Leonardo DiCaprio Steve Jobs Biopic

Leonardo DiCaprio in The Wolf of Wall Street (2013) © Paramount Pictures

Quelle: The Hollywood Reporter

Schaut man sich die IMDB-Seite von Leonardo DiCaprio an, findet man dort über 30 (!!) Filmprojekte mit ihm, die angeblich in Arbeit sind. In Wahrheit wird wahrscheinlich nicht einmal ein Viertel davon in die Tat umgesetzt werden, denn DiCaprio wählt seine Filmprojekte sehr sorgfältig aus. Das kann er sich auch leisten. Fünf seiner letzten sechs Filme spielten weltweit mehr als $200 Mio ein (J. Edgar ist die Ausnahme) und drei davon wurden als "Bester Film" bei den Oscars nominiert. Das Ziel von DiCaprio ist klar: Prestigeprojekte mit Oscarchance. Immerhin wurde er schon viermal als Schauspieler (und einmal als Produzent) nominiert und ging stets leer aus. Lediglich sein nächster Film steht auf jeden Fall fest:  Alejandro González Iñárritus Rache-Western The Revenant – sicherlich eine weitere Chance auf den Goldjungen.

Einen Film, für den er lange vermutet wurde, wird er nun ganz definitiv nicht drehen, obwohl ihm dieser sicherlich große Oscarchancen beschert hätte – das von Aaron Sorkin geschriebene Steve-Jobs-Biopic, für das er gemeinsam mit dem Regisseur Danny Boyle angekündigt wurde. Den Quellen von The Hollywood Reporter zufolge möchte DiCaprio nach den Dreharbeiten zu The Revenant eine längere Pause von der Schauspielerei einlegen und wird deshalb nicht den IT-Giganten spielen – eine Rolle, die übrigens kürzlich im wenig gesehenen Film Jobs Ashton Kutcher gespielt hat.

Sorkins Film steht seit einiger Zeit unter keinem guten Stern, denn noch bevor DiCaprio und Boyle an Bord des Biopics kamen, sollte David Fincher den Film inszenieren. Nach seiner sehr erfolgreichen Zusammenarbeit mit Sorkin bei The Social Network, die Fincher eine Oscarnominierung und Sorkin sogar den Oscar selbst einbrachte, wirkte das Jobs-Biopic vielleicht sogar zu ähnlich, doch wer würde sich bei so einem Team beschweren? Doch als Fincher seinen Wunschkandidaten Christian Bale für die Hauptrolle nicht bekam, nahm er den Hut.

Sony lässt sich jedoch nicht entmutigen und hat bereits eine Wunschliste an weiteren Kandidaten für die Rolle: Ben Affleck, Matt Damon, Bradley Cooper und, kurioserweise, Christian Bale, den Fincher seinerzeit nicht bekam. Ob es denn wirklich einer der vier werden wird (und ich hoffe sehr, dass es Bale ist), müssen wir noch abwarten. Schade finde ich allerdings, dass es (vorerst) zu keiner Zusammenarbeit zwischen DiCaprio und Boyle kommen wird.