Quelle: Tubi

Das Geschäftsmodell der Trash-Schmiede The Asylum beruht hauptsächlich auf den sogenannten Mockbusters, ultrabilligen, schnell fürs Heimkino heruntergekurbelten Kopien aktueller Kino-Blockbuster, die sich von der Vorlage gerade noch genug unterscheiden, um nicht von den Studios verklagt zu werden (auch wenn dies gelegentlich dennoch vorkommt). Das jüngste Beispiel eines The-Asylum-Mockbusters ist Bullet Train Down, der jedoch mit dem Neunziger-Actionhit Speed mehr gemeinsam hat als mit der aktuell laufenden Actionkomödie mit Brad Pitt.

Das zweite Standbein von The Asylum ist Tierhorrortrash, im Besonderen irrwitzige Haifilme. Es ist das Studio, das uns das Trashjuwel Sharknado und seine zunehmend absurderen (was angesichts der Ausgangslange schon nicht einfach ist) Sequels geschenkt hat. Im neusten Sharksploitaton-Beitrag schießt The Asylum die Haie direkt auf den Mond und lässt dort den leider wieder allzu realen Kalten Krieg wiederauferstehen. In Shark Side of the Moon haben sowjetische Wissenschaftler auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs hochaggressive Mensch-Hai-Hybride erschaffen, die in jeder Umgebung überleben können. Als jegliche Versuche, die tödlichen Kreaturen nach dem Ende des Kalten Kriegs zu vernichten, scheiterten, hat der tapfere russischer Kosmonaut Sergei sie zum Mond geflogen, wo sie sich fröhlich vermehrt haben.

Mehrere Jahrzehnte später landet in der Gegenwart ein US-amerikanisches Raumschiff auf dem Mond, und ein Modul auf der dunklen Seite des Himmelskörpers zu reparieren. Dort entdecken sie auch Sergei und seine halb-Mensch-halb-Hai-Tochter Akula (auf Russisch: "Hai", höhö), die mit dem Amerikanern zurück zur Erde fliegen wollen. Doch auch die humanoiden, russischen Haimonster wollen das Raumschiff unter ihre Kontrolle bringen, um zur Erde zurückzukehren und die Weltherrschaft zu übernehmen.

Kurz zusammengefasst: Schlecht animierte Hai-Menschen kämpfen auf dem schlecht animierten Mond gegen Astronauten, deren Dialoge nicht gerade von Shakespeare geschrieben wurden.

In den USA wurde Shark Side of the Moon vergangenen Freitag über die Streaming-Plattform Tubi veröffentlicht. Wann und wo der Film hierzulande erscheinen wird, steht noch nicht fest. Bei Tele 5 wäre er aber sicherlich gut aufgehoben. Überzeugt Euch selbst:

Es ist, was es ist. Niemand schaut sich einen Film mit dem Titel Shark Side of the Moon und erwartet hochwertige Filmunterhaltung. Für einen bierseligen Filmabend unter Trashliebhabern, denen Iron Sky etwas zu niveauvoll war, könnte der Film genau das Richtige sein.

Shark Side of the Moon Trailer & Poster