Elizabeth Tulloch und Tyler Hoechlin in "Superman & Lois" © 2021 The CW Network, LLC. All rights reserved.

Quelle: ProSieben

Kaum ein Superheld wurde seit seiner Entstehung so häufig fürs Kino und Fernsehen adaptiert wie Superman. Der Außerirdische, der die Zerstörung seines Heimatplaneten Krypton überlebt hat und als Baby von irdischen Farmern gefunden und adoptiert wurde, ist der Prototyp eines strahlenden Superhelden. Übermächtig, optimistisch, moralisch einwandfrei und bescheiden verkörperte er ein erstrebenswertes Ideal.

Doch Zeiten ändern sich und die Facetten, die Superman ausmachen, wurden für viele Zuschauer zunehmend uninteressanter. Ein unfehlbarer und unbesiegbarer Gott weckt nicht die gleiche Faszination wie ein traumatisierter Milliardär am Rande des Wahnsinns, der im Fledermauskostüm Bösewichte verprügelt, oder ein Highschool-Schüler, der von einer radioaktiven Spinne gebissen wurde und plötzlich Superkräfte entwickelt. Wer Superman adaptieren wollte, stand vor einem Dilemma. Entweder entfernt man sich von den Wurzeln des Charakters so weit, dass einige Fans auf die Barrikaden gehen, oder man bleibt dem Superman-Ideal treu und riskiert ein Schulterzucken bei den Zuschauern.

In den letzten 20 Jahren gab es daher unterschiedliche Ansätze, die Superman-Geschichte zu erzählen. Bryan Singers Superman Returns war eine Hommage an den optimistischen hoffnungsvollen Film von Richard Donner. Zack Snyders Man of Steel wollte die düstere Seite von Supermans innerem Konflikt zeigen. Im Fernsehen fokussierte sich "Smallville" zehn Jahre lang auf die Jugend des künftigen Superman, noch bevor er diesen Namen annahm.

Zehn Jahre nach dem Ende von "Smallville" startete eine neue Superman-Serie im US-Fernsehen. "Superman & Lois" handelt vom Familienalltag von Clark Kent, seiner großen Liebe Lois Lane und ihren beiden Söhnen, die nach Smallville zurückkehren, um dort ein beschauliches Leben abseits großer Superheldenabenteuer und Gefahren zu führen. Doch natürlich kann Superman seiner Bestimmung auch dort nicht entfliehen.

"Superman & Lois" ist die inzwischen siebte Serie aus dem Arrowverse, dem miteinander verbundenen DC-Serienuniversum des US-Senders The CW, das mit "Arrow" begonnen hat. Tyler Hoechlin und Elizabeth Tulloch traten als Superman und Lois erstmals in "Supergirl" bzw. den Arrowverse-Crossovern auf, bevor sie eine eigene Serie bekommen haben. Diese startete vergangenen Februar bei The CW und kommt am 27. Januar endlich ins deutsche Fernsehen. Bezahlsender ProSieben Fun zeigt die erste Staffel, die aus 15 Folgen besteht, immer donnerstags um 20:15.

Die Serie setzt nach dem Crossover-Event "Krise der Parellelerden" an, an dessen Ende Clark und Lois plötzlich anstelle eines Neugeborenen Eltern von zwei Teenager-Söhnen sind. Um Ruhe in ihr Leben zu bringen, zieht das Paar von Metropolis nach Smallville, wo Clark seine Jugendfreundin Lana Lang (Emmanuelle Chriqui) wiedertrifft. Jordan Erlass und Alexander Garfin verkörpern Clarks und Lois' Söhne Jonathan und Jordan, von denen einer die Kräfte seines Vaters geerbt hat. In der Staffelpremiere erfahren sie, wer ihr Vater wirklich ist, während die Kent-Familie von einem mysteriösen neuen Feind bedroht wird.

Anknüpfungen an das erweiterte Arrowverse sind in der ersten "Superman & Lois"-Staffel noch selten, doch Diggle-Darsteller David Ramsey aus "Arrow" schaut immerhin vorbei. In den USA läuft seit Kurzem bereits die zweite Staffel. Den Trailer zur ersten könnt Ihr unten sehen.