Quelle: Stitch Kingdom

In genau einem Monat startet Batman v. Superman: Dawn of Justice in unseren Kinos. Wie kürzlich offiziell bestätigt wurde, wird die Laufzeit des Films 151 Minuten betragen, also acht Minuten mehr als bei seinem Vorgänger Man of Steel. Auch wenn man zweieinhalb Stunden nicht gerade als kurz bezeichnen kann, haben sich doch einige Fans darüber gewundert, dass der Film nicht noch länger ausgefallen ist. Schließlich verfolgt er ein ambitioniertes Vorhaben, den Konflikt zwischen den titelgebenden Helden zu beleuchten und zusätzlich das Fundament für den kommenden Justice-League-Film und dessen Charaktere zu legen. Nebenbei müssen dann auch noch die Bösewichte Lex Luthor und Doomsday bekämpft werden. Dass die ursprüngliche Fassung des Films länger lief als die finale Kinofassung, dürfte niemanden überraschen, und die meisten rechneten fest mit einer Langfassung im Heimkino. Schließlich gab es bei fünf von Zack Snyders bisherigen fünf Realfilmen im Heimkino später eine verlängerte Fassung (die Ausnahmen sind 300 und Man of Steel). Watchmen wurde sogar erst mit einem Director’s Cut und später mit einem noch längeren Ultimate Cut veröffentlicht.

Was jedoch vermutlich nicht viele erwarteten, ist, dass die besagte Langfassung von Batman v. Superman ein R-Rating tragen wird, also die Erwachsenen-Altersfreigabe (ab 17 Jahren) in den USA, die hierzulande häufig, wenn auch nicht immer, der FSK16- oder FSK18-Freigabe entspricht. Genau das hat aber jetzt das stets zuverlässige Online-Portal Stitch Kingdom in einem Tweet (samt Produktnummer von Warner) enthüllt:

Ganz genau: von Batman v. Superman: Dawn of Justice wird es im Heimkino die Ultimate Edition mit einem R-Rating geben, die sich selbstverständlich von der PG-13-Fassung unterscheiden wird, wie die Bekanntmachung oben explizit hinzufügt.

Batman-Fans träumen schon lange von einem R-rated-Film über den dunklen Ritter, doch dass dieser ausgerechnet in Form von Batman v. Superman kommen wird, haben wohl nur die wenigsten erwartet! Wenn man darüber nachdenkt, ist es allerdings nicht allzu verwunderlich. Drei von Snyders Realfilmen kamen mit einem R-Rating in die Kinos und bei Sucker Punch wurde auf Blu-ray der Extended Cut mit der höheren Altersfreigabe nachgereicht. Lediglich von Man of Steel gab es wohl nie eine härtere Version. Zum sehr düsteren Ton von Snyders Filmen passt diese Freigabe allemal. Leider wissen wir noch nicht, wie viel länger diese Fassung sein wird und welche neuen Szenen sie beinhalten wird. Ich kann nur vermuten, dass die höhere Altersfreigabe auf Batmans brutales Vorgehen gegen die Kriminellen von Gotham zurückgeht.

Die Frage ist jetzt nur, ob sich einige Fans davon betrogen fühlen werden, dass sie erst später im Heimkino die härtere Langfassung sehen dürfen, und deshalb auf den Kinobesuch verzichten, oder (wie in meinem Fall) sich auf die Heimkinofassung freuen werden, sich aber dennoch mit Freude den Film nächsten Monat im Kino anschauen werden. Demnächst werden sich die Studios nach Deadpools Riesenerfolg vermutlich eher trauen, direkt den Film mit einem R-Rating in die Kinos zu bringen. Vergessen darf man jedoch nicht, dass letztlich nicht der Gewaltgrad über die Qualität des Films entscheidet…