Quelle: ITN Distribution

2020 weiß bis zum Schluss zu überraschen. Schon wieder sind wir bei einem "was zum Geier ist das?!"-Film gelandet. Ich meine, ein Actionfilm mit dem ehemaligen Schwergewichts-Champion Mike Tyson klingt ja nicht grundsätzlich schlecht. Ein Schurkenauftritt des massiven isländischen "Game of Thrones"-Darstellers und stärksten Mannes der Welt Hafþór Júlíus Björnsson? Klar, warum nicht. Tyson und er spielten bereits in Kickboxer: Die Abrechnung mit, in dem Björnsson ebenfalls den Bösewicht zum Besten gab. Ich meine, in romantischen Komödien wird er vermutlich in absehbarer Zeit nicht auftreten.

In Desert Strike, vormals bekannt als Hamlet Pheroun oder Pharaoh’s War, einem ägyptischen Actionfilm, spielt Tyson den Ex-Soldaten Rick, der Flüchtlinge durch zerbombte Städte und die Wüste eskortiert. Björnsson spielt Frank, den Anführer einer skrupellosen Söldnertruppe, der mit Frank offenbar eine Vorgeschichte hat. Die Söldner entführen die Kinder und Frauen der Flüchtlinge, und Rick und seine Gefährten müssen sie befreien.

Das klingt jetzt alles generisch und unoriginell, aber nicht zwingend schlecht. Doch dann haben wir den Trailer zu Desert Strike, und meine Fresse, sieht das grässlich aus! Ich weiß gar nicht, war schlimmer ist: die Dialoge oder deren Darbietung von Tyson und Björnsson, die das Ganze wie eine Parodie wirken lässt. Nichts gegen anspruchslose Hirn-aus-Actionfilme, aber der hier sieht aus, als sei sich sogar Steven Seagal zu schade dafür gewesen.

Desert Strike kam bereits letzten Sommer in Ägypten in die Kinos und wird demnächst in den USA über Video-On-Demand erscheinen. Einen deutschen Starttermin oder Verleih hat er noch nicht. Er sieht aber nach einem Film aus, der sehr schnell in der 1-Euro-Grabbelkiste von Saturn landen wird. Man kann vermutlich auch den einen Euro besser investieren. Andererseits, wer weiß, vielleicht bietet der Film ja auch genug unfreiwillige Lacher, um seine Existenz irgendwie zu rechtfertigen.