Mercy: KI-Thriller mit Chris Pratt ab sofort bei Amazon Prime Video im Abo zu streamen

Künstliche Intelligenz fasziniert Filmemacher seit Jahrzehnten, doch was lange eine Science-Fiction-Dystopie war, scheint aktuell zum Greifen nah. KI ist heutzutage allgegenwärtig und bietet der Menschheit ungeahnte Möglichkeiten, birgt aber auch massives Missbrauchspotenzial. Die Vorteile und die Gefahren der KI werden Filmemacher in der Post-ChatGPT-Ära mehr beschäftigen denn je. Leider garantiert ein spannendes Thema nicht automatisch einen guten oder erfolgreichen Film, ebenso wenig namhafte Stars aus Franchises wie Guardians of the Galaxy und Dune.

Im Januar kam mit Mercy einer der ersten Filme in die Kinos, die eine direkte Reaktion auf die Verbreitung der KI in unserem Leben waren. In dem Film wird in einer nicht allzu fernen Zukunft ein KI-Gericht in Los Angeles eingeführt, um die Verbrechenswelle einzudämmen und die überfrachteten Gerichte durch einen schnellen Prozess zu entlasten. Innerhalb von nur 90 Minuten fällt das sogenannte "Mercy Court" ein Urteil – und vollstreckt es auch direkt. Einer der größten Befürworter des Programms ist der von Marvel-Star Chris Pratt gespielte Polizist Chris Raven, dessen Partner im Dienst getötet wurde. Doch eines Tages erwacht Chris selbst nach einer durchzechten Nacht festgeschnallt auf einem Stuhl und muss sich vor der virtuellen Richterin Maddox (Rebecca Ferguson) für den Mord an seiner Ehefrau (Annabelle Wallis) verantworten, den er natürlich vehement von sich weist. Chris hat nur 90 Minuten, um seine Unschuld zu beweisen.

Mercy erinnert in seinen Ideen an Steven Spielbergs Sci-Fi-Thriller Minority Report, doch sein Regisseur Timur Bekmambetov (Wanted) ist nicht Spielberg, und Pratt ist auch nicht Tom Cruise. Obwohl der gesamte Film ein Wettlauf gegen die Zeit ist, an dessen Ende dem Protagonisten die Hinrichtung droht, plätschert er über weite Strecken in vorhersehbaren Bahnen vor sich hin. Mercy ist bestenfalls filmisches Junk Food, und das reicht den meisten Kinogänger:innen heutzutage einfach nicht aus. An den Kinokassen floppte die 60-Millionen-Dollar-Produktion mit einem weltweiten Einspiel von 55 Millionen US-Dollar. Vielleicht wird er ja sein Publikum im Stream finden. Exakt zwei Monate nach seinem Kinostart ist der von Amazon MGM Studios produzierte Film vorgestern, am 22. März, weltweit bei Prime Video erschienen. Der Film ist insgesamt kurzweilig genug, dass ich nicht direkt von einer Sichtung abraten würde, eine Empfehlung wäre jedoch definitiv zu viel des Guten.

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Hier ist der deutsche Trailer zu Mercy:

Quelle: Amazon Prime Video

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