Insidious 4

Quelle: Bloody Disgusting

Sein mit Abstand größter Kinohit ist Fast & Furious 7, der weltweit mehr als $1,5 Milliarden eingespielt hat, doch James Wans größter Beitrag als Regisseur gilt dem Horrorgenre. Seit 2004 hat er drei der beliebtesten Horrorfilme der letzten 15 Jahre inszeniert und damit bereits drei Franchises begründet: Saw, Insidious und Conjuring. Die ersten beiden zogen bereits insgesamt acht Sequels nach sich (wobei Wan nur bei einem davon, Insidious: Chapter 2, selbst Regie führte). Von Conjuring gab es mit Annabelle ein erfolgreiches Spin-Off, das zu einem eigenen Franchise führte und Conjuring 2 (wieder mit Wan im Regeistuhl) erwartet uns diesen Juni. Während das Saw-Franchise seit sechs Jahren ruht und auf sein unvermeidliches Revival wartet und es sich noch zeigen wird, ob Conjuring 2 mit dem überwältigenden Erfolg seines Vorgängers (mehr als $300 Mio Einspiel weltweit) mithalten kann und somit Potenzial für eine mehrteilige Filmreihe hat, geht die Insidious-Reihe auf jeden Fall weiter. Während der CinemaCon in Las Vegas hat Sony, die die Reihe international vertreiben, Insidious 4 offiziell angekündigt, wobei der Film in Tradition mit seinen Vorgängern vermutlich den Titel Insidious: Chapter 4 tragen wird. Weitere Details zu der Fortsetzung gibt es noch nicht. Leigh Whannell, der die ersten drei Filme schrieb und mit Insidious: Chapter 3 auch sein Regiedebüt feierte, hat durchaus Interesse an einem weiteren Film bekundet, bevor der dritte in die Kinos kam.

Dass Insidious 4 kommt, ist wirklich keine Überraschung. Zwar haben die Einnahmen des Sequels verglichen mit dem zweiten Kapitel, das bei den Genrefans gemischter ankam als das erste, deutlich nachgelassen, doch bei einem Budget von $10 Mio und einem weltweiten Einspiel von mehr als $110 Mio kann man sich wirklich nicht beschweren.

Die ersten beiden Filme erzählten noch eine zusammenhängende Geschichte von der Heimsuchung der Lambert-Familie (Patrick Wilson, Rose Byrne) durch einen bösartigen Dämon. Der dritte wurde hingegen als Prequel angelegt und erzählte eine eigenständige Geschichte, für die lediglich Lin Shaye als paranormale Ermittlerin Elise sowie Leigh Whannell und Angus Simpson als ihre beiden Assistenten/Geisterjäger Specs und Tucker zurückkehrten. Whannell hat des Weiteren Interesse bekundet, bei weiteren Sequels wieder den Zeitraum vor den Ereignissen des ersten Films zu erkunden. Das würde natürlich die Rückkehr von Lin Shaye als Konstante der Reihe ermöglichen, während sie sich immer unterschiedlichen Geisterphänomenen widmet. Auf diese Weise könnte die Insidious-Reihe noch eine ganze Weile existieren und von mir aus wäre das in Ordnung. Zwar fand ich nur den ersten Film wirklich gruselig und sehr gut gemacht, doch die beiden Fortsetzungen waren an und für sich solide und kurzweilige Geistergeschichten – Fast-Food-Horror sozusagen. Immerhin ist die Reihe bislang nicht so tief gesunken wie Paranormal Activity gegen Ende und das Konzept der Parallelwelt der Geister ist ein interessanter Ansatz, von dem ich gerne mehr sehen würde. Also Bahn frei für Insidious 4 (und 5 und 6…).

Zwischen dem ersten und dem zweiten Film vergingen zweieinhalb Jahre, zwischen dem zweiten und dem dritten etwas weniger als zwei. Vor dem Sommer/Herbst 2017 ist mit Insidious 4 sicherlich nicht zu rechnen, da es noch nicht einmal ein Drehbuch gibt. Sobald es konkrete Informationen zum Horror-Sequel gibt, werden wir sie Euch wissen lassen.