Practical Magic 3 ist möglich laut Sandra Bullock

Nicht alle beliebten Filme finden Ihr Publikum auf Anhieb. Manche Filme floppen zunächst an den Kinokassen, erlangen aber mit der Zeit Kultstatus im Heimkino. Ridley Scotts Blade Runner ist das Paradebeispiel für einen Film, der seiner Zeit voraus war und bei seiner Erstauswertung im Kino unterging. Inzwischen gilt Blade Runner jedoch längst als einer der wegweisendsten und einflussreichsten Filme im Science-Fiction-Genre überhaupt. Doch nur weil ein Film Kultstatus genießt, bedeutet das nicht automatisch, dass eine Fortsetzung viele Jahre später erfolgreich wird. Auch das konnte man nämlich am Beispiel des erstaunlich gelungenen Sequels Blade Runner 2049 von Denis Villeneuve beobachten. Die visuell spektakuläre Fortsetzung begeisterte 2017 die Kritiker und gewann zwei Oscars, spielte aber nicht einmal ihr hohes Budget an den Kinokassen wieder ein.

Niemand würde natürlich auf die Idee kommen, das Vermächtnis der romantischen Fantasykomödie Zauberhafte Schwestern (OT: Practical Magic) aus dem Jahr 1998 mit dem von Blade Runner zu vergleichen. Zauberhafte Schwestern floppte seinerzeit ebenfalls an den Kinokassen und wurde auch gehörig in der Kritik zerrissen, fand jedoch auch im Heimkino ein neues Publikum. Nichtsdestotrotz überraschte Warner Bros. die Filmwelt vor zwei Jahren mit der Ankündigung eines Sequels mit den beiden Originalstars Sandra Bullock und Nicole Kidman. Das Studio spekulierte dabei sicherlich sowohl auf die Fangemeinde des ersten Films als auch auf die deutlich gestiegene Starpower seiner beiden Darstellerinnen. Die beiden Schauspielerinnen haben seit dem Originalfilm jeweils einen Oscar gewonnen und zählen zu den größten Stars Hollywoods.

Um auch ein jüngeres Publikum zu erreichen, wurden die Darstellerinnen der Töchter von Bullocks Charakter (u. a. Evan Rachel Wood) mit den Shooting Stars Maisie Williams ("Game of Thrones") und Joey King (The Kissing Booth) umbesetzt, natürlich auch mit dem Kalkül, das Franchise ggf. an die nächste Generation zu übergeben. Tatsächlich hat Bullock im Interview mit Vanity Fair bestätigt, dass, falls der zweite Film beim Publikum zünden sollte, Practical Magic 3 kommen und die beiden Jungstars noch mehr in den Mittelpunkt rücken würde: (aus dem Englischen)

Wenn das gut ankommt, machen wir einen dritten Teil, und dann geben wir den Staffelstab an die Mädchen weiter.

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Doch wie bereits eingangs angedeutet, führt der Kultstatus eines Films nicht zwingend zu kommerziellem Erfolg des Nachfolgers. Und Practical Magic 2 – Zauberhafte Schwestern macht seinen Vorgänger in jeglicher Hinsicht nach. Sowohl die Kritiken als auch die bisherigen Einspielergebnisse sind bestenfalls mittelprächtig. Das Sequel nimmt derzeit Kurs auf ein weltweites Einspiel von knapp über 100 Millionen US-Dollar, was nur unwesentlich mehr wäre als beim Originalfilm trotz fast drei Jahrzehnten Inflation dazwischen. Das bedeutet, dass tatsächlich deutlich weniger Menschen Kinotickets für die Fortsetzung gelöst haben werden als für den ersten Film. Heißt das automatisch, dass ein weiterer Film definitiv vom Tisch ist? Nicht zwingend. Schließlich wird auch die Welt von Blade Runner demnächst fortgeführt, diesmal mit der Amazon-Prime-Serie "Blade Runner 2099".

Inhaltlich hätte Practical Magic Potenzial für einen weiteren Film. Zwar scheint der Owens-Fluch diesmal endgültig (?) gebrochen zu sein, Nicole Kidmans Charakter Gillian hat jedoch immer noch kein Love Interest und auch Maisie Williams' Figur kam im zweiten Film sehr kurz und ist definitiv ausbaufähig.

Wie fandet Ihr Practical Magic 2 und hättet Ihr Interesse an einem dritten Film?

Quelle: Vanity Fair

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