"BioShock"-Verfilmung wird voraussichtlich nächstes Jahr gedreht

Trotz gelegentlicher Rohrkrepierer wie Borderlands oder Return to Silent Hill stehen Videospielverfilmungen in Hollywood weiterhin hoch im Kurs. Super Mario Galaxy nimmt aktuell Kurs auf eine Milliarde US-Dollar an den Kinokassen, die ersten Vorverkaufszahlen für Mortal Kombat II deuten auf einen echten Blockbuster hin, die Reaktionen auf die ersten Testvorführungen des Resident-Evil-Films vom Weapons– und Barbarian-Macher Zach Cregger sind begeistert und mit Street Fighter und Angry Birds 3 stehen dieses Jahr zwei weitere Game-Adaptionen mit Hitpotenzial an. Außerdem laufen derzeit die Dreharbeiten zur "Tomb Raider"-Serie mit Sophie Turner, zur "God of War"-Serie sowie zum The-Legend-of-Zelda-Film, während Serienadaptionen von "Far Cry", "Mass Effect" und "Wolfenstein" aktuell entwickelt werden. Als leidenschaftlicher Zocker kann man also nicht klagen, insbesondere da Hollywood nach unzähligen Misserfolgen scheinbar endlich das richtige Rezept für gute (oder zumindest erfolgreiche) Videospieladaptionen gefunden hat.

Eine Videospielverfilmung, die seit fast zwei Jahrzehnten im Gespräch ist, hat durch die neue Welle erfolgreicher Game-Adaptionen wieder Auftrieb bekommen und könnte bald endlich Wirklichkeit werden. Nachdem Universals Bemühungen, das gefeierte Biopunk-Game "BioShock" zu verfilmen, an den Budgetvorstellungen des Regisseurs Gore Verbinski gescheitert waren, kündigte Netflix 2022 einen "BioShock"-Film vom Die-Tribute-von-Panem-Regisseur Francis Lawrence an. Nach einem Regimewechsel beim Streamer wurde das veranschlagte Budget für den Film gekürzt, das Projekt blieb jedoch weiterhin in der Entwicklung. Allerdings kamen bei Lawrence weitere Projekte dazwischen, wie die beiden Panem-Prequels und die Stephen-King-Verfilmung The Long Walk – Todesmarsch. Letztes Jahr vermutete Produzent Roy Lee noch, dass BioShock 2026 vor die Kameras gehen könnte, doch dann machte Die Tribute von Panem – Sunrise on the Reaping den Plänen einen Strich durch die Rechnung. Aufgeschoben ist jedoch nicht aufgehoben und in einem neuen Interview stellte er den Drehstart nächstes Jahr in Aussicht: (aus dem Englischen)

Wir hätten den Film schon vor ein paar Jahren drehen können, aber dann kamen andere Projekte dazwischen, darunter The Long Walk und das Prequel zu Die Tribute von Panem, das im Dezember dieses Jahres erscheint.

Wir warten nur darauf, dass er (Francis) die Post-Production abschließt, denn er wird mindestens bis September daran arbeiten, und sich dann wieder darauf stürzt. Ich weiß, dass Netflix und Take-Two sehr gespannt auf den Film sind, weil sie den Start mit einigen der potenziellen neuen Versionen des Spiels zusammenfallen lassen wollen.

Es läuft stetig vorwärts, aber man weiß ja, wie das so ist. Es ist … es könnten so viele Dinge dazwischenkommen, aber ich weiß, dass das Ziel darin besteht, hoffentlich nächstes Jahr mit der Produktion zu beginnen.

Die Zeit vergeht wirklich schnell, denn ich kann mich noch lebhaft an die Trailer zum ersten "BioShock"-Game erinnern, die im Sommer 2007 beim Fantasy Filmfest liefen. Damals war ich schon von der Biopunk-Ästhetik und den Bildern der Unterwasserstadt Rapture beeindruckt und dachte, dass sich das Spiel bestimmt für eine Verfilmung anbieten würde. Dass es so lange dauern würde, bis wir eine bekommen, hätte ich nicht gedacht.

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Das erste "BioShock"-Spiel, auf dem der kommende Film basieren soll, spielt in den sechziger Jahren und handelt davon, wie Jack, der Überlebende eines Flugzeugabsturzes, eine gigantische Unterwasserstadt namens Rapture im Atlantik entdeckt, die in den Vierzigern von einem visionären Industrie-Magnaten für die Gesellschaftselite erbaut wurde. Doch ethisch fragwürdige Genexperimente führten letztlich zum Untergang der Stadt. Es sind seitdem zwei weitere "BioShock"-Games erschienen, von denen das dritte, "BioShock: Infinite", nicht mehr in Rapture, sondern in der schwebenden Steampunk-inspirierten Stadt Columbia im Jahr 1912 spielt.

Quelle: Collider

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