Während Genrefans hierzulande nur davon träumen können, gibt es in Spanien schon lange eine robuste, florierende Horrorfilmindustrie, die Filme wie Das Waisenhaus, Julia’s Eyes, Verónica, Die Hexen von Zugarramurdi, The Devil’s Backbone und The Others hervorgebracht hat. Der prominenteste Name in der spanischen Horrorszene ist Jaume Balagueró. Sein "Found Footage"-Horrorfilm [REC], den er auch selbst schrieb und gemeinsam mit Paco Plaza inszenierte, zählt zu den intensivsten Kinoerlebnissen, die ich je hatte. Neben zwei Fortsetzungen zu [REC] drehte Balagueró Horrorfilme wie The Nameless, Darkness, Fragile und den bitterbösen Psychothriller Sleep Tight.
Nachdem "Élite"-Darstellerin Ester Expósito vor vier Jahren die Hauptrolle in seinem letzten Genre-Ausflug Venus verkörpert hatte, besetzte Balagueró in seinem nächsten Horrorthriller den Star eines anderen spanischen Serienhits von Netflix: Úrsula Corberó aus "Haus des Geldes" übernimmt die Hauptrolle in There’s Someone in the Garden (OT: Hay alguien en el jardín), der irgendwo zwischen klassischem Geisterhorror und einem Krimithriller angesiedelt ist. Guillem Clua schrieb das Drehbuch, in dem ein zehnjähriges Mädchen nach einer Reihe seltsamer Vorkommnisse zur Überzeugung kommt, dass das neue Haus ihrer Familie von einem Geist heimgesucht wird – bis ein großer Twist die Handlung in eine ganz andere Richtung lenkt. Das Projekt wurde beim European Film Market parallel zur Berlinale präsentiert. Für Corberó wird es der erste Genrefilm seit über zehn Jahren sein.
Die Dreharbeiten zu There’s Someone in the Garden werden voraussichtlich im November beginnen. Der Film klingt definitiv nach einem Kandidaten für das Fantasy Filmfest bzw. die Fantasy Filmfest Nights, wo bereits mehrere Werke des Regisseurs liefen.
Quelle: Variety














