplizierte Rechtslage, die aus dem Rechtsstreit zwischen Originalautor Victor Miller und Franchise-Produzent Sean S. Cunningham resultierte, hat es bisher verhindert. Immerhin soll Jason demnächst in der Serienadaption "Crystal Lake" von Bryan Fuller und Prestige-Studio A24 wiederbelebt werden, doch um diese war es in letzter Zeit leider verdächtig still.

Nun gut, einen neuen Jason-Film bekommen wir wohl nicht bald. Doch als nächstbeste Option sollten sich die Fans des Hockeymasken-Trägers den innovativen Slasher In a Violent Nature vormerken, der seit seiner Weltpremiere beim Sundance Film Festival im Januar für Furore sorgt und am 31. Mai in den USA in ausgewählte Kinos kommen wird. Auch bei In a Violent Nature steht ein stummer, vermummter, untoter Meuchelmörder namens Johnny im Mittelpunkt, dessen faulender Leichnam 60 Jahre nach seinem Tod versehentlich wiederbelebt wird und nichtsahnende junge Leute an einem Waldsee abschlachtet. Klingt vertraut? Dachte ich mir schon. Doch In a Violent Nature ist mehr als ein müder Freitag-der-13.-Abklatsch. Was den Film von vergleichbaren 08/15-Slashern unterscheidet, ist, dass er nahezu komplett aus der wortlosen Perspektive des Killers erzählt ist, statt die Ereignisse durch die Augen seiner Opfer zu erleben. Das macht neugierig und in puncto brutale Kills soll der Film sich ebenfalls nicht zurückhalten.

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Unten könnt Ihr den vielversprechenden Trailer und das Poster zu In a Violent Nature sehen, der auf Anhieb zu einem meiner meisterwarteten Filme des Jahres aufgestiegen ist. Wenn ich schon nicht Jason haben kann, dann wird das vorerst guter Ersatz sein. Einen deutschen Starttermin hat der Film noch nicht, doch ich bin voller Hoffnung, dass er beim Fantasy Filmfest im September laufen wird. Ins Programm des größten deutschen Genrefilmfestivals würde er wie die Faust aufs Auge (oder die Machete in den Kopf) passen.

In a Violent Nature Trailer & PosterQuelle: IFC Films

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