Kenneth Branagh in „Wallander“ © BBC One

Quelle: Comingsoon

Im Sommer wurde bereits bekannt, dass Shakespeare-Mime Kenneth Branagh eine Neuauflage von Agatha Christies Der Mord im Orientexpress in die Kinos bringen wird. Es wird eine von vielen Adaptionen des berühmten Krimis, doch sie wird sich vor allem mit Sidney Lumets starbesetztem Film aus dem Jahre 1974 messen müssen, in dem Albert Finney den belgischen Meisterdetektiv Hercule Poirot spielte, der an Bord des besagten Orientexpress den Mord an einem Amerikaner untersucht und dabei 12 Verdächtige unter die Lupe nimmt. Der Film erhielt sechs Oscarnominierungen und gilt bis heute für viele als eine der besten Adaptionen eines Christie-Romans überhaupt.

Jetzt wissen wir, wer in Finneys Fußstapfen treten wird – und das ist Branagh höchstpersönlich. In den letzten 15 Jahren ist Branagh immer seltener auf der Leinwand zu sehen gewesen – genau genommen nur sechsmal seit 2000. Nur einmal davon war es in einem Film, bei dem er selbst Regie führte (Jack Ryan: Shadow Recruit). Man kann hoffen, dass seine Performance als Poirot mehr Eindruck hinterlassen wird als der eindimensionale russische Bösewicht in der Tom-Clancy-Verfilmung. Mit Detektiven kennt sich Branagh bestens aus. Eine seiner berühmtesten Rollen ist vermutlich die des Ermittlers Kurt Wallander, die er in der britischen Serienadaption von Mankells „Wallander“-Romane über mehrere Jahre spielte.

Als Regisseur konnte Branagh in den letzten Jahren die zwei größten Erfolge seiner Karriere verbuchen, Thor und Cinderella (Jack Ryan war hingegen eher eine finanzielle Enttäuschung). Mit der richtigen Besetzung kann ich mir auch vorstellen, dass Der Mord im Orientexpress ebenfalls bei den Kinogängern einschlagen wird. Ich bin meinerseits sehr gespannt, da wir heutzutage nur noch selten Verfilmungen von Agatha Christies Romanen im Kino zu sehen bekommen.