Quelle: TVLine

Es sind düstere Zeiten für die einst so populäre Krimiserie „Castle“ angebrochen. Seit Beginn der aktuellen 8. Staffel liegen die Einschaltquoten in den USA deutlich unter allen bisherigen Seasons und erst vergangene Woche fiel die Serie auf ein neues Zuschauertief. Dabei war bereits die 8. Staffel in gewisser Hinsicht eine schwere Geburt. Beide Hauptdarsteller, Nathan Fillion und Stana Katic, mussten nach dem Ablauf von Staffel 7 für eine weitere Season gesichert werden. Doch während Fillion den Vertrag schnell unterschrieb, waren die Verhandlungen mit Katic langwierig und ließen die Fans vor Anspannung den Atem anhalten. Letzten Endes konnte man sich mit Katic einigen und Caskett war wieder komplett. Allerdings hat Katic (und höchstwahrscheinlich auch Fillion) nur für eine weitere Seaosn unterschrieben, sodass nach dem Ende dieser Staffel die Verhandlungen von vorne losgehen würden.

Wenn eine Serie wie so lange läuft und so abhängig von ihren Darstellern ist wie „Castle“, dann steigen in der Regel mit der Laufdauer auch die Gehaltswünsche der Hauptdarsteller. In diesem Fall wohl auch nicht zu Unrecht, denn schließlich sind es Fillion und Katic bzw. deren Chemie, die der Serie überhaupt ihre treuen Fans eingebracht haben. Ein Problem gibt es jedoch, wenn die Gehälter steigen, während die Quoten sinken. Irgendwann wird es für den Sender schlicht nicht lukrativ genug und die Serie wird entweder eingestellt oder die Schauspieler müssen Gagenkürzungen hinnehmen oder es wird auf einige Schauspieler verzichtet. Angesichts der schwierigen Situation vor der letzten Staffel erscheint es zunehmend unwahrscheinlicher, dass wir noch eine reguläre 9. Staffel der Serie mit den beiden Hauptdarstellern zu sehen bekommen werden (natürlich passieren manchmal auch Last-Minute-Wunder).

Doch wie ABC-Chef Paul Lee kürzlich angedeutet hat, plane den Sender nicht zwingend, die Serie loszulassen – und deutete dabei an, dass es an möglichen Plänen gearbeitet wird, wie man die Serie im Fall der Fälle weiterführen könnte. Auf Nachfrage des Online-Portals TVLine hin, ob man sich ein Spin-Off mit anderen Charakteren oder eine Art Reboot mit neuem Setting vorstellen könnte, sollten Fillion oder Katic oder gar beide nicht mehr unterschreiben, erwiderte Lee, dass der Sender „Castle“ gerne noch viele Jahre lang weiterführen würde und dass es aktuell viele Konversationen innerhalb von ABC gebe, wie man es bewerkstelligen könnte.

Für die meisten „Castle“-Fans ist es allerdings unvorstellbar, dass die Serie ohne einen der Hauptdarsteller weitergeht, geschweige denn ohne beide. Es sind nicht die Kriminalfälle, die Castle und Beckett untersuchen, die sich zur größten Attraktion der Serie entwickelt haben, sondern eben ihre Hauptfiguren. Insbesondere ohne Fillions Rick Castle scheint eine Fortführung recht sinnlos. Natürlich hat man sich auch eins bemüht, „Akte X“ ohne David Duchovny weiterzuführen, doch an das Ergebnis erinnern sich die meisten Fans nicht sehr gerne und das Ende der Serie ließ damals auch nicht lange auf sich warten. Was die Fans auf jeden Fall nicht befürchten müssen, ist ein offenes Ende. Die Autoren der Serie haben das Finale der 8. Staffel so geschrieben, dass es nach Bedarf auch gut als Serienfinale funktionieren könnte, ließen aber natürlich die Möglichkeit einer Fortführung offen.