Jungle Cruise 2 kommt doch nicht laut Dwayne Johnson und Emily Blunt

Die meisten Filmfans kennen den ehemaligen Profi-Wrestler Dwayne Johnson als Star von Mainstream-freundlichen, jugendfreien Action-Blockbustern, in denen er meist mit einer guten Portion Humor und Selbstironie auftritt und gerne seine beachtlichen Muskeln spielen lässt. Diese Filme sind es, die Johnson zum Superstar und mehrere Jahre lang zum bestbezahlten Schauspieler der Welt machten. Ein Dwayne-Johnson-Film ist zu einer eigenen Marke geworden, ähnlich wie die Arnold-Schwarzenegger-Actioner der Achtziger und Neunziger. Man weiß, was man kriegt. Böse Zungen würden gar behaupten, dass Johnson in diesen Filmen immer dieselbe Rolle spielt.

Doch auch wenn er nicht die großen Charakterdarsteller-Ambitionen seines ehemaligen Wrestling-Kollegen Dave Bautista hegt, möchte auch Johnson der Welt beweisen, dass er mehr ist als ein charismatischer Hüne. Aus diesem Grund drehte er das letztjährige MMA-Biopic The Smashing Machine, das seine schauspielerische Bandbreite mehr forderte als jedes andere seiner bisherigen Projekte. Das wollten seine Fans offenbar nicht sehen, und das Arthouse-Publikum gab Johnson keine Chance: The Smashing Machine floppte trotz guter Kritiken an den Kinokassen. Johnsons Oscar-Hoffnungen wurden nicht erfüllt, als kleinen Triumph gab es immerhin Golden-Globe-Nominierungen für Johnson und seine Leinwandpartnerin Emily Blunt.

The Smashing Machine ist natürlich nicht der erste gemeinsame Film von Johnson und Blunt. Die beiden spielten bereits die Hauptrollen im Fantasy-Abenteuerfilm Jungle Cruise, der auf der gleichnamigen Disneyland-Attraktion basierte. Mit Jungle Cruise setzte Disney auf dasselbe Erfolgsrezept, das bereits Fluch der Karibik zum Riesenerfolg machte. Der Film hatte jedoch das Pech, mitten während der Covid-Pandemie im Sommer 2021 zu erscheinen und wurde zeitgleich zum Kinostart auch auf Disney+ gegen einen Aufpreis veröffentlicht. Trotz der parallelen Verfügbarkeit im Stream spielte Jungle Cruise rund 221 Millionen US-Dollar an den weltweiten Kinokassen ein. Das war offenbar zunächst genug, um Pläne für ein Sequel anzukündigen. Doch Jahre gingen ins Land ohne weitere Updates zu Jungle Cruise 2, bis Hollywood-Insider Daniel Richtman letzten Sommer überraschend berichtete, dass Matthew Robinson (Love & Monsters) das Drehbuch zu Jungle Cruise 2 schreiben würde.

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Nur wenige Monate später folgte dann die Ernüchterung für alle Fans des Originalfilms: Bei einem Interview mit Entertainment Weekly anlässlich von The Smashing Machine erklärten Johnson und Blunt, dass Jungle Cruise 2 vom Tisch sei. Auf die Frage hin, ob der Film kommen würde, kam zunächst ein eindeutiges "Ich denke nicht" von den beiden, gefolgt von Johnsons Erklärung der Gründe: (aus dem Englischen)

Ich denke, als die Führungsriege bei Disney wechselte, kamen sie gerade aus der Covid-Zeit heraus. Covid hat unser Geschäft in vielerlei Hinsicht verändert. Ich denke, sie haben sich den Film angeschaut und dachten sich: "Wir haben es einmal gemacht, nicht sicher, ob wir es noch mal machen sollten." Das hatte nichts damit zu tun, ob unsere Chemie miteinander super war oder nicht. 

Blunt fügte hinzu:

Sie wollten die Segel nicht noch einmal hissen und das ist auch in Ordnung. 

Johnson spielt vermutlich darauf an, dass Jungle Cruise 2 im Gespräch unter Bob Chapek als Disneys CEO war. Als Bob Iger Ende 2022 den Posten wieder übernahm und Chapek ersetzte, machte er einige von dessen Entscheidungen wieder rückgängig.

Auch wenn Jungle Cruise 2 leider nicht kommen wird, haben Blunt und Johnson ihre nächste Zusammenarbeit schon in Aussicht: Sie sollen neben Leonardo DiCaprio in einem Gangsterepos von Martin Scorsese mitspielen, in dem Johnson einen hawaiianischen Gangsterboss verkörpern wird. Wann das Projekt verwirklicht wird, steht jedoch noch in den Sternen.

Hättet Ihr gerne Jungle Cruise 2 gesehen?

Quelle: Entertainment Weekly

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