„Cheers“-Schöpfer schließt ein Revival aus

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Cheers Revival

John Ratzenberger, Kelsey Grammer, Rhea Perlman, Ted Danson, Kirstie Alley, Woody Harrelson und George Wendt in „Cheers“ © Paramount Network Television

Quellen: TV Insider

Ich habe Ted Danson als Antagonisten Arthur Frobisher aus der der Anwaltsserie „Damages“ kennengelernt und liebte seine humorvollen Rollen in „Bored to Death“ und vor allem in „The Good Place“, doch Millionen Serienfans aus einer älteren Generation kennen Danson am besten als Frauenhelden, Ex-Alkoholiker und Barbesitzer Sam Malone aus dem Sitcom-Hit „Cheers“. Wie „M*A*S*H“, „Frasier“ und „Seinfeld“, ist „Cheers“ komplett an mir vorbeigegangen, doch in den Achtzigern und frühen Neunzigern war keine Serie in den USA beliebter und wurde auch zum Sprungbrett von Woody Harrelson Karriere, der als Barkeeper namens Woody ab der vierten Staffel eine seiner ersten Rollen überhaupt spielte.

„Cheers“ endete nicht, weil die Serie an Beliebtheit eingebüßt hat, sondern weil Danson nach elf Jahren als Sam Malone genug hatte. Das Serienfinale erreichte im Mai 1993 in den USA rund 93 Millionen Zuschauer, knapp 40% der Gesamtbevölkerung des Landes zu der Zeit, und ist bis heute eine der meistgesehenen Serienfolgen aller Zeiten. Noch im selben Jahr startete das Spin-Off „Frasier“, in dem Kelsey Grammer seinen „Cheers“-Charakter Frasier Crane weitere elf Staffeln lang verkörperte. Der Ableger war ebenfalls ein Riesenerfolg und gewann 37 Emmys, darunter fünf als „Beste Comedyserie“.

Dieses Jahr kehrt „Frasier“ zurück. Nachdem Grammer sich selbst dafür eingesetzt hat, den Psychiater, den er zwei Jahrzehnte lang gespielt hat, zurückzubringen, wurde ein „Frasier“-Revival mit ihm bestellt und wird im Oktober bei Paramount+ Premiere feiern. Bedeutet die Rückkehr von „Frasier“, dass wir auch ein Revival von „Cheers“ bekommen könnten? Keine Chance laut Serien-Mitschöpfer James Burrows, der auch viele Folgen von „Cheers“ inszeniert hat. Als er kürzlich danach gefragt wurde, erzählte er: (aus dem Englischen)

Nein. Nein, daran soll man nicht rütteln. Wir haben damals darüber geredet, ob wir weitermachen sollten, nachdem Ted (Danson) gegangen ist und wir haben gesagt: „Nein, das war’s. Packt es ein, zeigt Wiederholungen, verkauft die Lizenzen und lasst die Leute es genießen.“

Da man die Magie der Sitcoms aus den Achtzigern heutzutage sowieso nicht mehr gut einfangen könnte, würde jedes Revival die Fans des Originals vermutlich eh enttäuschen.

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