Beste visuelle Effekte aller Zeiten
Links: Terminator 2 – Tag der Abrechnung (1991) © TriStar Pictures
Mitte: Jurassic Park (1993) © Universal Pictures
Rechts: King Kong (2005) © Universal Pictures
Quelle: Deadline

Heutzutage sind wir als Kinogänger verwöhnt, was Effekte in Filmen betrifft. Sofern das entsprechende Budget vorhanden ist, sind der Fantasie der Filmemacher mittlerweile keine Grenzen mehr gesetzt. Motion-Capturing und Computereffekte erschaffen photorealistische Welten auf der Leinwand. Erst diesen Sommer fiel mir bei Planet der Affen – Survival mehrfach die Kinnlade runter, denn bessere visuelle Effekte habe ich vermutlich noch nie gesehen. Manchmal denkt man, dass es gar nicht mehr besser werden kann, doch natürlich irrt man sich. So dachten vermutlich auch irgendwann unsere Eltern und Großeltern, wenn sie Filme wie Jason und die Argonauten, Superman oder Blade Runner sahen. Der Großteil der Effekte, die uns jetzt noch beeindruckend erscheinen, wird in 10-15 Jahren jedoch veraltet wirken.

Gute visuelle Effekte gibt es in Filmen zuhauf. Heutzutage setzt man sie bei Blockbustern voraus, alleine reichen sie nicht aus, um einen guten Film auszumachen. Doch es gibt immer wieder einige wenige Filme, die in puncto Effekte Maßstäbe setzen. Diese gibt es seit Anbeginn des Kinos und wird es vermutlich immer geben. Filmfans aller Altersklassen kennen solche Filme. Als Superman erstmals auf der Leinwand flog, Steven Spielberg Dinosaurier zum Leben erweckte oder George Lucas Weltraumschlachten inszenierte, war man Zeuge von etwas, das man so noch nie gesehen hat.

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Die Visual Effects Society (VES), der Industrie-Fachleute für visuelle Effekte angehören, zeichnet jedes Jahr Filme mit besten Effekten aus. Zur Feier ihres 20-jährigen Bestehens wählte die VES jetzt 70 Filme, die die einflussreichsten Effekte aller Zeiten hatten. Das Kriterium war, dass die Liste Filme repräsentiert, die einen bedeutsamen, anhaltenden Einfluss auf die Praxis und Wertschätzung von visuellen Effekten in der Kunst des cineastischen Ausdrucks und Erzählform hatten.

Dabei galt der Blick der gesamten Filmgeschichte. Der älteste Film auf der Liste ist Georges Méliès' Die Reise zum Mond von 1902, die jüngsten sind Mad Max: Fury Road und Ex Machina von 2015.

Unten findet Ihr die gesamte Liste, die eigentlich alle üblichen Verdächtigen enthält, aber auch diverse originelle Entscheidungen:

300
2001: Odyssee im Weltraum
20.000 Meilen unter dem Meer (1954)
Abyss – Abgrund des Todes
Alarm im Weltall
Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt
Aliens – Die Rückkehr
An American Werewolf in London
Apollo 13
Avatar
Blade Runner
Citizen Kane
Das Ding aus einer anderen Welt (1982)
District 9
E.T. – Der Außerirdische
Ex Machina (2015)
Falsches Spiel mit Roger Rabbit
Forrest Gump
Das fünfte Element
Das Geheimnis der verwunschenen Höhle
Das Geheimnis des verborgenen Tempels
Gertie the Dinosaur
Ghostbusters (1984)
Godzilla (1954)
Gravity
Der Herr der Ringe – Die Gefährten
Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs
Der Herr der Ringe – Die zwei Türme
Hinter dem Horizont
Das Imperium schlägt zurück
Inception
Independence Day
Die Jäger des verlorenen Schatzes
Jason und die Argonauten
Jurassic Park (1993)
King Kong (1933)
King Kong (2005)
Krieg der Sterne
Krieg der Welten (1953)
Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger
Mad Max: Fury Road
Mary Poppins
Die Maske
Matrix
Metropolis
Die phantastische Reise
Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2
Planet der Affen
Planet der Affen – Prevolution
Die Reise zum Mond
Die Rückkehr der Jedi-Ritter
Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937)
Ein Schweinchen namens Babe
Der seltsame Fall des Benjamin Button
Sinbads siebente Reise
Sin City
Starship Troopers
Superman
Der Tag, an dem die Erde stillstand (1951)
Terminator
Terminator 2 – Tag der Abrechnung
Titanic (1997)
Total Recall (1990)
Toy Story
Transformers
TRON
Unheimliche Begegnung der dritten Art
Die verlorene Welt (1925)
Der weiße Hai
Der Zauberer von Oz
Die zehn Gebote (1956)
Zurück in die Zukunft

Mit sechs Filmen ist James Cameron der meistvertretene Regisseur auf der Liste, gefolgt von Steven Spielberg mit fünf genannten Werken. Interessant sind die Nennungen von Transformers, Das Geheimnis des verborgenen Tempels, Planet der Affen – Prevolution und Ghostbusters. Sie alle waren für ihre Effekte bei den Oscars nominiert, verloren aber gegen Filme, die es wiederum nicht auf die obige Liste geschafft haben (darunter Hugo Cabret und Der goldene Kompass).

Im Prinzip deckt diese Liste die Meilensteine der visuellen Effekte sehr gut ab. Ich persönlich hätte mir noch die Erwähnung des für seine Effekte sehr unterschätzten Hollow Man sowie des effektetechnisch etwas subtileren, aber phänomenalen Pleasantville gewünscht.

Trotz der Fülle von visuell spektakulären Superheldenfilmen heutzutage, hat es nur ein einziger auf die Liste geschafft – Superman. Auf den ersten Blick ist das vielleicht verwunderlich, jedoch durchaus nachvollziehbar. Die Effekte in den neuen Marvel- und DC-Filmen sind zwar toll, jedoch sind sie keineswegs bahnbrechend oder wegweisend.

Vermisst Ihr irgendwelche Filme auf der Liste?