Quelle: Paramount Pictures

Mit Gesamteinnahmen von fast 30 Milliarden US-Dollar ist Transformers eins der größten Medien-Franchises aller Zeiten. Der Löwenanteil des Umsatzes entfällt natürlich auf die massiven Spielzeugverkäufe, doch seit 2007 dominieren die wandelbaren außerirdischen Roboter auch die Kinoleinwände. Krawall-Meister Michael Bay erweckte die Transformers vor 15 Jahren zum Leben. Ihr erster und in meinen Augen mit Abstand bester Film, in dem der Einfluss des Produzenten Steven Spielberg noch spürbar war, spielte weltweit mehr als $700 Mio ein und ergatterte drei Oscarnominierungen in technischen Kategorien. Vier zunehmend längere und inkohärentere Sequels von Bay folgten, wobei der dritte und der vierte Film dank 3D-Hype und China weltweit die Milliardenmarke knackten. Als schließlich der grottenschlechte Transformers: The Last Knight 2017 erschienen ist, hatten viele Kinogänger von Bays schnell geschnittenen Materialschlachten die Nase voll und straften den fünften Teil mit dem niedrigsten Einspielergebnis der Reihe ab. Bay sah den Wink mit dem Zaunpfahl und verließ das Franchise endgültig.

Doch natürlich endete die Realfilm-Reihe, die bis dahin schon mehr als 4 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet hat, nicht mit Bay. Frisches Blut und ein neuer Ansatz musste her und so entstand unter der Regie von Travis Knight das angenehm kleinere, charmante und vor allem kürzere Prequel Bumblebee, das in den Achtzigern spielte und mit Hailee Steinfeld wieder eine sympathische menschliche Protagonistin hatte. Bumblebee erhielt mit Abstand die besten Rezensionen der gesamten Reihe und war für mich auch eindeutig der beste Transformers-Film seit dem ersten. Zwar spielte er noch weniger ein als sein Vorgänger, war jedoch dank geringerer Kosten profitabel und bot vor allem ein neues Fundament abseits der Bay’schen Effektorgien für das angeschlagene Franchise, auf dem Paramount aufbauen konnte.

Weiter geht es nächstes Jahr mit Transformers: Aufstieg der Bestien, der zwar eine Fortsetzung zu Bumblebee ist, aber keine von dessen menschlichen Figuren zurückbringt. Der Film spielt im Jahr 1994 und adaptiert die beliebte "Transformers"-Animationsserie "Beast Wars". In dieser geht es um den Konflikt zwischen den Maximals und Predacons, der Weiterentwicklung der Autobots bzw. Deceptions, die Tierformen annehmen. Die zentralen Schurken des Films sind jedoch die Terrorcons, eine besonders fiese Fraktion der Predacons. Ikonische Autobots wie Optimus Prime und Bumblebee dürfen natürlich auch nicht fehlen. Ach ja, Menschen gibt es auch wieder, diesmal gespielt von Anthony Ramos (In the Heights) und Dominique Fishback (Judas and the Black Messiah). Ron Perlman (Hellboy), Michelle Yeoh (Everything Everywhere All at Once), Peter Dinklage ("Game of Thrones") und Pete Davidson (Bodies Bodies Bodies) leihen in dem Film neuen Transformers ihre Stimmen. Inszeniert wurde der Film von Steven Caple Jr. (Creed II – Rocky’s Legacy).

Genug geredet: Unten könnt Ihr den ersten Teaser zu Transformers: Aufstieg der Bestien sehen, der zwar wieder spektakuläre Effekte und Action bietet, mich aber mehr an Bays Transformers-Filme erinnert als an den ruhigeren und humorvollen Bumblebee.

Deutscher Teaser

Originalteaser

Paramount hat bereits angekündigt, dass Transformers: Aufstieg der Bestien den Auftakt zu einer brandneuen Transformers-Trilogie bilden soll. Das Realfilm-Franchise ist also bis mindestens Teil 9 durchgeplant. Außerdem soll 2024 ein computeranimierter Transformers-Film in die Kinos kommen. Transformers: Aufstieg der Bestien wird bereits am 8.06.2023 hierzulande starten. Unten gibt es das Teaser-Poster zum Film zu sehen:

Transformers Aufstieg der Bestien Teaser Poster