Milly Alcock in "House of the Dragon" © 2022 HBO

Quelle: TVLine

Amazons "Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht"-Serie ist seit der Veröffentlichung ihrer ersten zwei Folgen am Freitag in aller Munde. Nicht nur ist es die erste Realserie überhaupt, die auf J. R. R. Tolkiens Werken basiert, mit einem Budget von fast einer halben Milliarde US-Dollar allein für die erste Staffel – und das ohne die $250 Mio, die Amazon allein für die Rechte bezahlt haben soll – ist es auch die mit Abstand teuerste Serie, die jemals produziert wurde. Erwartungsgemäß stellte sie auch einen neuen Zuschauerrekord für Amazon Prime auf, mit mehr als 25 Millionen Zuschauern am Veröffentlichungstag. Diese Zahl stammt jedoch von Amazon selbst und wie genau die Zuschauer gezählt wurden, hat der Streamer nicht erraten.

Auch wenn ihr Erfolg unbestreitbar ist, ist "Die Ringe der Macht" nicht die einzige kostspielige Fantasyserie mit Riesenhype und einer großen Fangemeinde, die in den letzten Wochen angelaufen ist. Obwohl das Serienfinale von "Game of Thrones" viele Fans enttäuscht hat, kehrten sie für HBOs Prequel "House of the Dragon" in Massen zurück. Die erste Folge der Serie erreichte mit ihrer Premiere auf HBO und HBO Max zusammengerechnet fast 10 Millionen Zuschauer und durch Wiederholungen und weitere Streams erhöhte sich diese Zahl auf fast 25 Millionen in der ersten Woche. Das ist der mit Abstand erfolgreichste Start einer neuen Serie in der Geschichte des Senders. Dass das Interesse nach dem Auftakt nicht zurückgegangen ist, zeigten die Zuschauerzahlen der zweiten Episode, die sich mit 10,2 Millionen Zuschauern am ersten Tag der Ausstrahlung sogar etwas steigern konnte.

Es war daher für niemanden überraschend, als der Sender nur wenige Tage nach Serienstart die Verlängerung um eine zweite Staffel bekanntgegeben hat. Diese soll voraussichtlich am Januar gedreht werden. Da die Dreharbeiten und die Post-Production recht aufwendig sind, sollte man die Ausstrahlung von Staffel 2 vermutlich nicht vor 2024 erwarten.

Eine federführende Person mit "Game of Thrones"-Vorgeschichte wird an der Zukunft der Seri jedoch nicht länger beteiligt sein. Emmy-Gewinner Miguel Sapochnik, der sechs "Game of Thrones"-Episoden, darunter "Hartheim" und "Die Schlacht der Bastarde", inszeniert hat, trat als Co-Showrunner der Serie zurück. Er führte bei der ersten "House of the Dragon"-Episode Regie und produzierte als die erste Staffel gemeinsam mit seinem Co-Showrunner Ryan Condal, hat aber beschlossen, nach neuen beruflichen Herausforderungen zu suchen. Condal, der die Serie gemeinsam mit "Game of Thrones"-Autor George R. R. Martin erschaffen hat, bleibt der alleinige Showrunner. Allerdings kommt mit Alan Taylor ein anderer "Game of Thrones"-Veteran an Sapochniks Stelle als ausführender Produzent und Regisseur mehrerer Folgen der zweiten Staffel. Taylor inszenierte insgesamt sieben "Game of Thrones"-Episoden aus der ersten, zweiten und siebten Staffel. Im Kino drehte er u. a. Thor – The Dark Kingdom und Terminator: Genisys.

"House of the Dragon" spielt 172 Jahren vor der Geburt von Daenerys Targaryen und handelt von einer verheerenden Periode der Herrschaft der Targaryen-Dynastie, bekannt als "Tanz der Drachen". Dahinter verbirgt sich der blutige Bürgerkrieg um die Erbfolge des Eisernen Throns, der zwischen Prinzessin Rhaenerys Targaryen, die von ihrem Vater Viserys Targaryen als Thronfolgerin bestimmt wird, und Aegon II, dem Sohn von Viserys und seiner zweiten Ehefrau Alicent Hightower, die in ihrer Kindheit und Jugend Rhaenerys' engste Freundin war, entbrennt. Auch Viserys' Bruder Daemon Targaryen, der auf dem Schlachtfeld und als Drachenreiter als unbesiegbar gilt, spielt eine entscheidende Rolle in dem Krieg und verfolgt dabei ein eigenes Ziel.

Paddy Considine (The Girl with All the Gifts) spielt den König Viserys I Targeryen, Emma D’Arcy ("Truth Seekers") verkörpert seine Tochter Rhaenerys, Milly Alcock ("The Gloaming") spielt die jüngere Version von Rhaenerys, Olivia Cooke (Ready Player One) spielt Alicent Hightower, Emily Carey, die in Wonder Woman die junge Diana und im Tomb-Raider-Reboot die junge Lara Croft verkörpert hat, spielt die junge Version von Alicent, Rhys Ifans (The Amazing Spider-Man) stellt Alicents Vater Sehr Otto Hightower dar und "Doctor Who"-Star Matt Smith ist als Daemon Targaryen mit von der Partie.