Als Mitschöpfer der Kult-Sitcoms "Mary Tyler Moore" und "Taxi" sowie des unverwüstlichen Dauerbrenners "Die Simpsons" und dreifach Oscar-prämierter Regisseur und Drehbuchautor von Zeit der Zärtlichkeit, Nachrichtenfieber – Broadcast News und Besser geht’s nicht, die zusammengerechnet für 25 Oscars nominiert wurden, ist James L. Brooks längst eine Hollywood-Legende. Doch wie viele andere Filmemacher, die große Erfolge in den Siebzigern, Achtzigern und Neunzigern gefeiert haben, scheint Brooks das Gespür für sein Publikum verloren zu haben. Weder die Tragikomödie Spanglish noch die Romcom Woher weißt du, dass es Liebe ist, in der Jack Nicholson seine bislang letzten Filmauftritt absolvierte, konnten an Brooks' frühere Erfolge anknüpfen.
Nach einer 15-jährigen Pause wagte der 85-jährige Brooks letztes Jahr ein Regie-Comeback mit der Politsatire Ella McCay über eine junge Vize-Gouverneurin, die unerwartet zur Gouverneurin aufsteigt, als ihr Boss und Mentor zu einer Position im Kabinett der neuen Regierung in Washington D.C berufen wird. Doch was nach einem Traumjob aussieht, wird für Ella zu einem Albtraum. Nicht nur ihre eigene Partei fällt ihr in den Rücken, ein Journalist erpresst sie, weil sie eine leerstehende Wohnung unterhalb des Regierungsgebäudes für Sex mit ihrem Ehemann während der Mittagspausen nutzte, und sogar ihr Ehemann selbst intrigiert gegen sie, weil sie ihn in der Rede zur ihrer Amtseinführung nicht erwähnte. "Sex Education"-Star Emma Mackey spielt die Hauptrolle, während die namhafte Nebenbesetzung u. a. Jamie Lee Curtis, Albert Brooks, Woody Harrelson, Kumail Nanjiani, Ayo Edibiri und Rebecca Hall umfasst.
Die Parallelen zwischen der Titelfigur des Films und ihrer Darstellerin beschränken sich nicht auf die verblüffend ähnlichen Namen. Auf den ersten Blick könnte es der Traum einer jeden aufstrebenden Schauspielerin sein, die Hauptrolle in einem Film von James L. Brooks zu spielen. Doch als Ella McCay letzten Monat in die US-amerikanischen Kinos kam, scheiterte der Film trotz seiner prominenten Namen vor und hinter der Kamera auf ganzer Linie. Die Kritiken waren vernichtend und an den Kinokassen spielte der 35 Millionen US-Dollar teure Film nicht einmal fünf Millionen ein.
Der Film floppte sogar dermaßen, dass sein ursprünglich für den 22. Januar angekündigte Kinostart in Deutschland kurzerhand gestrichen wurde. Stattdessen wird Ella McCay am 5. Februar hierzulande exklusiv bei Disney+ erscheinen. Zumindest aus morbider Neugier und weil ich den Cast mag, werde ich dann wohl reinschauen.
Unten findet Ihr den deutschen Trailer und das Poster zum Film:













