"The Last of Us"-Zuschauerzahlen übertreffen "House of the Dragon"

Pedro Pascal und Bella Ramsey in "The Last of Us" © 2023 HBO

Quelle: The Hollywood Reporter

Von der intensiven ersten Folge bis zum packenden Staffelfinale hat HBOs "The Last of Us" alles richtig gemacht und endlich beweisen, dass Videospieladaptionen nicht alle zum Scheitern verurteilt sind, sondern in richtigen Händen nahtlos in ein neues Medium übergehen können. Diese Hände gehören "Chernobyl"-Schöpfer Craig Mazin und "The Last of Us"-Spielautor Neil Druckmann und gemeinsam haben sie eine Serie erschaffen, die gleichermaßen durch Vorlagentreue die Fans des PlayStation-Meisterwerks begeistert wie auch Zuschauer in ihren Bann zieht, die nie eine Konsole besessen haben.

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Der gigantische Erfolg von "The Walking Dead" zeigte bereits, dass der Appetit auf postapokalyptische Endzeitserien sehr groß ist und während die Zombieserie von AMC die Geduld der Zuschauer mit den letzten Staffeln überstrapaziert hat, fühlt sich "The Last of Us" frisch und aufregend an und besitzt eine Tiefe und Charakterkomplexität, gepaart mit meisterhafter Inszenierung, die die Serie aus der Masse hervorstechen lässt. "The Last of Us" ist nicht einfach nur eine großartige Game-Adaption, es ist auch einfach eine tolle Serie.

Wie bei den besten neuen Serien hat das Zuschauerinteresse an "The Last of Us" trotz anfänglichen Hypes nicht nachgelassen, sondern wuchs von Folge zu Folge. Erzielte die Staffelpremiere in den USA noch 4,7 Millionen Zuschauer am ersten Tag, wenn man die lineare Ausstrahlung und die HBO-Max-Veröffentlichung zusammengerechnet hat, stiegen die Zahlen von Woche zu Woche und erreichten ihren Höhepunkt mit dem Staffelfinale, das 8,2 Millionen Zuschauer bei HBO und HBO Max anlockte. Von Folge 1 bis Folge 9 verbuchte die Serie also einen Zuschaueranstieg um fast 75%.

Das ist jedoch nichts verglichen mit den Zuschauermassen, die die Folgen in den Tagen und Wochen nach ihrer Veröffentlichung nachgeholt haben. Wie HBO mitgeteilt hat, wurden die ersten sechs der neun "The Last of Us"-Folgen im Schnitt von jeweils rund 30,4 Millionen Menschen gesehen. Das schließt lineare Ausstrahlungen, Wiederholungen und Abrufe über die Streaming-Plattform HBO Max ein. Allein die erste Folge erreichte bislang knapp 40 Millionen Zuschauer. Damit hat "The Last of Us" "House of the Dragon", die letzten Sommer im Schnitt rund 29 Millionen Zuschauer pro Folge hatte, überholt und ist offiziell HBOs größter Zuschauerhit seit "Game of Thrones". Die finale Staffel der Fantasyserie hatte 44 Millionen Zuschauer pro Folge, die siebte knapp 32,5 Millionen.

So gut wie die erste "The Last of Us"-Staffel bei den Zuschauern angekommen ist, bin ich davon überzeugt, dass die Zuschauerzahlen der bereits angekündigten zweiten Staffel regelrecht explodieren werden, wenn mehr Leute die erste in der Zwischenzeit nachgeholt haben werden. Noch ist unklar, wann diese erscheinen wird, die Dreharbeiten sollen jedoch noch dieses Jahr beginnen. Trotz des rauschenden Erfolgs wird "The Last of Us" nicht ewig lange laufen. Die beiden Macher haben eindeutig klargestellt, dass sie nur noch das zweite Spiel adaptieren werden. Dafür benötigen sie allerdings mehr als nur eine weitere Staffel.

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