Wegen schwacher Quoten abgesetzt: Keine 4. Staffel für "CSI: Vegas"-Revival

Beverly Hills Cop, Top Gun, The Rock, Armageddon, Con Air, Pearl Harbor, Bad Boys, Black Hawk Down, Fluch der Karibik und Das Vermächtnis der Tempelritter. Wisst Ihr, was alle diese Filme gemeinsam haben, außer dass sie große Kassenhits waren und das Popcorn-Kino ihrer Ära dominierten? Ein Name: Jerry Bruckheimer. Kein anderer Produzent in der modernen Hollywood-Geschichte zeichnete sich für so viele große Kinohits verantwortlich wie er und kein anderer Produzentenname wird so häufig für die Vermarktung eines Films verwendet wie seiner. Denn wenn Bruckheimer auf einem Projekt draufsteht, wissen die meiste Filmfans schon, was sie erwartet. Trotz gelegentlicher Ausrutscher wie Prince of Persia und Bad Company ist sein Name meist ein Gütesiegel für große Mainstream-Unterhaltung.

Doch Bruckheimer produziert nicht nur Filme, sondern auch TV-Serien und einen seiner größten Erfolge feierte er nicht im Kino, sondern im Fernsehen mit einer seiner ersten Serien. Mit "CSI: Vegas" produzierte er vermutlich die einflussreichste Krimiserie des 21. Jahrhunderts. "CSI: Vegas" ging 2000 an den Start und ebnete den Weg für weitere Krimi-Dauerbrenner wie "Navy CIS" und "Criminal Minds". Außerdem prägte die Serie die öffentliche Wahrnehmung der forensischen Polizeiarbeit.

Im Laufe ihrer 15 Staffeln zog "CSI: Vegas" drei mal mehr, mal weniger erfolgreiche Spin-Offs ("CSI: Miami", "CSI: NY", "CSI: Cyber") nach sich. Die meisten ursprünglichen Ermittler:innen des CSI-Büros von Las Vegas haben die Serie nach und nach verlassen und nach 15 Staffeln beendete CBS 2015 "CSI: Vegas" mit einem zweiteiligen Fernsehfilm, für den mehrere Originalstars für einen letzten Fall noch einmal zurückgekehrt sind. Ein Jahr später wurde der erfolglose Ableger "CSI: Cyber" abgesetzt und mit ihm endete das "CSI"-Franchise.

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Doch natürlich bleibt eine etablierte Marke wie "CSI" nicht lange tot und sechs Jahre nach dem Ende der Originalserie kehrte sie im neuen Gewand und mit einigen bekannten Gesichtern zurück. Im Gegensatz zum "Criminal Minds"-Revival, das exklusiv für den Streamer Paramount+ produziert wird, lief die Neuauflage von "CSI: Vegas" wieder bei CBS. William Petersen und Jorja Fox verkörperten in der ersten Staffel wieder ihre Rollen als Gil Grissom und Sara Sidle, während Paul Guilfoyle und Wallace Langham Gastauftritte als Jim Brass und David Hodges absolvierten. Das Revival kam gut an und wurde um eine zweite Staffel verlängert. Weder Petersen und Fox kehrten darin zurück, dafür jedoch Originalstar Marg Helgenberger als Catherine Willows, die das neue Team von Maxine Roby (Paula Newsome) unterstützte. Sie blieb dann auch für die dritte Staffel.

Jetzt endet die "CSI"-Ära ein weiteres Mal. Obwohl die aktuellen Einschaltquoten sogar über dem Vorjahr liegen und deutlich über den Quoten verlängerter ABC-Serien wie "The Rookie", "Grey’s Anatomy" oder "Will Trent", gelten bei CBS andere Maßstäbe. Mit rund 6,2 Millionen Zuschauern pro Folge liegen die Quoten der dritten "CSI: Vegas"-Staffel aktuell hinter allen anderen CBS-Dramaserien mit der Ausnahme von "So Help Me Todd". Weil CBS bereits mehrere neue Serien wie "NCIS: Origins", "Watson" und das "Matlock"-Reboot für die nächste TV-Saison 2024/2025 bestellt hat und entsprechend Platz im Programm braucht, muss "CSI: Vegas" als quotenschwächste Serie des Senders dran glauben.

Ob es noch einen richtigen Abschluss geben wird, ist unklar. Da die wegen des Schauspielerstreiks auf nur zehn Folgen verkürzte Staffel jedoch vermutlich komplett abgedreht ist, konnte die Absetzung höchstwahrscheinlich nicht mehr rechtzeitig berücksichtigt werden, was ein frustrierendes offenes Ende für die Fans bedeuten könnte. Andererseits muss man natürlich dankbar sein, dass "CSI: Vegas" überhaupt noch eine Chance bekommen hat und ein Wiedersehen mit beliebten alten Charakteren ermöglichte.

Wann die dritte und letzte "CSI: Vegas"-Staffel nach Deutschland kommen wird, ist noch nicht bekannt. Die ersten beiden Staffeln sind bei RTL+ und Paramount+ im Stream zu sehen. VOX strahlte dieses Jahr außerdem die zweite Staffel als Free-TV-Premiere aus.

Quelle: Deadline

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