Quelle: Amazon Prime Video

Patrick Swayze starb 2009 an Krebs und mit ihm ging einer der größten Filmstars der späten Achtziger und frühen Neunziger von uns. Es war tatsächlich kein langer Zeitraum, doch zwischen 1987 und 1991 war Swayze in Hollywood ganz oben. Seine Karriere erreichte nie wieder diese Höhen, doch die Filme, die er in der Zeit gedreht hat, werden bis heute von Millionen Filmfans gerne geschaut.

Was war Swayzes beste Rolle? Es mag klischeehaft klingen, doch die Antwort auf diese Frage dürfte variieren, je nachdem ob ein Mann oder eine Frau sie beantwortet. Letztere schmachteten nach Swayzes Tanzlehrer Johnny Castle in Dirty Dancing oder nach Sam in Ghost. Der Testosteron-geladene Teil der Bevölkerung dürfte hingegen entweder Kathryn Bigelows Gefährliche Brandung oder den Kult-Actioner Road House vorziehen.

Letzterer wurde von Regisseur Doug Liman (Die Bourne Identität, Mr. & Mrs. Smith) neu verfilmt. Swayzes Rolle als Dalton, der in der neuen Version en Vornamen Elwood trägt, übernimmt Jake Gyllenhaal (Nightcrawler), der seit seinem Auftritt als Boxer in Southpaw nicht mehr so durchtrainiert aussah. Im Remake ist Gyllenhaals Dalton ein ehemaliger UFC-Kämpfer, der von der Besitzerin einer Raststätte auf den Florida Keys als Türsteher angeheuert wird und dort ein neues Leben anfängt. Als ein lokaler Gangster sich die Bar unter den Nagel reißen will, werden Daltons Kampfkünste auf die Probe gestellt.

Ein großes Highlight für alle Action- und Kampfsportfans dürfte das Filmdebüt des UFC-Superstars Conor McGregor in Road House sein, der sich im Film einen spektakulären Schlagabtausch mit Gyllenhaal liefert. Außer man hat die Gelegenheit, bei der Weltpremiere des Films am Eröffnungsabend des South-by-Southwest-Festivals dabei zu sein, wird man leider nicht in den Genuss kommen, diesen Kampf auf der Kinoleinwand zu sehen, denn Amazon hat sehr zum Missfallen des Regisseurs entschieden, Road House am 21. März direkt über Prime zu veröffentlichen. Den actionreichen ersten Trailer, der wirklich Spaß bereitet und Gyllenhaal in körperlicher Bestform zeigt, gibt es unten zu sehen:

Deutscher Trailer

Originaltrailer

Billy Magnussen (Keine Zeit zu sterben) spielt den Gangsterboss, mit dem Dalton sich anlegt; Daniela Melchior (The Suicide Squad) verkörpert Daltons Love Interest; Jessica Williams (Booksmart) spielt die Barbesitzerin, die Dalton anheuert; J.D. Pardo ("Mayans M.C."), Joaquim de Almeida ("24") und Beau Knapp (Death Wish) spielen weitere Rollen in dem Film.

Aus Protest gegen Amazons Entscheidung, den Film nicht in die Kinos zu bringen, hat Regisseur Doug Liman angekündigt, die Weltpremiere seines Films zu boykottieren. Als Liman die Regie des Films für MGM übernommen hat, wurde ihm noch ein Kinostart zugesichert. Doch dann schluckte Amazon MGM und die Pläne änderten sich. Die Testvorführungen des Films sollen extrem positiv gewesen sein und besser abgeschnitten haben als alle bisherigen Filme von Liman, einschließlich Mr. & Mrs. Smith und Die Bourne Identität. Laut Liman liefert Gyllenhaal in Road House die beste Performance seiner Karriere ab. Es ist daher schon verwunderlich, dass Amazon dem Film keine Chance im Kino geben will, insbesondere da er nach einem Film aussieht, der es mit positiver Mundpropaganda an den Kinokassen weit bringen könnte. Sehr bedauerlich. Ich bin aber zumindest froh, dass das Road-House-Remake allem Anschein nach erheblich besser ist als die Neuverfilmungen der Swayze-Hits Dirty Dancing und Gefährliche Brandung.

Hier noch das Filmplakat zu Road House:

Road House Remake Trailer & PosterOffizieller Inhalt:

"In dieser adrenalingeladenen Neuinterpretation des Kultklassikers aus den 80er Jahren nimmt der ehemalige UFC-Kämpfer Dalton (Jake Gyllenhaal) einen Job als Türsteher in einer Raststätte auf den Florida Keys an und muss feststellen, dass dieses Paradies nicht so ist, wie es scheint."