Peter M Lenkov Serien

"Hawaii Five-0" (links), "MacGyver" (Mitte) und "Magnum P.I." (rechts) © CBS Broadcasting, Inc. All Rights Reserved.

Quelle: The Hollywood Reporter

CBS hat sich von einem der größten Goldesel des Senders getrennt. Peter M. Lenkov, der für CBS die erfolgreichen Kultserien-Reboots "Hawaii Five-0", "MacGyver" und "Magnum P.I." erschaffen hat, wurde als Showrunner der letzten beiden Serien mit sofortiger Wirkung entlassen, obwohl sein Vertrag noch bis zum nächsten Jahr geht.

Die Entlassung ist die Folge einer internen Untersuchung des Senders nach mehreren Beschwerden über ein toxisches Arbeitsumfeld am Set, das Lenkov bei "Hawaii Five-0" und "MacGyver" zu verantworten hatte. CBS bestätigte die Entlassung und kündigte Lenkovs Nachfolger an. Monica Macer wird ab Staffel 5 den Showrunner-Posten bei "MacGyver" antreten, und Eric Guggenheim wird die Position bei "Magnum P.I." ab Staffel 3 übernehmen. Beide waren bereits ausführende Produzenten der jeweiligen Serien und sind mit ihnen bestens vertraut. "Hawaii Five-0" endete bereits im April nach zehn Seasons.

CBS kündigte außerdem an, weiterhin jede künftige Beschwerde der Darsteller und der Crew ernstzunehmen, alle Mitarbeiter gegenüber problematischen Situationen zu sensibilisieren, und eine möglichst sichere und respektvolle Arbeitsatmosphäre sicherzustellen.

Laut Angaben des Branchenblatts The Hollywood Reporter sind mindestens drei Beschwerden gegen Lenkov während seiner Zeit bei "Hawaii Five-0" und "MacGyver" eingegangen, die ihn als manipulativ und missbräuchlich bezeichnet haben. Laut einer betroffenen Person von Oahu, wo "Hawaii Five-0" gedreht wurde, soll Lenkov regelmäßig herablassend mit den Autoren geredet haben, insbesondere wenn sie weiblich oder nicht weiß waren. In einer Situation soll er sich über einen behinderten Fan lustig gemacht haben. Als ein Autor ihn wegen dieses Verhaltens konfrontiert hat, versuchte Lenkov, ihn feuern zu lassen.

Ein Insider erklärte: (aus dem Englischen)

Er ist nicht nur rassistisch, oder sexistisch, oder klassistisch – er ist all das. Er ist gegen Frauen, gegen Persons of Color, gegen Homosexuelle, und alles was man erwarten würde. Aber er würde auch heterosexuelle, weiße Männer foltern, wenn ihm danach ist.

Mit anderen Worten, auf gut Deutsch: ein Arschloch.

Lenkov soll einen "Boys Club" gehabt haben, dem seine liebsten männlichen Mitarbeiter angehörten, die sich regelmäßig versammelt, Zigarren geraucht und angemessen das Aussehen von Frauen auf Hawaii geurteilt haben. "Es war ein schwerer Ort für eine Frau, an diesem Set zu sein," erklärte eine betroffene Person gegenüber The Hollywood Reporter.

Lenkov hat seine Entlassung und die Vorwürfe unmittelbar kommentiert, und die Verantwortung für seine Taten ohne Widerworte übernommen:

Jetzt ist die Zeit zuzuhören und ich höre zu. Es ist schwer zu hören, dass das Arbeitsumfeld, das ich gestaltet habe, nicht das Arbeitsumfeld war, das meine Kollegen verdient haben, und das tut mir zutiefst leid. Ich akzeptierte die Verantwortung dafür, was ich höre, und ich fühle mich dem Ziel verpflichtet, die notwendige Arbeit zu tun, um es besser zu machen und besser zu sein.

Auch wenn das sein Verhalten nicht wiedergutmacht, ist Einsehen der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung. CBS hat völlig richtig gehandelt, denn nur wenn es spürbare Konsequenzen gibt, lernen vielleicht Leute wie Lenkov daraus.