Teaser-Trailer zu Michael Manns Ferrari mit Adam Driver rast beinahe wortlos ins Netz

Quelle: NEON

Was für ein Jahr ist 2023 für alle Cineasten und Fans visionärer Filmemacher! Obwohl Denis Villeneuves Dune: Part Two leider bis 2024 verschoben werden musste, gibt es dieses Jahr neue Filme von Christopher Nolan, David Fincher, Sofia Coppola, Martin Scorsese, Ridley Scott, Taika Waititi, Todd Haynes, Alexander Payne, Ben Affleck, Greta Gerwig und Michael Mann. Letzterer kehrt acht Jahre nach seinem Flop Blackhat mit seinem Herzensprojekt Ferrari über den legendären Rennwagen-Hersteller Enzo Ferrari zurück und hegt Ambitionen auf die Oscars, die dem Regisseur von Heat, Der letzte Mohikaner, Collateral und Insider bisher verwehrt geblieben sind.

Heute feiert Ferrari seine Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Venedig, sodass wir schon sehr bald wissen werden, ob Mann mit seinem neuen Film das erhoffte Comeback gelungen ist. Kurz zuvor wurde der erste Teaser-Trailer zum Film veröffentlicht, der nahezu komplett auf Dialoge verzichtet und stattdessen auf emotionale Eindrücke und sehr schnelle Autos setzt:

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Der Film macht den nicht Fehler vieler Biopics und versucht, das gesamte Leben von Enzo Ferrari abzudecken, sondern konzentriert sich auf einen kurzen, kritischen Zeitraum im Sommer 1957, als Ferraris Autofabrik kurz vor dem Bankrott steht, seine Ehe zu Laura nach dem Tod ihres gemeinsamen Sohnes Dino zu scheitern droht und immer mehr Rennfahrer ihre Leben verlieren. Ferraris letzte Hoffnung ist ein Triumph beim berüchtigten und gefährlichen Mille-Miglia-Rennen durch ganz Italien, das bekanntlich in einer Tragödie endete.

Obwohl keiner seiner Vorfahren Italiener war, scheint Adam Driver aus irgendeinem Grund besonders gefragt zu sein, wenn es um die Besetzung berühmter Italiener geht. Bevor er als Enzo Ferrari besetzt wurde, spielte er in Ridley Scotts House of Gucci Maurizio Gucci. Im Teaser zu Ferrari ist Driver kam wiederzuerkennen und darf sich nach Marriage Story Hoffnungen auf seine zweite Oscarnominierung machen.

Weitere Rollen in dem Film spielen Oscargewinnerin Penélope Cruz (Vicky Cristina Barcelona) als Ferraris leidenschaftliche Ehefrau Laura, Shailene Woodley ("Big Little Lies") als seine langjährige Liebhaberin Lina Lardi, mit der er einen unehelichen Sohn zeugte, den Ferrari lange nicht als seinen anerkennen wollte sowie Jack O’Connell (Money Monster) als in jungen Jahren tödlich verunglückter britischer Rennfahrer Peter Collins, Autonarr Patrick Dempsey ("Grey’s Anatomy") als italienischer Rennfahrer Piero Taruffi und Sarah Gadon (Enemy) als mexikanische Schauspielerin Linda Christian, die eine Affäre mit dem tödlich verunglückten Rennfahrer Alfonso de Portago (Gabriel Leone) hatte.

Mann träumt bereits seit 2000 von seinem Ferrari-Film und hatte zeitweise Christian Bale und Hugh Jackman für die Hauptrolle an Bord sowie Noomi Rapace als Laura Ferrari. Mehrfach scheiterte das Projekt an der Finanzierung. Schließlich erhielt Mann $90 Millionen, um den Film zu drehen – eine riskant hohe Investition in ein Rennwagen-Drama. Doch der immense Erfolg von Oppenheimer hat gezeigt, das es durchaus einen großen Markt für ernste, erwachsene Dramen gibt. Wie der Film an den Kinokassen abschneidet, wird vermutlich auch darüber entscheiden, ob Michael Mann die Finanzierung für sein Heat-Sequel bekommen wird, in dem er Adam Driver in Robert De Niros alter Rolle besetzen möchte.

In den USA wird Ferrari am 25. Dezember regulär in die Kinos kommen. In Deutschland hat der Film tatsächlich immer noch keinen Verleih und demnach auch keinen Starttermin, doch ich vermute, dass sich das nach der Venedig-Premiere schnell ändern wird.

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