Thor: Love and Thunder: Erste Abspannszene war Kevin Feiges Wunsch

Russell Crowe in Thor: Love and Thunder © 2022 Marvel Studios

Quelle: Uproxx

Artikel enthält Spoiler zu Thor: Love and Thunder!

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Man muss es Disney und Marvel lassen: So sehr das MCU eine gut geölte, durchstrukturierte und von Kevin Feige perfekt kontrollierte Erfolgsmaschine ist, lassen sie ihren Regisseuren dennoch meist genug Freiraum, um den Filmen ihren jeweils ganz persönlichen Stempel aufzudrücken und ihre Vorlieben und Markenzeichen umzusetzen. Guardians of the Galaxy wäre nie der gleiche Film ohne James Gunn und Ryan Coogler war auch wegweisend für Black Panther. Ob man Thor: Love and Thunder, der die Kinogänger aktuell wieder polarisiert, nun liebt oder hasst, man kann nicht abstreiten, dass es ein Taika-Waititi-Film durch und durch ist, vielleicht sogar noch mehr als sein Vorgänger, dessen Drehbuch nicht von Waititi selbst stammte.

Doch eine Schlüsselszene des Films ist tatsächlich nicht auf Waitits Mist gewachsen, sondern war die Idee und der direkte Wunsch von Kevin Feige. Die erste Abspannszene des Films, in der Russell Crowe als lädierter und vor allem in seinem Stolz verletzter Zeus über Menschen herzieht, die Superhelden anbeten, aber die Götter links liegen lassen, endet damit, dass Zeus die Menschen die Ehrfurcht beibringen will und dazu seinen Halbgott-Sohn Hercules auf Thor ansetzt. In der letzten Einstellung wird dann Brett Goldstein als Hercules enthüllt. Die Besetzung von Goldstein wurde bis zum Kinostart geheim gehalten und die Aussicht den ruppigen Ex-Fußballer Roy Kent aus "Ted Lasso" als Thors neuer Gegner zu sehen, sorgt bei mir für Vorfreude. Hercules feierte 1964 sein Comicdebüt und wurde von Stan Lee und Jcack Kirby aus der griechischen Mythologie adaptiert. Abwechselnd ein Antiheld oder Superheld, war Hercules auch lange Mitglied der Avengers in den Comics.

Auch wenn man durchaus meinen könnte, dass Waititi die Idee hatte, Goldstein als Hercules an Bord zu bringen (schließlich war seine Besetzung von Crowe als Zeus ein großartiger Einfall!), so gab der neuseeländische Filmemacher, dass es Feiges Wunsch war, Goldstein in der Rolle zu haben und Hercules in dem Film einzuführen. Welche Rolle Hercules in der Zukunft des MCU spielen wird, weiß Waititi nicht einmal selbst: (aus dem Englischen)

Kevin wollte wirklich, dass er es macht und ja, Brett ist großartig. Er ist super.

Und ich weiß nicht, ob es mit Thor zu tun hat oder wie sich das sonst entwickeln wird. Natürlich ist Hercules auch ein Charakter aus den Comics. Also ja, es wird interessant sein zu sehen, weil Kevin natürlich der Mastermind all dieser Fäden ist und wir sie zusammengeführt werden, zueinander passen und sich vermischen. Ich selbst bin neugierig, das herauszufinden.

Tatschlich scheint es die neue MCU-Strategie zu sein, vorher unangekündigte Stars als künftig potenziell wichtige Charaktere einzuführen, wie Harry Styles als Eros alias Starfox in Eternals, Charlize Theron als Clea in Doctor Strange in the Multivese of Madness und nun Goldstein in Love and Thunder. Wohin diese ganzen ausgelegten Fäden führen werden, ist noch nicht klar. Bislang hat sich kein großer, zusammenhängender Plan für die Zeit nach der Infinity Saga abgezeichnet, doch hoffentlich wissen wir nach der San Diego Comic-Con diesen Monat mehr. Dort wird Marvel wieder eine große Präsentation abhalten. 

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