Mahershala Ali und Viggo Mortensen in Green Book © 2018 Universal Pictures

Quelle: Producers Guild of America

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In wenigen Stunden wird die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) zum 91. Mal ihre Nominierungen für den begehrtesten Filmpreis der Welt bekanntgeben, den Oscar. Doch das Oscar-Rennen beginnt noch lange vor der eigentlichen Bekanntgabe der Nominierungen und wer unsere Berichterstattung in den letzten Monaten verfolgt hat, sollte einen guten Eindruck davon haben, welche Filme dieses Jahr besonders gut aufgestellt sind.

Ein Film, der auf der Nominierungsliste auf jeden Fall mehrfach vertreten sein wird, ist die Feelgood-Antirassismus-Parabel Green Book – Eine besondere Freundschaft, eine Art Miss Daisy und ihr Chauffeur für eine neue Generation. Peter Farrellys Film mit Viggo Mortensen und Mahershala Ali in den Hauptrollen hat sich zielsicher an die Spitze der diesjährigen Favoriten vorgearbeitet. Das begann mit dem Publikumspreis beim Toronto International Film Festival im September, den zuvor auch schon Oscargewinner wie Slumdog Millionär, The King’s Speech und 12 Years a Slave erhalten haben. Dann wurde Green Book von der National Board of Review als “Bester Film 2018” ausgezeichnet. Bei den Golden Globes wurde der Film diesen Monat in der Kategorie “Komödie/Musical” als “Bester Film” prämiert und gewann zudem zwei weitere Golden Globes.

Doch für die Oscars relevanteste Auszeichnung erhielt Green Book letztes Wochenende, als er von der US-Produzentengewerkschaft Producers Guild of America (PGA) mit dem Golden Laurel Award als bester Film des vergangenen Jahres ausgezeichnet wurde. Dabei setzte er sich u. a. gegen die Riesenhits A Star Is Born und Black Panther sowie gegen den Kritikerliebling Roma durch.

An dieser Stelle spricht Statistik Bände: Von den bisherigen 30 Gewinnern der PGA Awards wurden 20 bei den Oscars später als “Bester Film” ausgezeichnet. Zuletzt gelang dies letztes Jahr Shape of Water – Das Flüstern des Wassers. Zuvor verpassten jedoch La La Land und The Big Short in ihren jeweiligen Jahren den Oscarsieg trotz des PGA Awards. Allerdings gab es insgesamt nur drei Filme in 29 Jahren, die sowohl bei den Golden Globes als auch bei der Produzentengewerkschaft gewonnen und den Oscar später dennoch verloren haben: Der Soldat James Ryan, Moulin Rouge und La La Land. Die Chancen stehen also eindeutig auf Green Books Seite.

Als “Bester Animationsfilm” prämierte die PGA Spider-Man: A New Universe, der ebenfalls ein klarer Favorit in der Kategorie ist. Im Serienbereich wurden u. a. “The Americans” und, wie schon im Vorjahr, “The Marvelous Mrs. Maisel” ausgezeichnet.

Unten findet Ihr die komplette Auflistung der Sieger. Die Nominierungen sind hier nachzulesen.

Bester Film

Green Book
Bester Animationsfilm
Spider-Man: A New Universe

Bester Dokumentarfilm

Won’t You Be My Neighbor?

Beste Dramaserie

“The Americans”

Beste Comedyserie

“The Marvelous Mrs. Maisel”

Beste Miniserie

“The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story”

Bester TV-Film

Fahrenheit 451