Hellraiser Reboot

Grace Kirby, Doug Bradley und Simon Bamford in Hellraiser – Das Tor zur Hölle (1987) © Miramax

Quelle: The Hollywood Reporter

Heute gibt es gleich doppelte Horror-Reboot-Regie-News! Neben einer Neuauflage von Brennen muss Salem, macht auch das lange geplante und immer wieder gescheiterte Hellraiser-Reboot neue Fortschritte. David Brucker, der sich im Horrorgenre als Regisseur von The Ritual sowie Teilsegmenten von The Signal, V/H/S und Southbound einen Namen gemacht hat, wurde als Regisseur des neuen Hellraiser-Films verpflichtet, der Clive Barkers Klassiker rebooten soll. Beim Sundance-Filmfestival im Januar präsentierte Bruckner seinen neusten Film, den Horrorthriller The Night House mit Rebecca Hall, der sehr positiv aufgenommen wurde und dessen Vertriebsrechte von Searchlight Pictures für schlappe $12 Mio gekauft wurden. The-Night-House-Autoren Ben Collins und Luke Piotrowski schreiben auch das Drehbuch zum Hellraiser-Reboot. Das Duo schrieb zuvor schon Stephanie – Das Böse in ihr und Super Dark Times. David S. Goyer (Man of Steel) schrieb den Storyentwurf zum Reboot und wird es auch produzieren. Auch an The Night House war Goyer als Produzent beteiligt.

Natürlich ist es nicht der erste Anlauf, Hellraiser zu rebooten. Erste Pläne gab es bereits 2006, nachdem das Hellraiser-Franchise längst in die Direct-to-DVD-Hölle hinabgestiegen war. Zunächst versuchte man es mit den Regisseuren der Neuen Französischen Horrorwelle, erst mit Pascal Laugier (Martyrs), dann mit Julien Maury und Alexandre Bustillo (Inside). In beiden Fällen scheiterte es an kreativen Differenzen, denn das Studio wollte einen mainstreamtauglicheren Film als das, was den Extrem-Regisseuren vorschwebte. Patrick Lussier und Todd Farmer, das Duo hinter My Bloody Valentine 3D, wurden 2010 jeweils als Regisseur und Autor des Hellraiser-Reboots angeheuert, kamen jedoch auch nicht auf einen Nenner mit Rechteinhabern Dimension Films.

Vor sieben Jahren kündigte Pinhead-Schöpfer Clive Barker an, das Drehbuch zum Reboot selbst zu schreiben. Er wollte auf die Hintergründe des Würfels eingehen, aber auch Doug Bradley als Pinhead zurückbringen. Das Drehbuch wurde geschrieben, Dimension Films interessierte es offenbar nicht. Stattdessen produzierte das Studio in regelmäßigen Abständen schnell und günstig heruntergekurbelte Fortsetzungen mit neuen Darstellern als Pinhead, lediglich um die Rechte an dem Franchise behalten zu dürfen.

Die Situation änderte sich jedoch, als Dimension Films im Zuge des Harvey-Weinstein-Skandals bankrottging und die Rechte an diversen Franchises veräußert wurden. Spyglass Media Group erwarb dabei die Rechte an Hellraiser und Scream, sodass beide Reihen bald wiederbelebt werden sollen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Bruckner als Regisseur eines Horror-Franchise-Reboots angeheuert wird. Er sollte auch einen neuen Freitag der 13.-Film inszenieren, bevor das Projekt zusammengebrochen ist. Hoffentlich hat er mit Hellraiser mehr Erfolg.

Ich hatte das Glück, die ersten drei Hellraiser-Filme in den letzten zwei Jahren auf der Leinwand zu sehen und gerade der erste Film hat sich bis heute wirklich gut gehalten und beeindruckt immer noch mit seinem Effekte-Einfallsreichtum und einer unter die Haut gehenden Stimmung. Doch wenn dem Franchise schon kein Gnadentod verpasst werden kann, dann ist mir ein hochwertiges Reboot lieber als lieblose Billig-Sequels.

Bruckner hat nicht lange gezögert, allen Leuten, die eine weichgespülte Version des Horrorklassikers befürchten, mit dem Versprechen, sich nicht zurückzuhalten, die Sorgen zu nehmen:

Letzten Sommer haben wir von einer geplanten "Hellraiser"-Serienadaption vom Es-Produzenten Roy Lee berichtet. Ob diese Pläne unabhängig vom Film-Reboot weiter fortbestehen, ist noch nicht bekannt.