Stuart Gordon

Bild: Stuart Gordon bei der Fantastic Arts Conference im Jahr 2008.

Quelle: Variety

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Stuart Gordon, dem gleich mit seinem Regiedebut Re-Animator in den Achtzigern einen echten Genre-Kulthit gelungenen ist, ist Dienstagabend im Alter von 72 verstorben. Das teilte seine Familie mit. Die Todesursache ist noch nicht bekannt.

Gordons Karriere begann in den sechziger Jahren im Theater. Seinen ersten Film, die lose auf H. P. Lovecrafts Kurzgeschichte basierte Horrorkomödie Re-Animator, inszenierte er erst 1985. Das war der Beginn seiner Zusammenarbeit mit dem Produzenten Brian Yuzna, der danach mehrere von Gordons Filmen produzierte. Von Gordon und Yuzna stammt übrigens auch die Idee für den Disney-Hit Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft. Bei den beiden Re-Animator-Sequels übernahm Yuzna selbst Regie. Obwohl Gordon zum Film-Franchise nie zurückkehrte, schrieb er und inszenierte viele Jahre eine Bühnen-Musical-Adaption des Films.

Auch Gordons zweite Regiearbeit war eine Lovecraft-Adaption, der etwas surreale Body-Horror From Beyond, der ebenfalls Kultstatus unter Genrefans erreichte. Gordons Liebe für klassische Horror-Schriftsteller setzte sich 1991 mit seinem Film Meister des Grauens (OT: The Pit and the Pendulum) eine Adaption der Kurzgeschichte "Die Grube und das Pendel" von Edgar Allan Poe.

Gordon hat nie den Status eines Wes Craven, John Carpenter oder Tobe Hooper erreicht, inszenierte in den Achtzigern und Neunzigern jedoch eine Reihe kleiner kultiger B-Movies, die in einschlägigen Kreisen bis heute viele Fans haben, darunter auch Lovecraft-Adaptionen Castle Freak und Dagon sowie den Sci-Fi-Actionfilm Fortress mit Christopher Lambert. 2005 versuchte er sich an einem anderen Genre mit der Inszenierung des Dramas Edmond mit William H. Macy nach einem Theaterstück und Drehbuch von David Mamet. Gordons finaler Film war der schwarzhumorige Thriller Stuck mit Mena Suvari und Stephen Rea, den ich 2007 beim Fantasy Filmfest sehen durfte. Er drehte außerdem zwei Episoden der Horror-Anthologieserie "Masters of Horror" und trug eine Episode zur vergleichbaren Serie "Fear Itself" im Jahr 2008 bei.

Seitdem kehrte Gordon zu seiner ersten Leidenschaft, dem Theater zurück. In der Theaterszene von Los Angeles war er zuletzt als Regisseur des ein-Mann-Stücks "Nevermore…An Evening with Edgar Allen Poe" mit seinem Re-Animator-Star Jeffrey Combs erfolgreich.